Archiv der Kategorie: Persönlichkeitsentwicklung

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Die Kunst Probleme zu lösen

In letzter Zeit habe ich einige Gedanken darauf verwandt wie man Probleme lösen kann.

Dazu muss man zuerst reflektieren wie Probleme in der heutigen Arbeitskultur vorwiegend gelöst werden. Wenn ein Problem auftritt, stürzt man sich meistens darauf das Leck so schnell wie möglich zu stopfen, in der Hoffnung, dass es nicht wieder auftritt. Da die meisten Probleme bei ihrem Erscheinen als sehr dringend eingestuft werden (was sie in Wirklichkeit nur sehr selten sind), bleibt keine Zeit nach den wirklichen Ursachen zu forschen.

Das Prozedere kann man sich ungefähr so vorstellen:

Ein Spaziergänger steht an einem Flussufer, als er plötzlich einen Hilferuf vernimmt. Er schaut raus aufs Wasser und sieht wie ein anderer Mann hilflos rudernd unterzugehen droht. Der Spaziergänger zögert nicht und springt in den reißenden Fluss um den Mann aus dem Wasser zu ziehen. Am Ufer angekommen belebt er den Mann mit Müh und Not wieder, selbst völlig außer Atem. Kaum ist die Heldentat vollbracht, hört er wieder einen Hilferuf. Dieses mal eine Frau. Er springt ohne Bedenken kopfüber ins Wasser und zieht auch diese Frau an Land. Noch während er die Frau wiederbelebt, vernimmt er wieder Hilferufe. Dieses mal sind gleich zwei Personen gleichzeitig am Ertrinken. Am Ende seiner Kräfte, aber gewillt sein Leben zu opfern, springt der Mann in den Fluss und schafft es tatsächlich die zwei Personen an Land zu schleppen. Noch bevor er die Wiederbelebungsmaßnahmen vornehmen kann, hört er schon wieder Hilferufe. 3 Leute! Völlig erschöpft springt er ins Wasser und ward nie wieder gesehen. Hätte der hilfsbereite Spaziergänger sich doch bloß einen Moment Zeit genommen nachzudenken und ein Stück weiter flussaufwärts zu schauen…

Wenn das obige Szenario etwas besser läuft, dann wird als nächster Schritt nach der Ursache des Problems gefragt und diese vermeintliche Problemquelle wird abgestellt. Um jedoch auf diese Problemquelle zu stoßen, wird oft sehr viel Zeit und Energie vergeudet. Es werden meist auch nur die sehr konservativen Methoden angewandt um auf die Problemlösung zu stoßen. Man denkt einfach lange und hart über das spezifische Problem nach. Wenn man damit alleine nicht fertig wird, dann holt man sich Hilfe bei einem Kollegen und dann ist man schon zu zweit dabei, lange und hart über dieses spezifische Problem nachzudenken. Auf die ein oder andere Weise gelingt es dann meist doch das Problem irgendwie abzustellen. Und dann ist man auf und davon zum nächsten Problem. Wie gesagt, alles ultra-dringend.

Es wird keine Zeit für die „Nacharbeit“ aufgewandt. Es werden sich nur selten Fragen gestellt wie:

„Wieso ist dieses Problem überhaupt aufgetreten?“

„Welches ist das Problem welches unser Problem verursacht hat?“

„Was müssen wir machen, damit dieses Problem in der Zukunft nicht mehr auftaucht?“

Um den wahren Ursachen eines Problems auf den Grund zu gehen, hat Toyota in ihrem „Lean Production“ Konzept das Vorgehen der „5 Wieso’s eingeführt. Es reicht nicht aus ein, zwei oder gar drei mal nach dem „Wieso“ zu fragen, um den „root cause“ eines Problems zu erfassen. Toyota hat herausgefunden, dass man fünf mal fragen muss um die wahre Problemquelle zu identifizieren.

Ein Beispiel:

Problem: Das Fahrzeug startet nicht.

  1. Frage: Wieso startet das Fahrzeug nicht?

Die Batterie ist leer.

2. Frage: Wieso ist die Batterie leer?

Die Lichtmaschine funktioniert nicht.

3. Frage: Wieso funktioniert die Lichtmaschine nicht?

Der Keilriemen ist gerissen.

4. Frage: Wieso ist der Keilriemen gerissen?

Der Keilriemen wurde nie gewechselt.

5. Frage: Wieso wurde der Keilriemen nie gewechselt?

Das Fahrzeug wurde bisher nie gewartet.

Menschliches Versäumnis.

Die meisten wahren Ursachen von Problemen lassen sich auf menschliche Probleme zurückführen. Wenn man also mit technischen Problemen zu tun hat, dann sollte man solange Fragen, bis man auf eine menschliche Problemquelle stößt. Die 5 Wieso’s reichen meist völlig aus.

Und um zu vermeiden, dass dieses Problem in der Zukunft nochmals auftritt, muss man Maßnahmen einführen. Wenn die Wurzel der meisten Probleme menschliche Handlungen sind, dann sind Schulung, Bildung und Unterweisung das Gegenmittel.

Wie kann man jetzt aber selber auf noch elegantere Weise Probleme lösen?

Eine noch bessere Methode ist das „Denken in größeren Dimensionen“.

Probleme lassen sich lösen, indem wir übergeordnete Probleme lösen, als deren „Nebenprodukt“ unser ursprüngliches Problem gelöst wird. Wir könnten also anstatt lange und hart über die direkte Lösung unsers Problems nachzudenken, einfach eine „Problemschicht“ weiter hochgehen.   Die letztliche Konsequenz eines solchen Denkens würde bedeuten das man dasjenige Objekt oder diejenige Struktur in dem das Problem auftrifft, komplett abschafft. Das nennt man Disruption.

Ein Beispiel: Auto- oder Fahrradreifen verlieren Luft oder kriegen ab und zu einen Platten.

Anstatt sich jetzt also Gedanken darüber zu machen wie man den Reifen robuster gestalten kann, so dass das Problem weniger häufig oder gar nicht auftritt, könnte man sich auch Gedanken darüber machen wie man den Reifen komplett abschafft. Man könnte z.B. schwebende Fahrzeuge (Hovercrafts) einsetzen. Das würde unser ursprüngliches Problem eine Problemschicht weiter oben anpacken und lösen. Man könnte sich auch fragen wie man das Auto oder Fahrrad komplett abschaffen oder ersetzen könnte. Das wäre dann zwei Problemschichten weiter oben.

Und genau das ist die Arbeits- und Denkweise von innovativen Unternehmen wie Google, Uber, AirBnB und co., die ganze Branchen disruptieren. Wir müssen uns alle diese Denkweise aneignen, wenn wir in der Zukunft noch Schritt halten wollen. Egal welche Position man in seiner Firma bekleidet. Man MUSS dieses Denken anwenden und seine Kollegen dazu animieren ebenso zu denken. Firmenkultur kann nicht nur von oben herab diktiert werden. Firmenkultur wird durch alle Mitarbeiter bestimmt. Und wenn du selbstständig bist oder ein eigenes Unternehmen hast, dann gilt das für dich umso mehr.

Diese Art Arbeit ist emotionale Arbeit, die wir leisten müssen, wenn wir etwas von Wert erschaffen wollen.

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Wovon wir mehr brauchen

Was bedeutet „gutes“ Business?

Die Herausforderung der heutigen Zeit besteht nicht mehr darin sich Gedanken darüber zu machen was wir erschaffen oder produzieren können. Wir können nahezu alles was wir uns vorstellen können auch erschaffen oder produzieren. Dies ist nicht mehr das vorwiegende Problem unserer Zeit.

Die wahre Herausforderung besteht darin sich Gedanken über die Frage zu machen was wir erschaffen sollten. Wir müssen uns Fragen dazu stellen was wir in der heutigen Zeit wirklich benötigen und ob es sinnvoll ist, das, was auch immer uns vorschwebt, umzusetzen.

Produktionskapazitäten sind heute im Überfluss vorhanden. Viele Hersteller müssen heutzutage ihre Produktionskapazitäten extern anbieten und Aufträge für andere übernehmen, da sie durch eigene, interne Aufträge nicht mehr voll ausgelastet sind. Es ist relativ leicht einen Auftragshersteller für welches Produkt auch immer zu finden. Sogar wenn man sein eigenes, individuelles Auto haben möchte, muss man sich keines von der „Stange“ bei den etablierten Herstellern kaufen, sondern kann Auftragshersteller (die im übrigen auch für die etablierten Automarken ganze Modellreihen entwickeln und produzieren) beauftragen. Man braucht sich also nicht mehr die Frage zu stellen ob man ein neues Automodell auf die Welt loslassen sollte, sondern ob es Sinn macht ein neues Automodell auf den Markt zu bringen.

Jeder der Lust und den Mut hat ein eigenes Business mit welchem Produkt auch immer zu starten kann dies mit relativ wenig Kapital auch tun, da die eigentlichen Maschinen und Produktionsmittel nicht mehr beschafft werden müssen.

Als ich damals mein erstes Business mit KYG – Keeps You Going gestartet habe, habe ich meine Energieriegel bei einem Hersteller produzieren und verpacken lassen. Ich habe lediglich das Rezept und das Design für die Verpackung geliefert und habe 5 Tage später eine Palette mit sauber verpackten Riegeln vor meiner Haustür stehen gehabt. Ich musste mir keine Maschine kaufen, die die Zutaten vermengt, keine Maschine die die fertige Masse in eine Riegelform presst, keine Maschine die die Folie bedruckt und auch keine Maschine die die fertig gepressten Riegel in die bedruckte Folie einschweißt. Ich musste mir auch keine Maschinen kaufen und Mitarbeiter anheuern, die die eingeschweißten Riegel in eine mit meinem Design bedruckte Displaybox stapeln und eine Warenausgangskontrolle machen. All das war schon vorhanden. Die Firma war glücklich, dass sie einen Auftrag hatte mit dem sie ihre Maschinen und Mitarbeiter auslasten konnte und ich war glücklich, dass ich kein großes Kapital in Anlagen investieren musste um meinen Traum von einem eigenen Energieriegel zu verwirklichen.

Wenn die Produktionsmittel also nicht den Engpass darstellen und wir uns Gedanken machen müssen ob es sinnvoll ist einer Idee Leben einzuhauchen, wie können wir das dann entscheiden?

Über einen möglichen Ansatz hatte ich schon geschrieben. Anstatt die vorhandene Nachfrage nach noch mehr profanem zu bedienen, kann man seine eigne Nachfrage nach Substantiellem erschaffen, indem man das entsprechende Angebot erschafft. Nur wenn wir genug kreative Schöpfer in der Gesellschaft haben, die durch ihr unablässiges Tun sinnvolle Werte erschaffen, erzeugen wir genug Nachfrage nach dem Substantiellem – im Gegensatz zu der überhöhten Nachfrage unserer aktuellen Gesellschaft nach Oberflächlichkeiten.

Ein weiterer Ansatz wäre es sich zum Ziel zu setzen 80% seiner Geschäfte mit den 20% der höchsten Bedürfnisse zu machen.

