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Freiheit durch Disziplin

Hast du auch schonmal „erfolgreiche“ Leute beobachtet und dir gedacht: „wie zur Hölle schaffen die das?!“ Nehmen wir z.B. Richard Branson. Er hat im Laufe seiner unternehmerischen Laufbahn über 300 (!) Unternehmen aufgebaut. Man braucht ja nur mal auf Wikipedia in die Liste seiner Virgin Group Unternehmen zu schauen. Ganz „nebenbei“ engagiert er sich für Umweltschutz, verfolgt philanthropische Tätigkeiten, treibt sehr viel Sport (meistens auf seiner Privatinsel Necker Island), spricht auf vielen Veranstaltungen zu jungen Unternehmern, hat sich an einige Weltrekordversuche gewagt (z.B. Heißluftballonüberquerung des Atlantik) und hat nicht zuletzt eine Familie mit Frau und zwei Kindern. Von seiner verrückten Vergangenheit bestehend aus Sex, Drugs und Rock’n’Roll wollen hier erst gar nicht sprechen. Außerdem ist der Typ die Leichtigkeit in Person und anscheinend niemals gestresst. Also, wie zum Teufel schafft dieser Branson das?

Auf diese Frage wird es mit Sicherheit keine leichte und eindimensionale Antwort geben. Letzten Endes werden viele Faktoren mit in die Gleichung einfließen ob und wie erfolgreich jemand wird. Aber bei den vielen Biografien die ich inzwischen von vermeintlich erfolgreichen Leuten wie z.B. Steve Jobs, Winston Churchill, Arnold Schwarzenegger oder dem eben angesprochenen Richard Branson (Pardon, SIR Richard Branson) gelesen habe, kann man einen roten Faden erkennen. Eine Sache ist all diesen Leuten gemein. Jeder von ihnen legt eine unglaubliche Disziplin an den Tag. Wenn sie sich einmal an einer Sache festgebissen haben, dann brennen sie so dermaßen dafür, dass es sie erst wieder loslässt, wenn sie ihr Ziel erreicht haben.

Folgendes wird dir mit Sicherheit bekannt vorkommen. Wenn du mal eine Idee für etwas hast, dir etwas in den Kopf gesetzt hast oder einfach nur Feuer gefangen hast für ein bestimmtes Thema, dann bist du am Anfang ganz enthusiastisch und positiv aufgeregt. Du willst ganz schnell anfangen und alles sofort umsetzen und machen. Doch nach einiger Zeit, manchmal schon am nächsten Tag, erscheint dir die Idee oder das Vorhaben doch wieder nicht so gut. Du landest wieder im alten Trott. Sogar wenn du die Idee immer noch gut findest, so hat dich nach einigen Tagen oder Wochen der Feuereifer wieder verlassen und es wird mühselig. Wie vermeiden erfolgreiche Leute wie Richard Branson solche „Fallen“?

Was ich aus vielen Biografien herausgezogen habe:

1.) Wenn du einmal eine Entscheidung getroffen hast, dann hinterfrage diese nicht mehr, sondern arbeite an der Umsetzung.

Was genau meine ich damit? Was ich an mir selber und einigen anderen Leuten feststelle, ist, dass Entscheidungen keine wirklichen Ent-Scheidungen sind. Wir entscheiden nicht endgültig, sondern lassen uns noch eine Tür auf. Die Entscheidung ist oft nicht lange genug bis zum Schluss durchdacht worden und vor allem fehlt das „Commitment“, die Selbstverpflichtung darauf. Die Selbstverpflichtung ist fast noch der wichtigere Aspekt. Denn wenn es mal unangenehm wird (und das wird es früher oder später immer), dann sorgt das richtige Commitment auf die getroffene Entscheidung dafür, dass ich dran bleibe und nicht den nächstbesten leichten Ausweg nehme.

2.) Richte deine Umwelt so ein, dass sie zu deinen Zielen passt und nicht umgekehrt.