Menschen haben unterschiedliche Bedürfnisse. Unternehmen tun nichts anderes als diese Bedürfnisse zu erfüllen. Es gibt nach der Theorie von Maslow eine Hierarchie der Bedürfnisse, die sogenannte Maslowsche Bedürfnispyramide. Ganz unten stehen die physiologischen Grundbedürfnisse wie Essen, Trinken, Schlafen, ein Dach über dem Kopf. Darüber kommen die Sicherheitsbedürfnisse nach körperlicher und mentaler Unversehrtheit. Es folgen die sozialen Bedürfnisse nach Liebe, Freundschaft und Gruppenzugehörigkeit. Auf der zweithöchsten Stufe stehen die Individualbedürfnisse nach Anerkennung und Geltung. Ganz oben an der Spitze steht das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung. Die ersten vier Stufen werden Defizitbedürfnisse genannt. Bei Nichtbefriedigung dieser Bedürfnisse können physische oder psychische Störungen auftreten. Die oberste Stufe der Selbstverwirklichung wird als Wachstumsbedürfnis definiert. Dieses kann nie wirklich befriedigt werden.

Die große Mehrheit der heutigen Unternehmen macht Geschäfte in einem von zwei Bereichen. Entweder in den unteren Rängen der Bedürfnispyramide – Wohnen, Transport, Essen, Energie. Die zweite Form ist das Geschäft nicht mit den Grundbedürfnissen der Menschen, sondern mit ihren Begehrlichkeiten und Sehnsüchten. Diese zwei Arten können sich z.B. überschneiden. Das Auto ist hier wieder ein gutes Beispiel. Wir haben ein Grundbedürfnis nach Mobilität, aber das findige Marketing der Autohersteller appelliert an unsere Sehnsüchte nach Status und Anerkennung und sorgt dafür, dass wir nicht irgendeine Mobilität wollen, sondern die Luxusvariante für 80.000€.

Wir Menschen können leider nicht sehr genau zwischen Bedürfnissen und Begehrlichkeiten unterscheiden und viele Unternehmen nutzen dies aus.

Wenn wir „gutes“ Business machen wollen, dann wären wir also gut beraten, wenn wir uns auf das Bedürfnis des Menschen nach Selbstverwirklichung konzentrieren würden. Es gibt noch viel Platz und Bedarf für Unternehmen die mit gutem Rat, psychologischer Unterstützung oder schön gestalteten Städten dienen können. Wir brauchen eine Gesellschaft in der es normal ist, dass wir uns mit unseren Emotionen beschäftigen und diese managen, dass wir starke Familien über Generationen hinweg aufbauen und erhalten, unseren Verstand kultivieren, Weisheit, Güte und Selbstbeherrschung erlangen.

Es kommt noch jede Menge Arbeit auf uns zu, verbreitete und umfassende Erfüllung zu erschaffen.

Das beste daran ist, wie ich schon weiter oben geschrieben habe, dass das Bedürfnis des Menschen nach Selbstverwirklichung nie wirklich befriedigt werden kann. Das heißt dass es jede Menge Platz und Arbeit für Unternehmen geben wird die sich auf dieses höchste Bedürfnis konzentrieren.

Also tu mir bitte einen Gefallen: Wenn du jemals etwas starten wolltest, wenn du jemals mehr mit deinem Leben anfangen wolltest als nur deinen Lebensunterhalt zu verdienen, dann starte ein „gutes“ Business. Ein toller Nebeneffekt ist, dass dieses Business gleichzeitig auch deine Selbstverwirklichung sein wird und du damit dein eigenes Bedürfnis danach befriedigst.

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So kriegst du garantiert jeden Job

Neulich habe ich auf der Arbeit selbst beobachten dürfen was der Unterschied zwischen jemandem ist, der seine Arbeit zwar macht, diese ihm aber grundsätzlich am Arsch vorbei geht und jemandem dem wirklich etwas an seiner Arbeit liegt. Nicht in dem Sinne, dass der eine seine fachliche Tätigkeit besser ausführt als der andere. Nein, fachlich gibt es keine großen Unterschiede. In dem Sinne, dass der eine emotionale Arbeit leistet und der andere nicht. Letzterem ist eigentlich nur wichtig, dass er einen möglichst stressfreien Tag hat. Bloß alle unangenehme Arbeit von sich schieben und in keine Themen involviert werden, die es erfordern, dass man schwierige Gespräche führen muss, dass man andere Leute von etwas überzeugen, motivieren muss, dass man sich selbst einbringen muss.

Firmen und insbesondere Großkonzerne hängen heutzutage extrem von den Leuten ab die gewillt sind Risiken einzugehen, die sich einbringen und gewillt sind emotionale Arbeit zu leisten.

Emotionale Arbeit ist die Art von Arbeit die nur emphatische Menschen leisten können. Ich bin davon überzeugt, dass wir diese Art von Arbeit mehr denn je brauchen. Und für genau diese Art von Arbeit bezahlen uns Firmen auch, sie haben es uns nur noch nicht deutlich genug gesagt und dementsprechend wissen wir das auch nicht. Wir sind der Meinung, dass wir aufgrund unserer tollen fachlichen Kompetenz oder aufgrund unserer langjährigen Erfahrung bezahlt werden. Das halte ich für einen Trugschluss.

Emotionale Arbeit zu leisten, bedeutet sich schwierigen Aufgaben zu stellen, sich mit Menschen zu verbinden, ein Risiko einzugehen, Initiative zu ergreifen, zu erfinden, zu verkaufen, sich selbst zu strecken und zu wachsen.

Dazu gibt es eine nette Geschichte:

Eines Tages holt ein alter Bauer seine zwei Söhne zu sich, um ihnen zu verkünden, wer den Hof erben soll, wenn er sich zur Ruhe setzt. ‚Der jüngere Sohn soll den Hof übernehmen‘, sagte der alte Bauer. Der ältere Sohn war außer sich vor Wut: ‚Was meinst du damit? Ich bin der ältere und habe den größeren Anspruch.

Okay‘, sagte der alte Bauer. ‚Du musst etwas für mich tun. Wir brauchen mehr Bestände. Kannst du zu Cibis Hof gehen und schauen ob er ein paar Kühe zum Verkauf hat?

Der ältere Sohn kam bald zurück und sagte: ‚Vater, Cibi hat 6 Kühe zu verkaufen‘.

Der alte Bauer dankte seinem Sohn großzügig für seine Mühe und wandte sich an den jüngeren Sohn: ‚Du musst etwas für mich tun. Wir brauchen mehr Bestände. Kannst du zu Cibis Hof gehen und schauen ob er ein paar Kühe zum Verkauf hat?

Der Sohn ging fort und kam bald wieder: ‚Vater, Cibi hat 6 Kühe zu verkaufen. Jede Kuh soll 2.000 Rupien kosten. Wenn wir mehr als 6 Kühe kaufen wollen, wird Cibi um 100 Rupien pro Kuh runtergehen. Er sagte auch, dass er nächste Woche spezielle Jersey-Rinder reinbekommt. Wenn wir es nicht eilig haben, könnte es sich also lohnen eine Woche zu warten. Wenn wir die Kühe jedoch dringend brauchen, kann er sie uns morgen liefern.

Der Vater dankte seinem jüngeren Sohn großzügig für seine Mühe. Er wandte sich an seinen älteren Sohn und sagte: ‚Das ist der Grund wieso dein jüngerer Bruder den Hof bekommen wird.

Das ist eine Demonstration von emotionaler Arbeit. Der jüngere Sohn hat nicht nur das getan was ihm aufgetragen wurde, er hat Initiative ergriffen und Verantwortung übernommen. Er hat sich voll eingebracht.

Die Zukunft einer Firma hängt davon ab, ob sie eine Kultur erschaffen kann, die emotionale Arbeit fördert und fordert. Nur Firmen die genug „emotionale Arbeiter“ haben, werden den Konkurrenzkampf der Zukunft überleben. In der Gesellschaft von morgen ist kein Platz mehr für mehrere Großkonzerne, die alle das gleiche machen und sich durch nichts von ihren Mitstreitern abheben. Wir können unsere Konkurrenz nicht durch noch mehr Gehorsam ausstechen. Wenn es nur darum geht eine Aufgabe zu erledigen und man das Ergebnis dieser Aufgabe messen kann, dann wird es immer jemanden geben der diese Aufgabe gehorsamer und vor allem billiger erledigen kann. Den Kampf um die Abwärtsspirale gen Boden kann man nicht gewinnen.

In China und Indien werden gerade Schwärme von gut ausgebildeten Fachleuten auf den Arbeitsmarkt gespült, die das Spiel der urdeutschen Tugenden von Pünktlichkeit, Fleiß und Ordnung viel besser spielen als wir. Wenn Deutschland in der Zukunft eine Wirtschaftsmacht bleiben will, dann dürfen wir dieses Spiel nicht spielen. Wir müssen das nächste Level erklimmen. Das bedeutet, dass wir lernen müssen uns unseren Ängsten zu stellen. Wir müssen uns solange in die Probleme lehnen, bis wir neue Erkenntnisse erhalten um diese zu lösen, anstatt davor weg zu scheuen. Wir müssen emotionale Arbeit leisten.

Es gibt einen Spruch der zu diesem Thema passt: „Der Unterschied zwischen einem Genie und einer normalen Person ist der, dass das Genie niemals ganz aufgibt. Er legt das Problem irgendwo im Hinterkopf ab und hält daran fest. Ab und zu wird es nach vorne geholt um darüber nachzudenken. Im Kontext neuer Eindrücke – die mit dem ursprünglichen Problem nichts zu tun haben – stößt das Genie auf eine Lösung. Währenddessen gibt die „normale Person“ endgültig auf und lässt das Problem komplett los.“

Wir müssen auch endlich lernen mit Fehlern umzugehen.

Nach meiner Beobachtung werden Fehler in der deutschen Arbeitskultur unterdrückt und totgeschwiegen. Nein, wir machen keine Fehler. Niemals. Doch! Wir sind Menschen und keine Maschinen! Natürlich machen wir Fehler. Viele sogar und das ist auch gut so. Nur aus Fehlern können wir lernen. Wer nicht genug Fehler macht, geht nicht genug Risiken ein. Wir müssen Fehler endlich als das akzeptieren was sie sind. Wir müssen sie offen auf den Tisch legen und produktiv diskutieren, ohne nach einem Schuldigen zu suchen oder Anklagen zu erheben. Wir müssen nach den wahren Ursachen forschen und uns nicht oberflächlichen Eitelkeiten hingeben.

Ich bin der Überzeugung, dass wir gerade dafür bezahlt werden emotionale Arbeit zu leisten. Genau das ist es was der Markt braucht. Den Rest unserer Aktivitäten, auf die wir uns allzu gerne etwas einbilden, könnten sonst auch dressierte Affen erledigen.

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Wieso Dein Leben eine billige Ausrede ist

Wenn es darum geht anderen Leuten zu vermitteln, dass man grob gesagt in der heutigen Zeit machen kann was man will, dann wird es brenzlig.

Es ist schwierig geworden. Und ich frage mich wieso eigentlich.

Wenn man so gemütlich bei einem Bierchen zusammensitzt und man dringt in die tieferen Regionen über den Sinn und Unsinn des Lebens vor, dann fangen viele Leute recht schnell an zu blocken. Sie geraten in Verteidigungsmodus. Vielleicht ist es einfach zu schwer den Gedanken zu akzeptieren, dass es wahr ist. Wieso tut man dann selber nicht das was man will. Wieso ist man selber in diesem Job gefangen den man nicht mag oder mit den Kollegen die man nicht mag oder mit dem Chef den man nicht mag oder einfach auch nur in der Stadt die man nicht mag?

Wieso sind wir unzufrieden?