Ich stelle bei mir selber fest, dass ich meine Ziele und Vorhaben an meine aktuelle Lebenssituation und meine Umwelt anpasse. Das kommt mir ganz natürlich und normal vor. Ich habe nunmal den Job den ich habe, lebe in der Stadt in der ich lebe, habe Zugriff auf die Leute die ich nunmal kenne und benutze die Hilfsmittel mit denen ich mich auskenne. Wenn meine Ziele aber mit den Randbedingungen meines aktuellen Umfeldes nicht effizient zu erreichen sind, dann ist das ungefähr so als schiebe man eine riesige Steinkugel einen Berg hinauf. Idealerweise sollte man den Stein aber bergab rollen lassen. Soll heißen: gegen meine Umwelt komme ich nicht an (in dem Fall, dass meine Ziele gegenläufig zu meinem Umfeld sein sollten). Wenn ich das weiß, dann sollte ich lieber mein Umfeld so einrichten, dass es kongruent zu meinen Zielen ist. Als Arnold Schwarzenegger z.B. der beste Bodybuilder aller Zeiten werden wollte, ist er ins Mekka der Bodybuilding Szene gezogen – aus dem beschaulichen Thal in Österreich ins kalifornische Venice Beach – nur um sicherzugehen, mit den damals besten Bodybuildern zusammen trainieren zu können, von ihnen zu lernen, mit ihnen zusammen zu leben, um sich an der Spitze der Szene zu tummeln und möglichst viel Zeit mit den A-Spielern zu verbringen, um dann selber zur absoluten Speerspitze zu werden.

3.) Sofortiges Handeln

Es kam nicht selten vor, dass die Sekretärinnen von Winston Churchill sich bis 2 Uhr Nachts in Bereitschaft halten mussten um Diktate von ihm entgegen zu nehmen. Egal ob es um eines seiner nobelpreisträchtigen historischen Werke, politische Anweisungen als Premierminister oder einfach nur Ideen für die Umgestaltung seines Landsitzes handelte. Wenn ihm etwas im Kopf herumspukte, dann musste er sofort darauf handeln, und sei es auch nur den ersten Schritt zu tun und es irgendwo handschriftlich festzuhalten. Daraus ist auch seine berühmte „action this day“ Mentalität entstanden.

Wenn erstmal die Entscheidung mit der dazugehörigen Selbstverpflichtung gefällt wurde, das Umfeld an die eigenen Ziele angepasst wurde, dann müssen alle dieses Ziel betreffenden Ideen sofort in Handlungen umgesetzt werden. Nur so kommt man seinen Zielen konsequent Schritt für Schritt näher.

Diese drei Punkte von oben verlangen einem eine gehörige Portion Disziplin ab. Frag mich nicht wie man diese Disziplin konsistent an den Tag legt – ich habe dazu auch noch keine Lösung gefunden. Aber mir ist in diesem Zusammenhang eine Leuchte aufgegangen.

Disziplin bedeutet Freiheit

Die besten Dinge des Lebens liegen hinter der Grenze der Disziplin. Viele Dinge des Lebens die als erstrebenswert angesehen werden, können nur mit der ausreichenden Disziplin erreicht werden.

Ein schlanker Körper wird nur durch die richtige Ernährung und sportliche Betätigung erreicht. Einmal reicht da nicht. Deswegen benötigt es eine ordentliche Portion Disziplin um einen starken, gesunden Körper aufzubauen.

Eine liebevolle, verständnisvolle, erhebende Beziehung zu seinem Partner ist nur möglich, wenn man bereit ist die vielen, teils unangenehmen Gespräche zu führen und wirklich an der Beziehung zu arbeiten und diese aufzubauen. Auch das ist ohne Disziplin nicht möglich.

Beruflichen Erfolg zu haben, wie auch immer man diesen für sich persönlich misst, erfordert viel Übungszeit um in seiner Profession besser zu werden. Es erfordert viele unangenehme Gespräche zu führen, Verantwortung zu übernehmen und emotionale Arbeit zu leisten. Das hat ohne Disziplin mit Sicherheit noch keiner geschafft.

Wäre das nicht ein guter Vorsatz für das nächste Jahr? Jeden Tag mit etwas mehr Disziplin zu leben? Auch wenn es noch etwas früh ist für Neujahrsvorsätze….

Eine kleine Geschichte am Rande

Letztens hatten wir ein interessantes Erlebnis. Meine Frau und ich haben uns was feines gegönnt. Ein ordentliches Boxspringbett. Anlieferung und Aufbau waren in dem Kaufpreis inklusive. Als das Bett dann tatsächlich nach 3 Monaten angeliefert wurde (musste ja immerhin maßgeschneidert für uns angefertigt werden – angeblich in Deutschland, gut, wenn man Polen zu Deutschland dazu zählt, glaube ich das vielleicht sogar), gab es ein kleines Problem. Die zwei obersten Matratzen hatten wir in einem gemeinsamen Bezug bestellt. Leider wurde das falsch angeliefert und wir hatten jede Matratze in einem einzelnen Bezug bekommen. Ok, ist erstmal kein Weltuntergang. Meine Frau hat die Monteure darauf hingewiesen, diese haben sich das Ganze notiert und sind dann abgezogen.