Aber gehen wir nochmal in die Bier-Konversation zurück. Ich rede gerne über Themen der Selbstverwirklichung, Selbstverantwortung und Selbstbestimmung. Wenn ich dann mit Freunden in tiefere Regionen dieses Stoffs vordringe, dann landet man meist dabei dass meine Gesprächspartner mit irgendetwas in ihrem Leben nicht zufrieden sind. Was für eine Überraschung! Wir sind Menschen. Wir sind immer mit irgendetwas unzufrieden. Ich finde es aber erstaunlich wie viele Leute mit ihren Jobs unzufrieden sind oder generell mit ihrer Lebensgestaltung. So als hätten sie selber überhaupt nicht darüber bestimmt. Beraubt ihres Mitspracherechts. Als habe Gott oder eine sonstige höhere Macht ganz eigenständig darüber geboten. Wenn ich dann in mein Horn des „du kannst dein Leben selbst in die Hand nehmen und es zu deinen Bedingungen leben“ stoße, kommen die Proteste sehr schnell.

„Aber ich kann meinen Job nicht kündigen. Ich habe Rechnungen zu bezahlen.“

„Ich kann jetzt aber nicht meinen Traumkörper haben. Die Kinder nehmen mich zu sehr ein. Keine Zeit für Sport“.

„Ich kann jetzt nicht 5 Wochen nach Australien fliegen. Mein Chef gibt mir niemals so viel Urlaub am Stück und wer kümmert sich dann um meine Katze?“

Alles Ausreden.

Leute mit Leidenschaft suchen nach Wegen Dinge möglich zu machen“ – Seth Godin

Wenn man wirklich seinen Job hasst, so, dass es einem körperliche Schmerzen bereitet jeden Morgen aufzustehen und zur Arbeit zu gehen, dann findet man einen Weg seine Rechnungen zu bezahlen. Auch ohne diesen verhassten Job. Für mich bedeutet das meistens nur, dass die Leute entweder

  1. zu viel Langeweile haben und glauben ihren Job zu hassen, obwohl das in Wirklichkeit gar nicht stimmt

oder

  1. der Schmerz noch nicht groß genug ist – sie ihren Job also vielleicht nicht wirklich hassen, sondern einfach nur nicht mögen

oder

  1. voller Angst sind ein eigenverantwortliches Leben zu führen und die nötigen Veränderungen einzuleiten

Jede dieser drei Optionen habe ich bereits in Gesprächen erlebt, wenn Leute zugehört und sich darauf eingelassen haben ernsthaft über meine Fragen nachzudenken und diese auch ehrlich zu beantworten. Aber die weitaus interessantere Beobachtung für mich ist, dass die meisten Menschen gar nicht erst an diesen Punkt der Aufgeschlossenheit kommen. Viele fahren gleich die Mauern hoch und die Verteidigungsmaschinerie wird auf der Brustwehr aufgefahren. Man gerät schnell in Verteidigungsmodus und wenn man den Kampf erstmal begonnen hat, dann wird es umso schwieriger einen Rückzug zu machen. Verflucht sei unsere Sturheit und unsere Angst unser Gesicht zu verlieren!

Die bitter-süße Wahrheit

Vielleicht ist es einfach zu bitter zu akzeptieren, dass wir wirklich in einer Gesellschaft und in einer Zeit leben, in der wir buchstäblich machen können was wir wollen. Das würde nämlich bedeuten, dass es einen Grund hat wieso gerade wir nicht machen was wir wollen. Und der ist ziemlich hässlich und tut obendrein noch weh. Wir haben nicht den Mumm in den Knochen. Wir erstarren vor Angst bei dem ernsthaften Gedanken an eine einschneidende Veränderung in unserem Leben. Allein der Gedanke daran unsere gewohnte und lieb gewonnene Komfortzone zu verlassen treibt uns den Schweiß in kalten Kaskaden den Rücken runter. Und dann vergeht ein Tag, und dann noch einer, und noch einer, und noch einer, und wieder ist ein Jahr vergangen ohne dass wir unserem wirklichen Lebensziel auch nur einen Schritt näher gekommen wären.

Sich selbst zu verteidigen und sich viele Ausreden einfallen zu lassen und gegen meine Weltsicht zu argumentieren ist vielleicht immer noch einfacher zu ertragen als der Gedanke, dass man sich selbst hat hängen lassen. Dass man sich selbst versagt hat. Dass die eigenen Träume und Wünsche einem selber nichtmal so viel bedeuten, dass man gewillt ist für sie zu kämpfen. Oder auch nur etwas Ungemach in Kauf zu nehmen. Traurig. Schmerzhaft. Aber dennoch nicht weniger wahr.

Niemand zwingt dich eine gewisse Arbeit zu machen

Ich kann nachvollziehen wenn Leute sich wehren und als letzten Rückzugsort folgenden Spruch herunterleiern:

„Nicht jeder kann machen was er will.“

Oft in einem Atemzug mit:

„Irgendwer muss den Job machen“

Das sehe ich anders. Jeder kann heutzutage sprichwörtlich machen was er will. Ich rede von jungen, gebildeten Menschen die in der westlichen Hemisphäre leben. West-Europa, Amerika. Ich rede nicht von den Sklavenarbeitern in den Diamantenminen im Kongo oder den Strafarbeitern in den Gulags Russlands, die es anscheinend leider immer noch gibt. Wenn du wirklich Verantwortung für dein Leben übernimmst und dich deinen Ängsten stellst, weil es dir wichtig genug ist, dann kannst du das hier und jetzt.

Bezüglich der zweiten Aussage bin ich der Meinung, dass nicht jeder Job gemacht werden muss. Wir haben uns als Menschheit und Gesellschaft in den letzten 100 Jahren sehr stark entwickelt. Wir haben gute, neue Jobs geschaffen und das Bildungswesen stark vorangetrieben. Wir haben viele soziale Probleme gelöst und noch mehr neue geschaffen. Der Gesundheits- und Bildungsstandard sind enorm gewachsen und im Allgemeinen kann man als Einwohner eines Wohlstandslandes behaupten, dass es einem sehr gut geht und wir im wahrsten Sinne des Wortes in Wohlstand und Komfort leben.

Und die Zeiten werden noch besser werden. Wir befinden uns aktuell in Zeiten des exponentiellen Wachstums. Wir sind als Menschheit auf dem Sprung unser Leben immens zu verlängern – wer weiß vielleicht sogar bis zu Unsterblichkeit. Wir sind dabei eine multiplanetare Spezies zu werden und gottgleiche Fähigkeiten zu erwerben, der Symbiose aus Biotechnologie und Computerwissenschaften sei Dank.

Was sind „menschenwürdige“ Jobs?

Dementsprechend verschiebt sich auch die Grenze dessen was wir noch als einen menschenwürdigen Job ansehen. Viele Berufe werden aufgrund der stetig wachsenden Automatisierung und Vernetzung wegfallen. Auch diejenigen die heute als „sicher“ gelten und für die man eine hohe Qualifikation benötigt. Viele Jobs werden entweder von Maschinen ausgeführt oder wir werden lernen müssen ohne diesen „Service“ auszukommen. Noch im 19. Jahrhundert war es für viele gut betuchte aristokratische Familien undenkbar ohne einen Hausdiener auszukommen. Ich persönlich kenne keinen der so einen Job hat, einen solchen anstrebt oder zu so einem gezwungen wird.

Noch in den 1980’er Jahren hieß es dass LKW-Fahrer der sicherste Job überhaupt sei. Die Komplexität die es erfordert einen LKW sicher durch den chaotischen Straßenverkehr zu steuern und an sein Ziel zu bringen, sei so hoch, dass keine Maschine jemals diese Aufgabe so gut wie ein Mensch verrichten werden könne. Und doch sind die LKWs heute die ersten Vehikel die auf das autonome Fahren getestet werden und ich bin mir ziemlich sicher, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis es für LKW Fahrer keine Jobs mehr geben wird. Und das ist auch gut so. Diese haben dann Zeit sich mit anderen Dingen zu beschäftigen, neue Sachen zu lernen und Fähigkeiten zu erwerben die der Gesellschaft auf andere weise dienen. Fähigkeiten die sie persönlich und die Gesellschaft als Ganzes voran bringen können.

Wenn du deinen Job also nicht magst, mit deinem Körperbild unzufrieden bist, deine Beziehung dich annervt oder du sonstige Pläne für dein Leben hast, die für dich unerreichbar erscheinen – du hast es selbst in der Hand.

Kündige. Mach Sport. Arbeite an deiner Beziehung oder mach Schluss. Buche den Flug. Was auch immer du dir von deinem Leben erwartest. Pack deine Träume an. Mach dir einen Plan und setze diesen um. Schritt für Schritt. Eins nach dem anderen.

„Du musst nicht großartig sein, um zu starten. Aber du musst starten um großartig sein zu können.“ – Zig Ziglar

Memento mori. Gedenke zu sterben. Du hast nur dieses eine Leben. Nutze es. Verschwende es also nicht mit Dingen die dich unglücklich machen. Lebe!

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Vergiss deine Leidenschaft! Finde deinen Purpose

Heutzutage will dir jeder verklickern, dass du deine Arbeit mit Leidenschaft zu tun hast. Wenn du nicht mit Leidenschaft dabei bist, dann stimmt mit dir etwas nicht.

Das ist zum Teil richtig. Nur wer seine Arbeit gerne macht, macht sie auch gut. Wer seine Arbeit leidenschaftlich macht, wird sogar großartig darin werden und diese Arbeit unter Umständen nicht mehr sehr lange machen. Leute die großartige Arbeit leisten, waren, sind und werden immer folgendes bleiben: selten. Deshalb ist es oft so, dass du befördert oder abgeworben wirst, wenn Leute merken, dass du zu einer unverzichtbaren Person innerhalb deiner Organisation geworden bist.

Die spannende Frage ist, ob man zuerst Leidenschaft haben muss um hervorragende Arbeit zu leisten oder ob man erst hervorragende Arbeit leistet und dadurch Leidenschaft entwickelt. Das bekannte Henne-Ei Prinzip.

Wie entwickelt man Leidenschaft?

Cal Newport, der Autor des Buches „So Good They Can’t Ignore You“ vertritt die Meinung, dass man erst Leidenschaft für eine Sache entwickelt, wenn man wirklich hervorragend in ihr wird. Er meint, dass man nicht nur Spitzenleistungen in Jobs bringen kann, die auf dem Papier augenscheinlich gut aussehen, akademische Jobs wie Ingenieure, Wissenschaftler, Ärzte, Manager, Schauspieler, Musiker, Autoren, etc., sondern auch bei ganz „profanen“ und normalen Jobs wie Sekretär/innen, Mechaniker, Tischler, etc.

Nach Newport muss ein Job, zunächst einmal folgende Kriterien erfüllen, damit er in das Raster eines Jobs mit Erfüllungspotential fällt:

  1. Der Job muss einem Entwicklungsmöglichkeiten bieten, so dass man Fähigkeiten entwickeln kann, die einen von seinen Kollegen, Mitarbeitern oder Konkurrenten abheben
  2. Man muss etwas tun, von dem man überzeugt ist, dass es bedeutsam oder gut für die Welt ist.
  3. Man muss mit seinen Kollegen / Mitarbeitern gut auskommen

Kleine Randnotiz: Wenn man einen Job hat der gegen ein oder mehrere dieser Kriterien verstößt, sollte man kündigen.

Wenn man jetzt einen Job hat der die obigen Kriterien erfüllt, dann kann man viel Zeit in die bedachtsame Übung seiner Fähigkeiten stecken, die einen zu einem wertvollen und unverzichtbaren Teil seiner Organisation machen. Mit diesen neu entwickelten Fähigkeiten, kann man mehr Kontrolle in seinem Job einfordern. Dies ist essentiell um sich erfüllt oder glücklich zu fühlen. Man muss das Gefühl der Kontrolle haben, über das was man macht. Mit dem Mehr an Kontrolle ergeben sich wiederum neue Möglichkeiten und Gelegenheiten durch eine Beförderung oder einen neuen Job, der die logische Konsequenz und Fortführung der bereits eingeschlagenen Karriere darstellt, mit denen man noch mehr Kontrolle und Freiheit erlangen kann.

Mit diesem Ansatz ist es sehr viel wahrscheinlicher (berufliche) Erfüllung und Glück zu erlangen, als z.B. das bis dahin in einem Job erworbene Karrierekapital über Bord zu werfen und in einer völlig neuen Branche anzufangen.

„Richtig zu arbeiten“ schlägt die „richtige Arbeit“.

Das Handwerker Mindset

Wenn man dieser Philosophie folgt, dann muss man das „Leidenschafts-Mindset“ aktiv aufgeben und das „Handwerker-Mindset“ annehmen.

Beim Handwerker-Mindset konzentriert man sich darauf, was man selber der Welt zu bieten hat, wogegen das Leidenschafts-Mindset darauf abzielt was die Welt einem selber bieten kann. Das Handwerker-Mindset hat etwas Befreiendes: man lässt Selbstzentriertes hinter sich und anstatt sich zu fragen ob der Job das „Richtige“ ist, steckt man einfach die harte Arbeit rein um verdammt gut zu werden. Niemand schuldet einem eine großartige Karriere, man muss sich diese verdienen – und der Prozess ist nicht einfach.

Leidenschaft durch Erfolg

Wenn man dann mit dem richtigen Mindset und bedachtsamen Üben genug Fähigkeiten und Karrierekapital aufgebaut hat, welches man gegen mehr Kontrolle und Freiheit eintauschen kann, wird man auch ein erfülltes Arbeitsleben haben. Erst wenn man sich durch Kompetenz die Unabhängigkeit aufgebaut hat, wird man eine Leidenschaft für seine Arbeit entwickeln und dieser mit großer Freude nachgehen, da man in ihr einen höheren Sinn gefunden hat. Man muss erstmal in etwas gut sein, bevor man einen guten Job erwarten kann. Nicht umgekehrt.

Leidenschaft hält dich von deinem Potential ab

Wenn wir nur Sachen machen für die wir eine Leidenschaft hegen, dann besteht die Gefahr, dass wir anmaßend und selbstgefällig werden. Einmal an diesem Punkt angekommen, sind wir davon überzeugt, dass gewisse Arbeiten unter unserem Niveau liegen und von anderen Leuten erledigt werden sollten. Wir sind nicht mehr bereit die emotionale Arbeit zu leisten. Emotionale Arbeit zu leisten ist jedoch immens wichtig. Nur durch emotionale Arbeit (z.B. unangenehme Gespräche führen, die anderen Leuten zu blöd erscheinen, um sie selbst zu erledigen) beschäftigen wir uns mit allen Aspekten unserer Arbeit und werden zu einem absoluten Experten auf unserem Gebiet. Und noch viel wichtiger: man wird zu einer beliebten Anlaufstelle für Kollegen, Vorgesetzte und Mitarbeiter.

Nur so können wir unser volles Potential ausschöpfen. Wenn wir uns zu sehr auf unsere Leidenschaft konzentrieren, auf das was die Welt uns bieten kann, anstatt auf das was wir der Welt bieten können, werden wir immer hinter unseren Möglichkeiten zurückbleiben.

Finde deine Bestimmung und Bedeutung

Wie kann man jetzt also an den Punkt kommen, an dem man großartige Arbeit abliefert und dadurch ultimativ glücklich und erfüllt wird?

Anstatt sich auf Dinge zu konzentrieren für die man Leidenschaft hegt, kann man sich folgende Fragen stellen:

Womit kann ich etwas Bedeutendes leisten, dass anderen Menschen einen Nutzen bringt, glücklich macht oder sie einfach nur unterhält?

Welche Sache ist für mich so bedeutend, dass ich es anderen Menschen unbedingt sagen, zeigen oder sonst irgendwie vermitteln muss, weil ich davon überzeugt bin, dass es einen Nutzen bringt oder Mehrwert schafft?

Welche Fähigkeiten oder Talente habe ich, die sich weiter vertiefen und zu einem einzigartigen Skillset kombinieren lassen, die niemand anderes besitzt und wie kann ich diese nutzbringend einsetzen?

Wenn dich das Leben fragen würde was der Sinn deines Lebens ist, was würdest du dann antworten?

Um diese Frage beantworten zu können, musst du wissen was dein spezieller Sinn des Lebens ist. Du kannst dem Leben diese Frage nur durch deine Taten beantworten. Indem du Verantwortung für deine Taten und dein Leben übernimmst.

Mit dieser Lebensphilosophie werden wir uns vielleicht nicht nur immer mit Dingen beschäftigen für die wir vor Leidenschaft sprühen, aber wir werden wertvolle und nützliche Erfahrungen sammeln, die uns als Person wachsen lassen. Das ist die einzige Möglichkeit wirklich etwas zur Gesellschaft beizutragen. Und nur wenn wir einen echten Mehrwert für die Gesellschaft schaffen wird uns diese dafür entlohnen.

Auf welche Weise auch immer.

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Du hast keinen Mentor? Ich kenne einen Trick

Alle Welt spricht davon, dass man einen Mentor braucht, wenn man es auf einem Gebiet zur Meisterschaft bringen will. Das ist einer der meist gegebenen Tipps im Bereich „Erfolg“, der meiner Meinung auch wirklich sinnvoll ist.

Wenn man eine bestimmte Sache – schreiben, filmen, zeichnen, öffentliche Reden halten, ein Business gründen, ein erfülltes Leben führen – lernen will, dann geht es am schnellsten wenn man sich von jemandem unterrichten lässt der bereits ein Meister in dem Gebiet ist in dem man es selber zur Meisterschaft bringen will. Das macht gleich mehrfach Sinn.

Vorteile eines Mentors

Der Mentor kann dir zum einen beibringen auf welche Techniken und Dinge du dich konzentrieren sollst um schnellstmöglich zum gewünschten Erfolg zu kommen. Gerade am Anfang weiß man nicht so recht wo man anfangen soll und die Tipps die man in seinem Metier im Internet so zu lesen bekommt sind meist noch vielfältiger. Entweder wird man so verwirrt, dass man erst gar nicht anfängt oder man fängt zwar an, springt dann aber wie ein Kaninchen auf der Flucht vor dem Fuchs wild von einem Thema zum nächsten. Das demotiviert einen so schnell, dass man es gar nicht schafft auf ein Level zu kommen, wo es erst richtig anfängt spannend zu werden. Das ist nicht nur sehr schade für dich persönlich, sondern auch für alle anderen die dann der Kunst beraubt werden, welche du hervorbringen könntest.

Never ask advice of someone with whom you wouldn’t want to trade places“ – Darren Hardy

Zum anderen bewahrt dich ein Mentor davor die typischen Anfängerfehler zu machen. Er hat die Erfahrung in jahrelanger Arbeit selbst gemacht (oder von seinem Mentor gelernt). Er kann dir diese  kostbare Zeit ersparen und dich in wenigen Jahren dahin bringen, wofür du alleine 20 Jahre gebraucht hättest. Das ist quasi so, als würdest du durch ein Wurmloch in die Zukunft reisen. Du ersparst dir viele Jahre deines Lebens in denen du deine Kunst weiter verfeinern und auf Stufen bringen kannst von denen selbst dein Mentor träumt oder andere und neue Dinge lernen kannst. Du lebst länger, weil dein Mentor dich schneller leben lässt.

Fehler die man durch einen Mentor vermeiden kann müssen aber nicht immer unbedingt Erfahrungen sein, die man vermeidet. Viele Sachen sind beim Erlernen einer neuen Fähigkeit sinnvoll, aber die Reihenfolge spielt eine genauso wichtige Rolle. Dein Mentor kann dir die benötigten Skills in der richtigen Reihenfolge beibringen und so ebenfalls für eine immense Verkürzung deines Lernprozesses sorgen.

Großmeister im Schach bringen Neulingen z.B. nicht als erstes mögliche Eröffnungszüge mit Bauern und einem vollen Spielbrett bei, sondern wie man spielt wenn beide Spieler nur noch den König und einen Bauern haben. Das überfordert die Neulinge nicht mit zunächst unnötigen Details, sondern bringt ihnen ein tieferes Verständnis des Kerns vom Spiel.

Wie du also siehst, macht es sehr viel Sinn dir einen Mentor zu suchen und ihn zu beknien dich aufzunehmen und zu unterrichten, wenn du es mit einer Sache richtig ernst meinst. Viele Leute haben aber das Problem, dass sie in ihrem Umfeld niemanden kennen der zufällig ein Meister auf dem Gebiet der Kunst ist, das man sich ausgesucht hat.

Der Trick

Zum Glück für dich gibt es einen kleinen Trick den du anwenden kannst, der wie folgt geht:

Suche dir auf deinem Gebiet einen Mentor aus, der ausgewiesener Experte ist. Jeder Experte hat meistens Bücher oder andere Formen von zusammengestelltem Wissen veröffentlicht (Artikel, Videos, etc.). Besorge dir zunächst das Einsteigerwerk und lese bzw. arbeite es durch. Expertise alleine reicht aber noch nicht. Wenn du jemanden gefunden hast, stelle etwas Hintergrundrecherche über ihn an. Wer ist er, wie lebt er? Versuche so viel wie möglich über ihn herauszufinden. Mache dir ein Bild von ihm (oder ihr). Kannst du dich mit dieser Person identifizieren? Würdest du gerne so leben wie diese Person? Wenn ja, dann gehe den nächsten Schritt und besorge dir ALLES was er oder sie jemals veröffentlicht hat. Lese jedes Buch, schaue jedes Video, jeden Film, höre alle Reden, Interviews und Podcasts. Versuche so gut wie es geht in den Geist deines neu erkorenen Mentors einzudringen und seine Art zu denken so gut wie möglich zu verstehen.

Dieses Wissen um die Denk- und Lebensweise deines neuen Mentors muss dich fortan bei jeder Entscheidung begleiten, egal ob im Privat- oder Berufsleben.

Wenn du vor einer schwierigen Entscheidung stehst und nicht sicher bist, welches die für dich beste Lösung ist, mache Folgendes. Stelle dir vor du kennst deinen Mentor persönlich. Stell dir weiter vor, dass du ihn auf einen Kaffee eingeladen hast, weil du seinen Rat brauchst. Ihr sitzt gemütlich über einen schönen Tasse heißen Kaffees und du erzählst deinem Mentor von deiner Zwickmühle. Mit all den möglichen Entscheidungswegen und den jeweiligen Vor- und Nachteilen. Jetzt lasse den Mentor in deiner Phantasie einfach auf deine Fragen antworten. Du hast dir soviel Wissen über deinen Mentor angeeignet, dass du dir auch einen Gutteil seiner Art zu denken und Probleme anzugehen einverleibt hast.

Am besten funktioniert diese Methode für mich, wenn ich das Ganze schriftlich in einer Art Journal  Eintrag mache. Je realistischer ich die Szenerie beschreibe, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass ich während des Schreibprozesses zu erstaunlichen Einsichten gelange. Wenn ich meine Mentoren sprechen lasse, dann bekomme ich manchmal einen Rat, der mich selbst verwundert, obwohl ich ihn ja offensichtlich die Ganze Zeit in mir gehabt habe.

Der Trick besteht darin, dass man sich emotional von seinem Problem löst und dieses aus den Augen eines Außenstehenden betrachtet. Je mehr du über diesen Außenstehenden (den Mentor) weißt, desto höher die Erfolgswahrscheinlichkeit auf einen guten Rat. Wenn dieser Mentor auch noch genau das erreicht hat, was du auch erreichen willst, umso besser.