Ein paar Wochen später trudelt bei uns ein Brief ein, mit ungefähr folgendem Inhalt: „Das Bett wurde geliefert wie bestellt, deswegen wird die Reklamation nicht akzeptiert“.

Ok, muss sich um einen Fehler handeln. Nicht weiter schlimm, ein Anruf sollte das Ganze klären. Also im Möbelhaus beim Kundenservice angerufen und den Vorgang geschildert. Die Dame am Telefon war ganz offensichtlich gelangweilt und genervt und hat uns an ihre Kollegin verwiesen, welche sich aber noch in der Mittagspause befand. Wir sollen doch später nochmal anrufen. Gesagt, getan. Zwei Stunden später nochmal angerufen, an die „richtige“ Kollegin verwiesen worden, nochmal den Sachverhalt erklärt. Die „richtige“, zuständige Kundendienstmitarbeiterin war sogar noch unfreundlicher, noch unmotivierter und noch angepisster als ihre Kollegin, die wir zuerst am Telefon hatten (vielleicht lag es an mangelnder Kohlenhydratzufuhr, weil es in der Mittagspause nur Salat gab oder mangelndem Sex, ich weiß es nicht…). Auf jeden Fall war die Kundendienstmitarbeiterin am Ende so genervt, dass sie uns an unseren Verkäufer verwiesen hat, bei dem wir das Bett im Laden gekauft und bestellt hatten – aber den könnten wir vielleicht nicht mehr erwischen, weil er jetzt Mittagspause haben müsste (irgendwie könnte man den Eindruck bekommen, dass in diesem Möbelhaus die Mitarbeiter den ganzen Tag nur Mittagspause machen…wäre vielleicht auch besser so, naja…).

Eine kleine Randbemerkung zu dem besagten Verkäufer. Trotz seines jungen Alters (oder vielleicht auch gerade deswegen), ist er uns schon im Verkaufsgespräch sehr positiv aufgefallen. Der Junge hat seinen Job echt gut und offensichtlich mit Spaß und Leidenschaft gemacht.

Zurück zur eigentlich Situation. Nachdem die Kundendienstmitarbeiterin nach unserem Telefonat den jungen Verkäufer informiert hat, hat dieser uns prompt zurückgerufen – aus seiner Mittagspause heraus. Er war super freundlich, konnte sich noch an uns erinnern und wusste noch mit welchen „Extras“ wir vor 3 Monaten unser Bett bestellt hatten, weil er sich seine eigenen Notizen dazu gemacht hat. Er hat direkt bestätigt, dass anscheinend im Bestellprozess etwas schief gelaufen ist, dass es sogar sein Fehler war. Er hat sich aufrichtig dafür entschuldigt und uns versprochen, dass er sich sofort darum kümmern wird. Wir werden unseren großen Bezug auf jeden Fall nachgeliefert bekommen, inkl. „Montage“.

SO stelle ich mir Kundenservice vor. Dabei war der Junge noch nichtmal im Kundenservice und es war eigentlich gar nicht sein Job. Er hat aber Verantwortung übernommen und sich darum gekümmert, dass dem Kunden geholfen wird. Natürlich könnte man jetzt sagen, dass er den Fehler verursacht hat und für diesen auch gerade stehen muss. Alles schön und recht, aber der Kundenservice ist nunmal der erste Ansprechpartner für diese Art von Problemen und es ist dessen Aufgabe sich darum zu kümmern.

Fehler passieren immer wieder und ich bin nicht der Typ, der dann sofort aus der Haut fährt und den Fehlerverursacher zusammenstaucht. Aber die Art und Weise wie die eigentlichen Kundendienstmitarbeiterinnen ihren Job erledigt (oder nicht erledigt) haben, geht gar nicht. So zu tun, als ob das einen alles gar nix angehen würde und unangenehme Dinge von sich zu schieben, einfach weil man gerade keinen Bock hat, macht mich stinksauer. Wenn ich der Besitzer des Möbelhauses wäre, würde ich die zwei demotivierten Frauen aus dem Kundenservice hochkant rausschmeißen und den Verkäufer zum Chef des Kundenservice befördern. Der Junge hat ganz offensichtlich verstanden was es bedeutet emotionale Arbeit zu leisten und Probleme zu lösen – im Gegensatz zu seinen zwei Kolleginnen. Ganz abgesehen davon, dass er es auch verstanden hat einen Fehler offen und ehrlich zuzugeben und für diesen Verantwortung zu übernehmen.