Dieses kleine Gedankenexperiment ist natürlich nicht so gut, wie das originale Mentoring. Am besten wäre es natürlich wenn man seine Vorbilder oder Leute die das Ganze auch erreicht haben, ohne (mehr oder weniger) in der Öffentlichkeit zu stehen, persönlich kennen würde und um Rat fragen könnte. Da das aber leider vielen von uns, in der aktuellen Lage in der man sich befindet (meist zu Beginn seiner Unternehmungen) nicht möglich ist, empfinde ich diesen kleinen Trick als hilfreichen ersten Start.

Viele Spaß beim „herumspinnen“.

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Wenn du dich dazu entschlossen hast, dein Leben selbst in die Hand zu nehmen, und dich von der Hürde eines fehlenden Mentors nicht abbringen lässt, dann starte JETZT mit dem Manifest zum Leben.

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Die Macht der Gewohnheiten

Wieso tun wir das was wir tun?

Diese Frage stellen sich Menschen wahrscheinlich schon seit Anbeginn der Zeit.

Tun wir Sachen weil wir glauben, dass wir sie bewusst tun wollen? Auf einige Tätigkeiten trifft das mit Sicherheit zu. Wenn wir uns dafür entscheiden Currywurst mit Pommes zu essen, anstatt den Salat, ist das sicherlich eine bewusste Entscheidung. Dass wir überhaupt etwas essen wollen hängt eher von unseren Trieben ab – dass wir nämlich Nahrung brauchen um zu überleben.

Gewohnheiten bestimmen dein Leben

Die Triebfedern hinter vielen Entscheidungen die wir im Leben treffen sind unbewusst. Die meisten Entscheidungen die wir im alltäglichen Leben treffen, sind keine Entscheidungen im klassischen Sinne. Wir scheiden uns nicht bewusst von Optionen, um eine einzige zu wählen. Wir machen uns meist etwas vor, wenn wir wirklich glauben, dass unser aktives Bewusstsein diese Option gewählt hat. Die meisten Entscheidungen die wir treffen sind Konsequenzen aus unseren Gewohnheiten.

Tun wir also vielleicht bestimmte Dinge nicht, weil wir sie tun wollen, sondern weil unsere Gewohnheiten dafür sorgen, dass wir sie tun?

Wenn wir nach einem langen Arbeitstag nach Hause kommen und uns selbst vor die Wahl stellen, ob wir die Jogging Schuhe schnüren oder doch lieber auf der Couch unsere Lieblingsserie auf Netflix „binge-watchen“ wird höchstwahrscheinlich unsere bis dato eingefahrene Gewohnheit obsiegen. Als kleine Randnotiz: Wenn wir die Wahl zwischen einer „harten“ und einer „leichten“ Sache haben, dann sollten wir immer die „harte“ Sache bevorzugen. Die „leichte“ Option haben wir uns selbst sowieso nur gegeben, damit wir eine Wahlmöglichkeit haben. Aber eigentlich ist es die „harte“ Sache, die wir tun müssen. Im  obigen Beispiel führt an dem Joggen also kein Weg vorbei. Die Wahlmöglichkeit mit Couch+Netflix geben wir uns selber nur als Fluchtmöglichkeit davor unsere Gesundheit zu pflegen, was generell ein nicht leichtes Unterfangen ist.

Gewohnheit vs. Willenskraft

Wenn wir uns das Joggen nach der Arbeit also nicht zur Gewohnheit gemacht haben, werden wir uns immer für die Couch entscheiden. Die einzigen Ausnahmen sind, wenn wir noch genug Willenskraft haben. Das mit der Willenskraft ist aber so eine heikle und labile Sache, wie ich bereits in einem früheren Artikel erwähnt habe. Wenn du an dem Tag viele Entscheidungen auf der Arbeit treffen musstest, dann ist deine Willenskraft-Batterie leer und somit ist nicht genug „Saft“ da, um dich aktiv für das Joggen zu entscheiden. Vielleicht musstest du auch Überstunden schieben, weil dein Chef auf den letzter Drücker unbedingt noch eine wichtige Sache erledigt haben will. Vielleicht hattest auf der Arbeit auch einfach nur einen Disput mit einem Kollegen, der dich emotional mitgenommen hat. All diese Faktoren werden dafür sorgen, dass die Wahl zwischen Joggen und Couch jeden Tag auf’s neue ein Kampf wird. Und je öfter die Couch diesen Kampf gewinnt, desto schwieriger wird es auch in Zukunft für das Laufen die Oberhand zu gewinnen.

Wenn du dich jetzt aber bewusst dafür entschieden hast, einen gesunden und aktiven Lifestyle zu leben – vielleicht willst du ja 100 Jahre alt werden? – willst du in diesem Bereich ein selbstbestimmtes Leben zu deinen Bedingungen leben. Du kannst deine Psychologie dafür benutzen dir zu helfen. Das Laufen muss zu deiner Gewohnheit werden.

Gewohnheiten erkennen

Bevor du eine neue Gewohnheit installieren und zu deinem Vorteil nutzen kannst, musst du diese vorher erkennen. Es kann sein, dass du in gewissen Lebensbereichen aus dem Nichts eine völlig neue Gewohnheit erschaffen kannst. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass du mit der neuen Gewohnheit eine alte, bereits existierende, ablöst.

  1. Gewohnheit bewusst machen

Wenn man neue Gewohnheiten einsetzen möchte, muss man zuallererst alte Gewohnheiten erkennen. Gewohnheiten werden, wie der Name schon sagt, gewohnheitsmäßig, also in einer gewissen Regelmäßigkeit ausgeführt. Wenn wir jetzt z.B. feststellen, dass wir jeden Tag nach der Arbeit auf die Couch plumpsen und den Fernseher einschalten oder das Smartphone zücken und stundenlang durch unseren Social Media Feed scrollen, dann handelt es sich mit ziemlicher Sicherheit um eine Gewohnheit. Wenn wir uns das bewusst gemacht und vergegenwärtigt haben, ist der wichtigste Schritt schon getan. Wir können eine Gewohnheit nur ablegen oder durch eine neue ersetzen, wenn wir sie als solche erkennen.

  1. Auslöser erkennen

Gewohnheiten werden durch einen „Trigger“ ausgelöst. Bleiben wir bei dem obigen Beispiel des nach Hause Kommens. Was kann der Auslöser für die Gewohnheit sein, die dann dafür sorgt, dass wir tun was wir zu tun pflegen? Oft ist es ganz einfach der Akt des nach Hause Kommens selber. Schlüssel ins Türschloss. Tür auf. Durchgehen. Tür zu. Schuhe aus, Jacke aus, Tasche in die Ecke schmeißen. KLICK, SWUSH. Das war’s schon. Der Auslöser dafür, dass wir zuerst in die Küche gehen, Kühlschrank auf, Getränk oder Essen raus, weiter auf die Couch, Smartphone in die Hand. Facebook App öffnen. ENDE.

Der Auslöser könnte aber auch die Fernbedienung sein, die in voller Pracht und sofort sichtbar auf der Couch liegt. Sobald du das Wohnzimmer betrittst, siehst du die Fernbedienung und denkst dir, dass jetzt eine kleine Ablenkung und Pause nach dem langen Arbeitstag ganz gut täte. KLICK, SWUSH. Fernbedienung in die Hand. Auf die Couch gesetzt, Fernseher an, das automatische, gedankenlose Zapping-Programm wird ausgespielt. ENDE.

Den Auslöser für deine Gewohnheiten zu finden ist gar nicht so einfach und Bedarf einer bewussten Analyse. Wenn man der Gewohnheit, die man ganz gerne ablegen möchte, auf die Spur kommen will, muss man seine Handlungen mit Achtsamkeit und Bedacht angehen.

  1. Neue Routine

Nach dem Auslöser folgt die Routine. Wenn man seinen Auslöser gefunden hat, kann man die alte Routine durch eine neue ersetzen. Wenn in unserem Musterbeispiel das nach Hause Kommen selber der Auslöser ist, dann ist die alte Routine das gedankenlose Konsumieren von Medien. Die neue Wunschroutine wäre dann das Laufen. Man kann sich die Entscheidung für das Joggen gerade am Anfang dadurch vereinfachen, dass man die Laufschuhe am Vorabend neben die Eingangstür bereitstellt. Damit ist sichergestellt, dass ich am nächsten Tag nach dem Heimkommen, als aller erstes die Schuhe zu Gesicht bekomme und gleich daran denken muss, dass ich laufen gehen werde. Eigentlich ist es keine Entscheidung. Es ist ein Muss. Es gibt keine Alternative. Keine Optionen zum Wählen. Laufen oder Nichts.

  1. Belohnung

Nach der Routine folgt als letzter Schritt die Belohnung. Gewohnheiten werden abgespult, weil am Ende eine Belohnung auf uns wartet. Wenn wir das Mittelstück der Gewohnheit, die Routine, ändern, so müssen wir die Belohnung beibehalten. Wenn die Belohnung in der alten Routine des Fernsehglotzens darin bestand, dass wir unseren Bewusstseinsstrom abschalten und relaxen konnten, so muss die neue Belohnung ähnlich gestaltet sein. Der Akt des Laufens an sich kann schon eine Art der Belohnung sein. Wenn wir laufen, lassen wir unseren Gedanken in der Regel freien Lauf. Die rhythmische, ständig wiederkehrende Bewegung kann uns in einen Zustand des Flows versetzen, in dem unsere Gedanken in ganz andere Sphären vordringen. Manchmal schaltet man einfach nur ab und schüttelt den Stress des Arbeitstages ab. Manchmal verknüpft man in seinem Kopf zwei lose, scheinbar voneinander unabhängige Gedanken zu einer neuen Erkenntnis. Und manchmal findet man die Lösung für ein Problem das man schon lange im Kopf wälzt.

Wem das Laufen an sich keine aussichtsreiche Belohnung ist, der kann sich auch andere Anreize schaffen. Du könntest dir z.B. nach dem Laufen einen leckeren und gesunden Früchte Smoothie gönnen. Oder eben eine Folge deiner Lieblingsserie.

Gewohnheit etablieren

Erst wenn du diese drei Stufen der Gewohnheit – Auslöser, Routine, Belohnung – oft genug ausführst, wird sich mit der Zeit eine wirkliche Gewohnheit ausbilden. Darüber wie oft dieser Ablauf durchgeführt werden muss gibt es verschiedene Studien und Erkenntnisse. Die Wahrheit müsste demnach irgendwo zwischen 21 und 66 mal liegen. 66 mal hört sich jetzt vielleicht viel an, aber wenn du es schaffst von Montag bis Freitag fünf mal die Woche laufen zu gehen, dann sind das 13 Wochen, also gerade mal drei Monate. Was sind schon drei Monate im Vergleich zum Rest deines Lebens, wenn du es schaffst eine gute, erhebende und lebensverbessernde Gewohnheit einzuführen?

Schlussfolgerung

Wenn du in deinem Leben also etwas verändern willst oder dir vorgenommen hast in einem gewissen Bereich deine Ziele wirklich zu erreichen – egal ob in Job, Liebe, Finanzen, Emotionen, Mentalität oder Spiritualität – wirst du um das Werkzeug der Gewohnheit nicht drum herum kommen. Vergiss Willenskraft. Wenn du dir bewusst gemacht hast, was du im Leben willst, dann gestalte dein Leben und dein Umfeld so, dass das Erreichen deiner Ziele unvermeidlich wird.

Circumstances do not make the man, they reveal him“ – James Allen

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Die 5 Schritte mit denen Du dein Leben endlich selbst in die Hand nimmst

Es ist schwer heutzutage sein Leben zu seinen eigenen Bedingungen zu leben. Es geht schon damit los, dass die erste Handlung nach dem Aufstehen darin besteht, sein Smartphone nach neuen Social Media Feeds zu checken – Facebook, Instagram, Snapchat, News Feeds. Damit starten wir unseren Tag nach der Agenda anderer Leute. Wir machen uns das gar nicht wirklich bewusst, aber in dem wir die erste, kostbare Zeit nach dem Aufwachen der Agenda anderer Leute widmen, bringen wir uns für den Rest des Tages in einen passiven, reaktiven Zustand.

Unser Gehirn verarbeitet Nachts, während wir schlafen, die Eindrücke und das Gelernte des Vortages. Meist sammeln wir viele unterschiedliche Eindrücke und lernen nicht nur eine, sondern mehrere, unterschiedliche Sachen. Diese stellen dann meistens viele „lose Enden“ in unserem Gehirn dar, die zunächst augenscheinlich nichts miteinander zu tun haben. Nachts jedoch sortiert unser Gehirn diese Eindrücke und versucht sie mit all den anderen Eindrücken abzugleichen oder in Verbindung zu bringen.

Wenn wir jetzt morgens aufwachen, sollten wir die ersten 30-60 Minuten des Tages uns und unseren Gedanken widmen. Die jetzt verarbeiteten Eindrücke des Vortages liegen noch in unserem Unterbewusstsein und sind noch nicht greifbar. Das heißt konkret, dass die losen Enden immer noch lose sind, wenn überhaupt nur durch einen seidenen Faden miteinander verbunden. Das Gehirn versucht die während des Schlafes im Unterbewusstsein verarbeiteten Daten ins Bewusstsein zu bringen. Wenn wir jetzt aber passiv konsumieren, unterdrücken wir diesen Vorgang. Wenn wir die Reflektion am Morgen nach dem Aufstehen auslassen, werden wir die losen Enden nicht fest miteinander verbinden können und werden auch zu keinen neuen, lebensverändernden Erkenntnissen kommen.

Um den Tag richtig zu starten, um proaktiv seine eigene Agenda und Ziele verfolgen zu können, ist es daher essentiell die ersten 30 bis 60 Minuten des Tages mit reflektierenden, erhebenden Dingen zu verbringen. Beispiele für solche Aktivitäten sind Meditation, einen Eintrag in dein Journal zu schreiben, leichte sportliche Aktivität, wie etwas Gymnastik oder einfach nur in Ruhe zu Frühstücken und darüber nachzudenken wie man seinen Tag gestalten möchte und was für den heutigen Tag deine persönliche Prio 1 ist, die dich deinem Lebensziel oder Traum näher bringt.

Wenn du diese kleinen, aber sehr wichtigen Dinge am Morgen bereits beachtest, bist du 90% deiner Mitmenschen voraus.

Aber du kannst noch viel mehr tun, um dein Leben ultimativ zu deinen Bedingungen zu leben.

Die 5 Schritte zur Selbstbestimmung

Wenn es dein Ziel ist, dein Leben selbst in die Hand zu nehmen und trotz der vielen Ablenkungen der heutigen Zeit, selbstbestimmt über deine Zeit zu verfügen, dann kannst du das mit folgenden Schritten realisieren.

  1. Schritt: Mache dir bewusst was du wirklich willst

Man kann heutzutage schnell seinen Fokus verlieren und sich zerstreuen. Das Problem dabei ist, dass man dann auch seine eigentlichen Ziele aus den Augen verliert. Mann kann in der Regel nicht alles gleichzeitig haben und in allen Lebensbereichen seinen Hauptfokus setzen. Mann muss Entscheidungen treffen (sich von Wegen scheiden und bewusst Türen zumachen) und sich diesen voll und ganz verschreiben. Wenn du z.B. unbedingt ein Musikinstrument beherrschen willst, dann musst du dir das auch mit allen Konsequenzen bewusst machen. Das bedeutet, dass du deinen Alltag so arrangieren musst, dass dieser es zulässt, dass du mehrere Stunden täglich übst. Wenn du unbedingt nebenbei ein Geschäft eröffnen möchtest, in welchem du deiner Leidenschaft und deiner Kreativität nachgehen willst oder dich mit einer Dienstleistung oder einem Produkt selbstständig machen willst, dann musst du dir das bewusst machen und dich dazu entscheiden und verpflichten.

  1. Schritt: Baue inneren Druck auf

Bleiben wir bei dem Beispiel, dass du deine Kreativität ausleben willst, dass du dein Leben so gestalten willst, dass es zu dir und deiner Person passt. Wenn du wie im 1. Schritt beschrieben, diese Entscheidung getroffen hast, dann musst du im 2. Schritt inneren Druck aufbauen. Das geht am besten, wenn du die beiden Emotionen Schmerz und Freude benutzt. Verbinde Schmerz mit deinem bisherigen Alltag, in dem es keinen Platz für deine kreative Seite gab, in dem du deine Zeit allen möglichen Menschen geschenkt hast, nur nicht dir selber und deinem Traum. Am besten stellst du dir bildlich unter Hinzunahme von allen möglichen, negativen Emotionen vor, was passiert, wenn du diesen Lebensstil und diesen Alltag weiter lebst. Wo wird dich dieses Leben in 10, 20, 30 Jahren hinbringen? Wer wirst du sein und was wirst du mit deinem Leben gemacht haben, wenn du weiterhin die Wünsche aller Leute erfüllst und bereitwillig für sie arbeitest, dich selbst und deine Wünsche jedoch nicht verwirklichst? Wird es ein erfülltes Leben sein? Wirst du zurückblicken können und dir in 30 Jahren sagen „Oh ja, das war ein Leben voller Sinn und Erfüllung. Ich habe mich selbst verwirklicht und gleichzeitig etwas Gutes zur Gesellschaft beigetragen.“

Wenn dem nicht so ist, dann musst du so großen inneren Druck aufbauen, dass es dich regelrecht körperlich schmerzt, nicht JETZT sofort damit anzufangen dein Leben umzugestalten.

Schmerz ist ein sehr großer Treiber und Motivator. Du solltest aber auch gleichzeitig Freude mit dem Gedanken an deinen neuen Lebensstil verknüpfen. Stelle dir in allen Details und Farben vor, wer du alles sein könntest, wenn du deiner Kreativität freien Lauf lässt. Träume ruhig groß und ohne dich selbst zu zensieren oder auszubremsen. Was deiner Meinung nach möglich oder realistisch ist, sollte völlig ausgeblendet werden. Es spielt überhaupt keine Rolle. Du kannst gar nicht wissen was alles möglich oder realistisch ist. Du musst immense Freude damit verbinden, dein Leben so einzurichten, dass du einer erfüllenden Tätigkeit nachgehst, dass du emotionale Arbeit leistest, die nicht nur dir von Vorteil ist, sondern die auch zum Allgemeinwohl beiträgt. Träume dir dein Wunschleben. Male dir aus, wer du in 10 Jahren sein könntest. Spüre bereits die Freude dort angekommen zu sein. Tue so, als ob du bereits alles erreichst hättest und es jetzt in diesem Augenblick genießt.

  1. Durchbreche alte Muster

Wenn du dir ausreichend inneren Druck mit Hilfe der beiden starken Emotionen Schmerz und Freude aufgebaut hast, musst du die alten, einengenden Muster durchbrechen und ablegen.

Damit meine ich zum Einen die Verhaltensmuster, welche deinen Alltag bestimmen. Wenn du bisher nach deinem Feierabend zuallererst aufs Sofa gegangen bist und erstmal 30 Minuten lang deinen Facebook Feed gecheckt hast, dann wird dich dieses Verhalten nicht gerade deinen erklärten Zielen näher bringen. Das sind Gewohnheiten die dich da hin gebracht haben, wo du gerade bist, dich aber nicht dahin bringen können, wo du hin willst.

Es gibt eine Definition von Verrücktheit: „Immer wieder die gleichen Dinge tun und unterschiedliche Ergebnisse erwarten“.

Wenn du also ein anderes Leben willst, als dein aktuelles, dann musst du auch andere Dinge tun, wie bisher. Erkenne die Auslöser, welche dazu führen, dass du in alte, unproduktive Muster verfällst und du kannst diese unterbrechen. Wenn du von der Arbeit nach Hause kommst und als erstes zum Smartphone greifst um Benachrichtigungen und Feeds zu checken, dann muss das der Auslöser sein, der bei dir die Warnlampen anspringen lässt. Gebe nicht dieser Versuchung nach. Mache dir auch nicht vor, dass du ja „nur mal eben kurz“ für 2 Minuten reinschauen willst. Facebook, Google und Co. sind Meister darin, deine Aufmerksamkeit bei sich zu behalten, da sie davon leben. Aus den 2 Minuten werden immer deutlich mehr. Verschwende diese Zeit nicht. Rufe dir kurz nochmal die aus Schritt 2 mit Schmerz und Freude beladenen Visionen und Vorstellungen in den Kopf. Mache dich sofort daran, deine Vision und deinen Lebenstraum zu verfolgen. Beschütze die Zeit dafür. Es geht schließlich um dein Leben! Arbeite für dich!

Auf der anderen Seite gibt es noch Gedankenmuster, die ebenfalls durchbrochen und abgelegt werden sollten. Nachdem man die Übung aus Schritt 2 gemacht hat, ist man meist voller Euphorie und Tatendrang. Man legt sofort los und hat ein gutes Gefühl. Doch nach ein, zwei oder ein paar Tagen, verblassen diese Emotionen und die alten Zweifel und negativen Fragen kehren wieder zurück. Genau das sind die einengenden Gedankenmuster, die wir ablegen wollen.

Am besten gelingt uns das Durchbrechen der Gedankenmuster, wenn wir unsere Gefühle durcheinander würfeln. Wenn uns deprimierende Gedanken und Zweifel überkommen, dann müssen wir das sofort unterbinden. Wir Menschen sind holistische Wesen. Wenn unser Geist durch unsere eigenen, negativen Emotionen heruntergezogen wird, dann können wir unseren Körper dazu benutzen unseren Geist wieder in die richtige, positive Spur zu bringen. Jedesmal wenn wir Gefahr laufen einer negativen Emotion zu erliegen, müssen wir sofort handeln. Lache! Lache wie verrückt. Einfach so. Keiner sagt, dass du das in aller Öffentlichkeit machen musst, so dass andere dich für einen verrückten Spinner halten können. Fake dein Lachen solange zu Hause vor deinem Spiegel, bis du merkst, dass es zu einem echten Lachen übergeht. Manchmal hat man dabei das Gefühl, dass es in hysterisches Gelächter übergeht, aber genau das ist gut. Damit begeben wir uns in einen emotional erhobenen Zustand. Aus diesem high heraus können wir viel besser entscheiden und uns aus den alten Denkmustern befreien.

Wenn du nicht aus vollem Hals lachen willst oder dich in der Öffentlichkeit befindest, dann lächle. Grinse bis über beide Ohren. Schon eine Minute grinsen reicht aus, um zu merken wie sich die Physiologie deines Körpers verändert. Dein Körper fängt tatsächlich an positive Hormone auszuschütten. Du wirst förmlich merken wie du wieder gute Laune bekommst und dich voller Tatendrang auf deine Projekte stürzen kannst.