Dieses „Phänomen“ muss ich leider immer wieder beobachten. Es ist schon ein bisschen traurig welche Haltung viele Menschen in unserer Gesellschaft einnehmen. Einige Leute fühlen sich anscheinend anspruchsberechtigt, ohne etwas dafür tun zu müssen.

Ich verdiene ein angenehmes Leben.

Ich verdiene eine Gehaltserhöhung. Ich bin schließlich jeden Tag pünktlich auf der Arbeit.

Ich verdiene es, dass ich gelobt und bewundert werde.

Ich verdiene es, geliebt zu werden.

Die Welt ist niemandem etwas schuldig. Es ist eher umgekehrt so, dass man es der Welt schuldig ist, seinen Beitrag zu leisten. Und zwar mit Würde, Anmut und Leidenschaft. Das Wort „verdienen“ beinhaltet schon das Wort „dienen“. Man muss erstmal seinen Dienst leisten, bevor man sich etwas verdient. Und die Grenze ab der man seinen Dienst abgeleistet und sich etwas verdient hat, ist bei einigen Leuten anscheinend bei Null. Kein Anspruch an Qualität, kein Anspruch an Herausforderung und Disziplin. Einfach nur erscheinen und da sein. Zack, „ich bin berechtigt“. So einfach ist es aber nicht. Darf es nicht sein.

„Diese Spieler, diese zwei, drei Spieler, waren schwach wie eine Flasche leer… Strunz! Was erlauben Strunz? … Ich habe fertig!“ – Frei nach Giovanni Trapattoni

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Action this day – Wie Du deine Ängste besiegst

Winston Churchill hatte zu seiner Zeit als Premierminister eine Leitmaxime gehabt: „Action this day“.

Egal welche Anweisungen er seinen Ministern oder Sekretärinnen gegeben hatte. Zumindest der erste Schritt musste noch am selben Tag ausgeführt werden, egal wie spät es war. Und bei Churchills Eigenheiten konnte das auch durchaus noch um 23 Uhr abends oder gar um 2 Uhr morgens der Fall sein.

Dieses Prinzip an seine Vorhaben und Aufgaben heranzugehen finde ich sehr sinnvoll. Bei näherer Betrachtung ist es auch vielschichtiger und komplexer als es auf den ersten Anschein vermuten lässt, wie wir gleich sehen werden.

Betrachten wir zunächst das Thema „Ideen bekommen oder generieren“. Wie ich bereits in früheren Artikeln geschrieben habe, haben wir meistens viele Ideen in unserem Kopf die scheinbar „lose Enden“ bilden und nichts miteinander zu tun haben. Wenn wir uns dann mit Aktivitäten beschäftigen, die uns frei von „Denkarbeit“ machen, wie z.B. Sport (Laufen eignet sich sehr gut), meditieren oder auch profane Sachen wie Putzen, den Haushalt organisieren oder auch kochen, kann es passieren dass zwei oder mehr dieser losen Enden sich verbinden und auf einmal haben wir eine Idee. Im allgemeinsprachlichen Gebrauch redet man von einem „Geistesblitz“.

Was machen wir nun also mit diesem „Geistesblitz“? Wenn wir unsere Tätigkeit nicht sofort unterbrechen, um die gerade aufgeleuchtete Idee aufzuschreiben und festzuhalten, wird sie meistens verschwinden und wir vergessen sie. Egal wie sehr wir uns vornehmen, die Idee im Kopf zu behalten, meist gelingt es uns nicht. Außer dem Effekt, dass die aktuelle Idee dann für immer im Nirvana verschwindet, gibt es noch einen zusätzlichen, nachteiligen Effekt. Wir sagen unserem Gehirn damit quasi, dass wir kein Interesse an solchen Ideen haben und dass es aufhören soll uns mit solchen zu versorgen. Das mag jetzt vielleicht etwas abgehoben oder spirituell klingen, aber wenn wir diesen Ideen, Einfällen und Geistesblitzen nicht die gebührende Aufmerksamkeit schenken, werden wir mit der Zeit auch weniger davon bekommen.