Du kannst deinen Körper auch auf andere Weise dazu benutzen, dir positive, erhebende Emotionen zu verschaffen. Mache Sport. Du kannst entweder Laufen gehen, ins Fitnessstudio oder deiner sonstigen, bevorzugten Sportart nachgehen. Es reicht aber auch oft eine kurze, schnelle Gymnastikeinheit einzulegen. Mache ein paar Hampelmänner, springe wie verrückt herum, ein paar Kniebeuge, gefolgt von ein paar Liegestützen, benutze den Schwung deiner Arme wie Ausleger um deinen Unter- und Oberkörper gegeneinander zu verdrehen und mache davon einige Wiederholungen. Komme außer Atem. Du wirst sofort merken, wie diese paar Minuten oder gar Sekunden helfen dich in einen anderen emotionalen Zustand zu versetzen. Aus dieser positiven Stimmung heraus wird es dir gleich viel leichter fallen, dich deinen Vorhaben zu widmen und sofort mit ihnen anzufangen, anstatt zu prokrastinieren (Aufschieberitis).

  1. Entwickle eine Alternative

Wenn du jetzt wie im dritten Schritt deine alten, einengenden Handels- und Gedankenmuster durchbrochen und abgelegt hast, musst du diese durch neue, erhebende und kraftvolle Alternativen ersetzen.

Wenn es z.B. dein altes Verhalten war deine Zeit mit Facebook Feeds zu verschwenden, du dieses Verhalten aber erfolgreich entdecken und unterbinden kannst, dann musst du es durch ein neues Verhalten ersetzen. Du kannst dich z.B. sofort deiner Arbeit widmen, welche deine Kreativität fördert oder dein Geschäft aufbaut, so dass du an dem Leben baust, welches du dir schon immer erträumt hast. Du kannst aber auch erhebende Literatur lesen. Es gibt da draußen jede Menge gute Bücher, die deine Kreativität fördern und dir neue Einsichten liefern, die du für dein Leben benutzen kannst. Mit Autoren wie Steven Covey, Seth Godin, Tony Robbins (der diesen Artikel inspiriert hat), Tim Ferris, Ryan Holiday, Steven Pressfield, Dale Carnegie, Napoleon Hill oder Robert Greene kann man nichts falsch machen. Sie schreiben erhebende Bücher, die einen dazu inspirieren über sein Leben nachzudenken und die Dinge anzufangen, die man schon lange ignoriert oder aufgeschoben hat. Aber auch unter den Bloggern kann man sich viel Inspiration und erhebende Texte abholen (so wie hoffentlich dieser).

Man muss diese Aktivität jedoch mit etwas Vorsicht genießen. Das Lesen von Büchern und Blog Artikeln, soll uns Inspiration verschaffen, uns auf neue Denkansätze bringen und uns bei unseren Problemen helfen. Es darf jedoch nicht dazu führen, dass wir damit eine neue Sucht entwickeln und jeden Tag stundenlang mit lesen von Büchern und erhebenden Artikeln verbringen. Wir sollten eine sinnvolle Grenze finden, so dass wir den positiven Schwung der Texte zwar mitnehmen, aber nicht in ausufernden Input verfallen, ohne Output zu generieren. Wir müssen immer noch unser übergeordnetes Ziel im Auge behalten – unser Leben so umzugestalten, dass wir unsere Ziele verfolgen. Und diese werden immer durch Taten, das beherzte Handeln erreicht.

  1. Festige das neue Muster

Damit die ersten vier Schritte sich fest verankern und zu einer Gewohnheit werden, müssen diese möglichst oft wiederholt werden. Wenn wir nur ab und zu unsere alten Muster durchbrechen und durch neue, verstärkende Muster ersetzen, wird diese Handlung irgendwann abklingen und nie zu einer Gewohnheit werden. So werden wir keine wahre Veränderung herbeiführen und uns irgendwann nach Monaten auf einmal fragen, wie es passieren konnte, dass wir mit unserem Vorhaben immer noch keinen Schritt weitergekommen sind.

Am besten ist es, wenn man die in Schritt 4 neu eingeführte alternative Verhaltensweise immer wieder mit großer emotionaler Intensität ausführt. Unser Gehirn kann nicht unterscheiden zwischen realen Situationen und solchen, die wir uns lebhaft in allen Details vorstellen. Deshalb funktioniert auch die Methode der Autosuggestion. Ein essentieller Punkt bei der Einführung einer neuen Gewohnheit ist die Belohnung. Wenn wir wollen, dass unsere neue Verhaltensweise zu einer echten Gewohnheit wird, die wir automatisch ausführen, ohne dafür Willenskraft aufzuwenden, dann müssen wir uns auch bei jedem erfolgreichen Einsatz belohnen. Wenn wir mit der Belohnung erst darauf warten, bis wir unser Ziel erreicht haben, bis wir endlich unser Leben nach unseren Wünschen umgestaltet haben, ist die Chance, dass wir gar nicht erst so weit kommen, sehr groß. Die Belohnung kann in Form eines guten, gesunden und leckeren Essens sein, dass wir uns für unsere Arbeit gönnen. Es kann eine Folge unserer Lieblingsserie am Abend sein, es kann ein gutes Buch sein oder ein schönes Bad. Solange die Belohnung nicht im krassen Gegensatz zu unserem Hauptziel und unseren Nebenzielen steht (gesunder, fiter Körper, gute Beziehungen, stabile Finananzen, etc.), sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Jedes Verhaltens- und Gedankenmuster welches wir bekräftigen, wird verstärkt und somit zu einer automatischen Gewohnheit. Wenn wir diesen letzten Schritt auslassen, laufen wir Gefahr wieder in alte Muster zu verfallen.

Zusammenfassung

Mit den 5 Schritten zur Selbstbestimmung kannst du dein Leben selbst in die Hand nehmen und es zu deinen Bedingungen leben. Du kannst endlich die kreativen Projekte anpacken, die du schon immer durchziehen wolltest, aber dir bisher eingeredet hast, dass du es aus welchen Gründen auch immer nicht schaffst. Egal ob es um eine neue Fertigkeit geht, die du lernen willst, oder ob du eine bereits existierende Fertigkeit oder Interesse dazu nutzen willst dich nebenbei oder hauptberuflich selbstständig zu machen. Jede Veränderung beginnt mit dem ersten Schritt, sich klar zu machen was du genau willst. Als nächstes solltest du den nötigen inneren Druck aufbauen, um deine Träumen zu verwirklichen. Du musst Schmerzen mit der alten Verhaltensweise und immense Freude mit der neuen Verhaltensweise verknüpfen. Im dritten Schritt durchbrichst du die alten Verhaltens- und Denkmuster und ersetzt sie im vierten Schritt durch neue, kraftvolle Alternativen. Im fünften und letzten Schritt musst du die neuen, erhebenden Muster verstärken, damit sie sich in dein Gehirn brennen und zu einer Gewohnheit werden.

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Wie Du andere dazu bringst das zu tun was Du willst

Oder die Regel des Social Proof

Wenn wir uns in einer Situation befinden, die uns fremd ist und in der wir uns unsicher fühlen, dann tendieren wir dazu uns an unserer Umgebung zu orientieren. Wir halten Ausschau nach anderen Menschen in unserer unmittelbaren Umgebung. Wir schauen was diese Menschen machen und ahmen sie dann unbewusst nach.

Dieses Phänomen wird „Social Proof“ genannt.

Wenn wir nicht wissen wie wir uns verhalten sollen, dann holen wir uns die Bestätigung aus unserer Umgebung und überprüfen an dieser welche Verhaltensweise angebracht ist.

Angenommen ihr seid auf einer fremden Insel und werdet von den Inselbewohnern zum Essen eingeladen. Alle hocken sich auf den Boden rund um das Essen. Ihr macht meist nicht den ersten Schritt. Ihr schaut erstmal wie die Einheimischen sich verhalten und ihr Essen zu sich nehmen und macht es ihnen dann nach. Je mehr Leute eine bestimmte Verhaltensweise zeigen, desto wahrscheinlicher, dass es sich um die Korrekte handelt.

Noch wirkungsvoller ist der Social Proof, wenn die Gruppe an der wir uns orientieren uns ähnelt. Je mehr wir uns mit den anderen die wir für den Social Proof identifizieren können, desto eher glauben wir daran, dass es sich um die korrekte Verhaltensweise handelt.

Anderes Beispiel. Nehmen wir an, wir wurden nicht von Inselbewohnern eingeladen, sondern sind mit einer Gruppe Gleichaltriger (die Fremde sind) auf einem Konzert. Wenn auf der Bühne etwas abgezogen wird, mit dem wir nichts anfangen können, dann schauen wir uns bei unseren direkten Nachbarn nach einer angebrachten Verhaltensweise um. Wenn die anderen um uns herum anfangen zu pfeifen und zu buhen, dann steigen wir ein. Wenn die anderen anfangen wie verrückt herumzuspringen, machen wir natürlich auch mit. Wenn um uns herum nur Rentner sein würden und wir als Jugendliche dazwischenstehen, wäre die Wahrscheinlichkeit, dass wir das Verhalten dieser Gruppe imitieren viel geringer.

Situation erkennen und vermeiden

Der Mechanismus des Social Proof leistet uns meist gute Dienste. Er stellt uns in vielen sinnvollen Situationen, wie die oben von mir angeführten Beispiele, auf einen Autopilot Modus. Das hat den Vorteil, dass wir unser Gehirn nicht ständig mit allen möglichen Entscheidungen überfrachten müssen und viele unbewusste „Abkürzungen“ nehmen können. Das mindert unsere Gehirn-Last und lässt uns mehr Kapazitäten um wichtigere Entscheidungen treffen zu können.

Doch es gibt auch Situationen in denen wir den Automatismus des Social Proof vermeiden wollen. Wenn geschickte Marketer nämlich versuchen diesen Mechanismus für ihre Zwecke auszunutzen. Wenn uns in Werbungen sogenannte Testimonials von ganz gewöhnlichen Menschen wie Du und ich, von scheinbar realen Personen gezeigt werden, gehen wir unbewusst davon aus, dass dieses Produkt auch etwas für uns sein könnte, da es ja der durchschnittliche Franz von nebenan, mit dem wir uns für gewöhnlich vergleichen, ja auch benutzt. Ganz nebenbei erliegen wir dabei einer einseitigen Neigung, da uns bewusst nur positive Testimonials gezeigt werden, wodurch wir ein übertriebenes Bewusstsein für diese entwickeln und ein untertriebenes Bewusstsein für die negativen Seiten. Soweit, dass wir manchmal nicht einmal an diese denken.

Wie erkennt man also solch eine Situation, um sie vermeiden zu können? Starke Anzeichen sind meist Situationen mit großer Unsicherheit, mit denen wir nicht angenehm vertraut sind. Wenn wir das Gefühl haben, dass eine Reaktion erforderlich wäre, wir aber nicht wissen welche angebracht ist und anfangen uns nach anderen Leuten umzuschauen. Das sind starke Indikatoren für eine Social Proof Umgebung. Wenn wir um die Mechanismen dieses Phänomens der menschlichen Handlungsweise Bescheid wissen, können wir diese Situationen auch triggern und uns bewusst machen, dass wir uns in einer Social Proof Situation befinden.

Dieser erste Schritt ist auch der wichtigste. Damit unterbrechen wir nämlich den Autopiloten unseres Gehirn und können die Situation aktiv evaluieren. Wollen wir uns weiterhin von unserem Autopiloten steuern lassen, da es unseren Interessen entgegenkommt und angenehm ist oder spüren wir, dass etwas „faul“ ist? Dann können wir aktiv entgegensteuern, indem wir bewusst anders handeln.