Umgekehrt ist es so, dass wenn wir die Idee sofort „fangen“ und sie niederschreiben, wir uns darauf konditionieren auch mehr solcher Ideen zu erhalten. Was man mit dieser Idee anfängt ist erstmal unwichtig. Ich persönlich mache es so, dass ich meistens ein Blatt Papier und einen Stift rumfliegen habe. Wenn mir zu Hause eine Idee kommt, schreibe ich diese sofort auf. Wenn ich unterwegs bin, habe ich mein Smartphone dabei und tippe es dort in die Notizen App. In regelmäßigen Abständen schnappe ich mir meine diversen Papierchen und digitalen Notizen und übertrage sie in unbestimmter Reihenfolge in ein Dokument auf meinen Laptop. Wenn ich jeweils 10 Ideen voll habe, fange ich ein neues Dokument an, so dass ich immer maximal 10 Ideen in einem Dokument stehen habe. Die Ideen sind völlig unterschiedlich und können unterschiedliche Lebensbereiche betreffen – neue Business Ideen, Ideen zu Artikeln für meinen Blog (so wie diesen hier), Ideen bzgl. meiner Arbeit, Ideen bzgl. neuer Dinge, die ich ausprobieren möchte, Ideen für neue Investments, Ideen bzgl. neuer Routinen oder Gewohnheiten (z.B. jeden Tag beim Laufen 1% besser werden), etc.

In unregelmäßigen Abständen gehe ich die Ideen durch und stelle manchmal fest, dass mehrere Ideen sehr ähnlich sind oder sehr gut zusammen passen. Dann bündele ich diese zu einer Idee. Wenn ich genug davon habe, schreibe ich diese meistens in ein Dokument mit zwei Spalten. Links steht die Idee und rechts steht der erste, ausführbare Schritt. Nur der Allererste. Sonst nichts weiter. Kein ganzer, ausgearbeiteter Masterplan, kein Roman, nur der erste Schritt.

Wenn ich z.B. eine Idee über eine gewisse Branche im Zusammenhang eines Investments habe, dann könnte der erste Schritt die Online Recherche über die Branche sein, um zu schauen ob das Investment sich lohnen könnte. Wenn ich z.B. die Idee habe eine neue Form der Meditation auszuprobieren, dann ist der erste Schritt mir einen Wecker oder Erinnerung in mein Smartphone einzustellen, für die erste „Session“. Das könnte noch am gleichen Abend vor dem Schlafengehen oder am nächsten Morgen, direkt nach dem Aufstehen sein.

Ein weiterer Vorteil dieser Vorgehensweise, die ich an mir selber feststellen konnte: Man bekommt immer mehr und häufiger diese „Eingebungen“. Wenn man sich darauf konditioniert seine Einfälle und Ideen ernst zu nehmen und diese zu verfolgen – und sei es auch nur der erste Schritt, um zu sehen wohin das Ganze führen kann – dann wird man mit noch mehr Einfällen und Ideen belohnt. Man wird zu einer Ideen-Generierungsmaschine.

Ein weiterer Vorteil der Churchill’schen Philosophie des „Action this day“ ist vielleicht nicht ganz so offensichtlich. Man fängt an im „Hier und Jetzt“ zu leben. Unser Gehirn ist ein mächtiges, kompliziertes und undurchsichtiges Werkzeug. Der größte Vorteil den wir Menschen haben – der uns auch zur vorherrschenden Spezies auf unserem Planeten gemacht hat – ist unsere Fähigkeit uns selbst in der Zukunft zu sehen. Das ist gleichzeitig auch unsere größte Schwäche, wenn es darum geht Lebensglück und innere Ruhe und Frieden zu finden. Alle unsere Ängste, Sorgen und Beklemmungen rühren daher, dass wir gedanklich ständig in der Zukunft leben. Wir malen uns aus wie es wäre wenn dieses und jenes passiert. Wie es uns ergeht, wenn wir jetzt etwas wagen und machen oder was uns blüht wenn wir es nicht machen und unterlassen. Dabei über- oder untertreiben wir permanent. Wir wissen nicht wie die Zukunft aussieht, aber wir sind Meister darin uns meist eine sehr pessimistische Zukunft auszumalen, die dann Angst, Nervosität und Unbehagen in uns hervorruft. Dieses „leben in der Zukunft“ hindert uns aber daran den Moment voll und ganz wahrzunehmen, ihn zu genießen und einfach im „Hier und Jetzt“ zu leben. Das ist meiner Meinung nach der Hauptgrund dafür, wieso wir nicht glücklich sind oder wenn, dann nur für kurze Zeit. Wenn wir versuchen irgendwelche Ziele zu erreichen – egal ob selbstgesteckt oder von irgendwem vorgegeben – dann spult unser Gehirn ständig vor und wir reden uns ein, dass wir erst glücklich und zufrieden sein können, wenn wir dieses Ziel erreicht haben. Und wenn wir es dann tatsächlich geschafft haben, dann ist der Moment der Freude relativ gesehen sehr kurz – im Grunde so lange wie ein Wimpernschlag. Wir rennen dann schon wieder dem nächsten Ziel oder der nächsten Sache hinterher.

Wenn wir „action this day“ praktizieren, wenn wir Dinge sofort anpacken – und sei es auch nur der erste Schritt – dann haben wir mehr Kapazitäten frei uns auf den Moment zu konzentrieren und diesen zu genießen. Voll da zu sein.

Ist es letztlich nicht das worum es im Leben geht?

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Wieso Du unzufrieden bist

Woher kommt die permanente Unzufriedenheit der Menschen mit ihrem Status Quo?

Ich weiß ja nicht wie es euch geht, aber ich habe eigentlich ständig ein leichtes Gefühl der Unzufriedenheit. Vielleicht nicht unbedingt jeden Tag, aber schon regelmäßig. Mal mehr, mal weniger. Da ist dieses leichte Unwohlsein, dass es immer noch besser geht. Egal was man gerade erreicht hat, ob im beruflichen oder privaten Bereich, gibt es diese Stimme im Hinterkopf die einem zuflüstert, dass das alles viel zu lange dauert, dass der Ansatz um seine Ziele zu erreichen doch Bullshit ist, weil er nach 2 Wochen keine sichtbaren Resultate produziert.

Und auch wenn man einen Zwischenschritt erreicht hat und eigentlich zufrieden mit sich sein könnte, fällt man spätestens am Tag danach in ein Loch und fängt an, sich seine Errungenschaft madig zu machen.

Damit ihr besser verstehen könnt was ich meine, hier ein Beispiel aus meinem eigenen Leben:

Ich wollte nebenbei unbedingt ein eigenes Business haben. Ich hatte eine Idee. Ich fand die Idee super, ich habe diese umgesetzt und mehr oder weniger ein Jahr nebenberuflich daran gearbeitet. Nichts wird euch durch ein größeres Emotionskarussel jagen, als ein eigenes Business zu haben. Jeden Tag „heiß-kalt“ Spielchen, manchmal mehrmals am Tag, aber mindestens jeden Tag anders. Heute Top. Morgen Flop. Dann wieder andersrum. Eigentlich war ich immer nur maximal 10 Minuten zufrieden und gleich danach Unzufrieden. Ständig sind einem noch 100 Sachen eingefallen, die man hätte besser oder anders machen können. Die ersten Zweifel an der Grundidee waren auch schnell da und am liebsten hätte ich direkt etwas anderes gemacht, was aber aufgrund der Art des Business nicht ging. 10.000 Energieriegel im eigenen Keller wollen erstmal an den Mann gebracht werden.

Woher kommt also dieser Drang nach immer mehr, nach immer weiter oder oft auch einfach nach etwas anderem? Vor allem: was will uns das Gehirn damit sagen?

Eins vorweg: ich habe auch keine Ahnung. Ich kann nur berichten was ich an mir beobachtet habe und was ich denke, was in meinem Fall zutrifft.

Ich lese viel. Sehr viel. 1-2 Bücher jeden Monat, Artikel, Blogbeiträge. Ich höre Hörbücher, eins pro Monat. Aber nicht irgendwas. Alles Bücher, Artikel, Blogs die mit Persönlichkeitsentwicklung, Psychologie, Lebensführung, Business und im groben mit Erfolgsprinzipien zu tun haben. Ich lese also jeden Tag von super erfolgreichen Menschen – in jedem Lebensbereich und -sinn. Alle Prinzipien die dort gelehrt werden anzuwenden ist unmöglich wenn man noch irgendwie seinen Lebensunterhalt verdienen muss (zumindest für mich). Aber man sieht doch einen roten Faden, der sich durch die meisten Bücher und Biografien durchzieht. Das ist auch ein Grund, wieso ich diesen Blog schreibe.

Ich sehe also täglich was im Leben so alles möglich ist und dagegen halte ich mein eigenes Leben. Autsch. Das sollte dann eigentlich schon alles erklären. Aber gehen wir noch etwas tiefer. Ich bin davon überzeugt, dass das Streben nach einem besseren Leben, nach mehr Geltung und Selbstverwirklichung tief im menschlichen Genom verwurzelt ist. Die Menschheit ist seit jeher progressiv ausgerichtet. Der ein oder andere wird dieses Gefühl vielleicht nicht haben, wenn er sich in seinem direkten Umfeld umschaut. Nichts desto trotz ist es aber nunmal so. Sonst würden wir wahrscheinlich immer noch in unseren Höhlen hocken, das Fleisch der Mammuts roh vom Knochen reißen und uns gegenseitig mit Keulen verprügeln.