Wenn wir unser Leben selbstbestimmt leben wollen, dann gehört es auch dazu, dass wir selbstbestimmt handeln. Das geht nur mit einem bewussten, überlegtem und reflektiertem Handeln.

Situation zu seinem Vorteil nutzen

Wenn wir jetzt im ersten Schritt die Social Proof Situation erkannt und entschieden haben, dass wir den Autopilot abschalten und den Steuerknüppel wieder selbst in die Hand nehmen wollen, können wir die Situation im nächsten Schritt zu unserem Vorteil nutzen.

Nehmen wir an wir befinden uns in einer Menschenmenge, in der sich alle einander ähneln und die sich allesamt in einer ihnen fremden, unsicheren Situation befinden. Die Regel des Social Proof besagt, dass wir uns dann alle an unserer Umgebung orientieren und Ausschau danach halten, was eine korrekte Verhaltensweise sein könnte. Jetzt verhält es sich zusätzlich noch so, dass wir unter Fremden immer als ruhig und Herr der Lage wahrgenommen werden wollen. Deswegen schauen wir uns nur ruhig um und versuchen keinerlei Emotionen zu zeigen, die vielleicht Rückschlüsse darauf zulassen, dass wir uns unsicher oder gar ängstlich fühlen.

Das Problem dabei ist, dass es allen anderen auch so geht! Jeder schaut sich passiv und offenkundig emotionslos, unbeeindruckt um und sucht nach Hinweisen für ein angebrachtes Verhalten. Wenn das jeder macht, dann braucht es nur ein oder zwei Personen, die nicht nach diesem Muster reagieren, um eine ganze Menge zu einer kollektiven Reaktion zu bringen.

Wieso sollen nicht wir dieser eine Mutige sein? Wenn wir wie Eingangs beschrieben, die Situation erkannt haben, dann können wir eine Reaktion oder ein  Verhalten initiieren, welchem die anderen Menschen in dieser Situation mit großer Wahrscheinlichkeit folgen werden.

Dazu ein konkretes Beispiel. Wir sind auf einem Open Air Konzert, bei dem alle auf der Wiese hocken, vielleicht noch Picknicken und den Musikern auf der Bühne zuhören. Die Musik gefällt uns wirklich sehr gut und unser ganzer Körper ist voller Energie und wir würden diese am Liebsten herauslassen. Doch alle um uns herum sitzen nur da und hören leise zu, einige quatschen vielleicht sogar miteinander. Was also machen? Sei der Initiator! Stehe auf, fange an den Körper etwas locker zu machen, Wippe etwas und schaukle vor und zurück. Leute fangen an dich zu beobachten und sich die Frage zu stellen, was du da treibst. Wenn nach einer Minute keiner reagiert und mitmacht, dann fordere jemand Konkreten (vielleicht einen Freund oder Freundin mit der du bei diesem Event bist) auf, mitzumachen. Dann noch jemanden. Jemanden anzuschauen und versuchen verbal zu überreden nützt nichts. Du musst auf den Menschen zugehen, ihm deine Hand geben, ihn anfassen und mit leichtem Druck hochziehen. Wenn erstmal 3 Leute stehen und tanzen, ist der Rest erledigt. In kürzester Zeit werden alle tanzen als befände man sich in der Disko.

Du wolltest bei dem Open Air Konzert deine Emotionen ausleben. Du hattest keine Lust dich an der vorherrschenden Norm der Besucher zu orientieren – passiv auf der Wiese zu sitzen. Du wolltest diesen Moment deines Lebens zu deinen Bedingungen leben. Du hast dir die Regel des Social Proof zu Nutze gemacht und damit dein Ziel realisiert.

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Nimm dir einen Augenblick Zeit und reflektiere die Regel des Social Proof für dich. Wo gab es oder gibt es immer wieder Situationen in deinem Leben, in denen du die Regel des Social Proof für deine Vorteile nutzen kannst?

Wenn du bereit bist mit Hilfe dieser Regel dein Leben zu deinen Bedingungen zu leben, dann hole dir jetzt mein Manifest zum wahren Leben.

Photo by Felix Russell-Saw on Unsplash

Ersetze dein Selbstwertgefühl durch Selbst-Akzeptanz

Vergiss dein Selbstwertgefühl.

Dieses ist meist nicht verlässlich, sondern trügerisch. Wenn du eine Aufgabe erledigst, dann richtet sich dein Selbstwertgefühl danach, ob du selbst subjektiv von deiner Arbeit überzeugt bist. Wenn du dir einredest, dass du es hättest besser machen können, dass du dir keine Mühe gegeben hast, dann wird sich ein niedriges Selbstwertgefühl einstellen. Dieses Gefühlsniveau wird in deinem Unterbewusstsein abgespeichert und bildet die Basis für alle deine nächsten Vorhaben. Wenn du schon mit einem negativen Gefühl in die neuen Unternehmungen startest, dann sind sie schon von Anfang an zum Scheitern verurteilt.

Akzeptiere dich wie du bist

Eine geeignetere Methode ist die Selbst-Akzeptanz. Anstatt sein Selbstwertgefühl über die subjektive Beurteilung seines Schaffens zu erzeugen, sollte man lernen sich selbst so zu akzeptieren wie man ist. Man widmet sich nach wie vor seiner Arbeit, beurteilt diese aber unter einem ganz anderen Gesichtspunkt. Egal ob man selbst mit seiner Arbeit zufrieden ist oder nicht. Man akzeptiert, dass es das beste ist was man zum aktuellen Zeitpunkt produzieren kann. Der Ort an dem man sich gerade in seiner Persönlichkeitsentwicklung befindet und die Fähigkeiten die man an diesem Ort besitzt, bestimmen über die Qualität der Arbeit.

Wenn man seine Arbeit an einem Qualitätsmaßstab misst, von welchem man zwar träumen mag, den man selber aber noch nicht erreicht hat, führt das nur zu Unzufriedenheit.

Glück ist gleich Realität minus Erwartung“ -Unbekannt

Selbst-Akzeptanz schließt große Ziele nicht aus

Diese Methode schließt nicht aus, dass man nach Höherem strebt. Man kann trotzdem große Ziele verfolgen, wenn man sich selbst so akzeptiert wie man ist, egal wo man sich gerade auf dem Weg zu seinem Ziel befindet. Selbst-Akzeptanz bedeutet nicht, dass man sich der Mittelmäßigkeit hingibt und akzeptiert, dass man niemals in etwas gut und erfolgreich werden kann.

Wenn man den Fokus von dem subjektiven Selbstwertgefühl auf die Selbst-Akzeptanz verlagert, dann nimmt man sich selbst den Druck dem Bild gerecht zu werden, welches wir von uns selber haben. Dadurch wird es ungemein leichter bessere Arbeit zu leisten und unserer Kreativität freien Lauf zu lassen. Wir sprengen die Fesseln der Erwartung und befreien uns von unserem fiktiven Alter Ego.

Quantität führt zu Qualität

Ohne die einengenden Erwartungen an die Qualität unserer eigenen Arbeit, sind wir in der Lage wahrlich Großartiges zu leisten. Wenn alle Hemmungen von einem abgefallen sind, können wir uns voll und ganz unserer Kreativität hingeben und Massen an Arbeiten hervorbringen.

Der Weg zu Qualität führt oft über die Quantität.

Plant a lot, harvest a few“ – Seth Godin

Um irgendwann eine Qualität zu erreichen, von der andere nur träumen, muss man zunächst eine Unmenge an Inhalten produzieren. Irgendwann findet man zu seiner eigenen Stimme, die man im weiteren Prozess wie einen Diamanten stetig schleifen muss.

Um seine Stimme zu finden ist man jedoch auf das Feedback seiner Kunden oder seiner Zielgruppe angewiesen. Dafür muss man seine Unmengen an Arbeiten auch alle liefern. Egal ob du Texte schreibst, Bilder malst, YouTube Videos kreierst, fotografierst, Produkte erschaffst oder eine Dienstleistung anbietest. Du musst immer liefern und Feedback einholen. Dieses Feedback lässt du in deine neuen Arbeiten einfließen, wodurch sie besser werden. Am Anfang steht die schiere Quantität die dich mit der Zeit zu Qualität führt, wenn du dem Prozess folgst.

Jeden Tag 1% besser werden

Die meisten Menschen konzentrieren sich auf die großen Erfolge im Leben. Man nimmt sich etwas vor, ist am Anfang ganz enthusiastisch und voller Eifer. Mit der Zeit sinkt die Motivation, weil man keine Erfolge sieht. Man hat dieses große Ziel vor Augen, aber der Abgleich zwischen der momentanen Realität und diesem Ziel in der Zukunft passt einfach nicht zusammen. Man hat das Gefühl, dass man diesem Ziel nicht näher kommt, was dann dazu führt, dass man noch unmotivierter wird. Zunächst lassen wir den einen oder anderen Tag die Zügel schleifen. Dann werden es mehrere Tage hintereinander und irgendwann ist unsere Begeisterung total abgeflacht, so dass wir uns fragen wieso wir überhaupt jemals so voller Enthusiasmus und Aufbruchstimmung waren.

„If you can’t measure it, you can’t improve it“ -Peter Drucker

Wenn wir ein großes Ziel haben, dann müssen wir dieses herunterbrechen in kleine, schaffbare und messbare Aufgaben. Idealerweise kann man es auf eine Tages- oder Wochenaufgabe herunterbrechen.

Nehmen wir mal an dein Ziel ist es einen Halbmarathon laufen zu können. Zunächst könntest du die Zeit in der du das schaffen möchtest völlig ausblenden und dich einzig und allein darauf konzentrieren die 21km zu schaffen.

Wenn du jetzt versuchst gleich in der ersten Laufeinheit die vollen 21km zu laufen, wirst du scheitern. Und zwar so gründlich, dass du deine Laufschuhe wahrscheinlich für eine sehr lange Zeit meiden wirst.

Stattdessen wäre es besser klein anzufangen. Man läuft beim ersten mal nur 30 min. Beim nächsten mal steigert man um 1%, also grob 30min. 20sek., beim nächsten mal nochmal 1%, also 30min. 40sek. und immer so weiter. Wenn man 3-4 Laufeinheiten pro Woche nach dieser Methode absolviert, sollte man nach spätestens einem Jahr in der Lage sein einen Halbmarathon zu laufen. Das Gute dabei: man sieht jedesmal Fortschritte und hat ein System dem man folgen kann. Es gibt sicherlich viel bessere Methoden um schneller in der Lage zu sein, einen Halbmarathon zu laufen, aber das Beispiel mit dem Laufen soll nur das Prinzip verdeutlichen.

Irgendwann greift der Effekt der Aufzinsung (compounding) und liefert nach anfänglich kleinen, kaum wahrnehmbaren Ergebnisse, riesige Fortschritte, die andere Leute vor Neid erblassen lassen.

Wichtig hierbei ist, dass wir unsere Ziele in so kleine Etappen wie nur möglich herunterbrechen und sie quantifizierbar, sprich messbar machen. Denn nur was mir messen können, können wir auch verbessern.

Schlussfolgerung

Wenn wir die Bewertung unserer Arbeit vom klassischen Selbstwertgefühl zur Selbst-Akzeptanz ändern, werden wir schlussendlich bessere Arbeit machen. Wir werden uns von unseren selbstauferlegten Fesseln an unsere Kreativität loslösen und in neue Regionen der Selbstverwirklichung vordringen können. Wenn wir dann beständig und zuverlässig neue Werke schaffen, werden wir automatisch zu einer Qualität kommen, von der wir einst nur zu träumen gewagt hätten.

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