Wenn ich jetzt zu diesem Grundbedürfnis, die zahlreichen Biografien und Geschichten erfolgreicher Menschen und ihre Prinzipien des Erfolgs hinzunehme, wird mir der Unterschied zwischen dem was ich habe und dem was möglich wäre, noch deutlicher bewußt. Damit wir uns nicht falsch verstehen. Ich sehe mich als jemanden mit einem hohen Lebensstandard und das kann ich ruhigen Gewissens auch von jedem in meinem Umfeld behaupten. Es ist jetzt nicht gerade so, dass ich einen Job mit Mindestlohn hätte und nach einem besseren Lebensstandard strebe, in dem Sinne dass ich mir eine schön eingerichtete Wohnung, mal einen Urlaub, qualitativ hochwertige Kleider in ausreichendem Maße und Restaurantbesuche leisten kann. Das sind alles definitiv Dinge die einen Lebensstandard ausmachen und doch sind es am Ende des Tages nur materielle Dinge oder Erfahrungen die in die Kategorie „Entertainment“ gehören und nicht zu meinem Geltungs- oder Selbstverwirklichungsdrang beitragen. Was meine ich also wenn ich davon rede „was möglich“ ist? Es ist die Art Leben, die dazu führt, welchen Beitrag man zur Gesellschaft leistet, wie man seine Kreativität auslebt, indem man das Leben anderer Menschen verbessert und dabei tiefe und bedeutungsvolle Beziehungen mit ihnen eingeht. Den „Impact“ den man auf dieser Welt hinterlässt. Davon rede ich.

Was will mir mein Gehirn also mit dem Gefühl der Unzufriedenheit sagen? Wahrscheinlich, dass ich es besser kann. Unzufriedenheit sollte eigentlich als eine positive Emotion wahrgenommen werden. Es bedeutet, dass mein Gehirn glaubt, dass ich noch bessere Ergebnisse erzielen kann. Vielleicht wende ich nur die falschen Methoden an? Vielleicht bin ich einfach nur zu ungeduldig? Vielleicht muss ich einfach nur flexibler werden?

Dementsprechend sollte auch der Umgang mit unserer Unzufriedenheit sein. Es ist ein Handlungsbedarfssignal. Wir müssen etwas machen. Wir müssen etwas ändern. Und das Gute daran: wir können es auch.

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Die Kunst Probleme zu lösen

In letzter Zeit habe ich einige Gedanken darauf verwandt wie man Probleme lösen kann.

Dazu muss man zuerst reflektieren wie Probleme in der heutigen Arbeitskultur vorwiegend gelöst werden. Wenn ein Problem auftritt, stürzt man sich meistens darauf das Leck so schnell wie möglich zu stopfen, in der Hoffnung, dass es nicht wieder auftritt. Da die meisten Probleme bei ihrem Erscheinen als sehr dringend eingestuft werden (was sie in Wirklichkeit nur sehr selten sind), bleibt keine Zeit nach den wirklichen Ursachen zu forschen.

Das Prozedere kann man sich ungefähr so vorstellen:

Ein Spaziergänger steht an einem Flussufer, als er plötzlich einen Hilferuf vernimmt. Er schaut raus aufs Wasser und sieht wie ein anderer Mann hilflos rudernd unterzugehen droht. Der Spaziergänger zögert nicht und springt in den reißenden Fluss um den Mann aus dem Wasser zu ziehen. Am Ufer angekommen belebt er den Mann mit Müh und Not wieder, selbst völlig außer Atem. Kaum ist die Heldentat vollbracht, hört er wieder einen Hilferuf. Dieses mal eine Frau. Er springt ohne Bedenken kopfüber ins Wasser und zieht auch diese Frau an Land. Noch während er die Frau wiederbelebt, vernimmt er wieder Hilferufe. Dieses mal sind gleich zwei Personen gleichzeitig am Ertrinken. Am Ende seiner Kräfte, aber gewillt sein Leben zu opfern, springt der Mann in den Fluss und schafft es tatsächlich die zwei Personen an Land zu schleppen. Noch bevor er die Wiederbelebungsmaßnahmen vornehmen kann, hört er schon wieder Hilferufe. 3 Leute! Völlig erschöpft springt er ins Wasser und ward nie wieder gesehen. Hätte der hilfsbereite Spaziergänger sich doch bloß einen Moment Zeit genommen nachzudenken und ein Stück weiter flussaufwärts zu schauen…

Wenn das obige Szenario etwas besser läuft, dann wird als nächster Schritt nach der Ursache des Problems gefragt und diese vermeintliche Problemquelle wird abgestellt. Um jedoch auf diese Problemquelle zu stoßen, wird oft sehr viel Zeit und Energie vergeudet. Es werden meist auch nur die sehr konservativen Methoden angewandt um auf die Problemlösung zu stoßen. Man denkt einfach lange und hart über das spezifische Problem nach. Wenn man damit alleine nicht fertig wird, dann holt man sich Hilfe bei einem Kollegen und dann ist man schon zu zweit dabei, lange und hart über dieses spezifische Problem nachzudenken. Auf die ein oder andere Weise gelingt es dann meist doch das Problem irgendwie abzustellen. Und dann ist man auf und davon zum nächsten Problem. Wie gesagt, alles ultra-dringend.

Es wird keine Zeit für die „Nacharbeit“ aufgewandt. Es werden sich nur selten Fragen gestellt wie:

„Wieso ist dieses Problem überhaupt aufgetreten?“

„Welches ist das Problem welches unser Problem verursacht hat?“

„Was müssen wir machen, damit dieses Problem in der Zukunft nicht mehr auftaucht?“

Um den wahren Ursachen eines Problems auf den Grund zu gehen, hat Toyota in ihrem „Lean Production“ Konzept das Vorgehen der „5 Wieso’s eingeführt. Es reicht nicht aus ein, zwei oder gar drei mal nach dem „Wieso“ zu fragen, um den „root cause“ eines Problems zu erfassen. Toyota hat herausgefunden, dass man fünf mal fragen muss um die wahre Problemquelle zu identifizieren.

Ein Beispiel:

Problem: Das Fahrzeug startet nicht.

  1. Frage: Wieso startet das Fahrzeug nicht?

Die Batterie ist leer.

2. Frage: Wieso ist die Batterie leer?

Die Lichtmaschine funktioniert nicht.

3. Frage: Wieso funktioniert die Lichtmaschine nicht?

Der Keilriemen ist gerissen.

4. Frage: Wieso ist der Keilriemen gerissen?

Der Keilriemen wurde nie gewechselt.

5. Frage: Wieso wurde der Keilriemen nie gewechselt?

Das Fahrzeug wurde bisher nie gewartet.

Menschliches Versäumnis.

Die meisten wahren Ursachen von Problemen lassen sich auf menschliche Probleme zurückführen. Wenn man also mit technischen Problemen zu tun hat, dann sollte man solange Fragen, bis man auf eine menschliche Problemquelle stößt. Die 5 Wieso’s reichen meist völlig aus.

Und um zu vermeiden, dass dieses Problem in der Zukunft nochmals auftritt, muss man Maßnahmen einführen. Wenn die Wurzel der meisten Probleme menschliche Handlungen sind, dann sind Schulung, Bildung und Unterweisung das Gegenmittel.

Wie kann man jetzt aber selber auf noch elegantere Weise Probleme lösen?

Eine noch bessere Methode ist das „Denken in größeren Dimensionen“.

Probleme lassen sich lösen, indem wir übergeordnete Probleme lösen, als deren „Nebenprodukt“ unser ursprüngliches Problem gelöst wird. Wir könnten also anstatt lange und hart über die direkte Lösung unsers Problems nachzudenken, einfach eine „Problemschicht“ weiter hochgehen.   Die letztliche Konsequenz eines solchen Denkens würde bedeuten das man dasjenige Objekt oder diejenige Struktur in dem das Problem auftrifft, komplett abschafft. Das nennt man Disruption.

Ein Beispiel: Auto- oder Fahrradreifen verlieren Luft oder kriegen ab und zu einen Platten.

Anstatt sich jetzt also Gedanken darüber zu machen wie man den Reifen robuster gestalten kann, so dass das Problem weniger häufig oder gar nicht auftritt, könnte man sich auch Gedanken darüber machen wie man den Reifen komplett abschafft. Man könnte z.B. schwebende Fahrzeuge (Hovercrafts) einsetzen. Das würde unser ursprüngliches Problem eine Problemschicht weiter oben anpacken und lösen. Man könnte sich auch fragen wie man das Auto oder Fahrrad komplett abschaffen oder ersetzen könnte. Das wäre dann zwei Problemschichten weiter oben.

Und genau das ist die Arbeits- und Denkweise von innovativen Unternehmen wie Google, Uber, AirBnB und co., die ganze Branchen disruptieren. Wir müssen uns alle diese Denkweise aneignen, wenn wir in der Zukunft noch Schritt halten wollen. Egal welche Position man in seiner Firma bekleidet. Man MUSS dieses Denken anwenden und seine Kollegen dazu animieren ebenso zu denken. Firmenkultur kann nicht nur von oben herab diktiert werden. Firmenkultur wird durch alle Mitarbeiter bestimmt. Und wenn du selbstständig bist oder ein eigenes Unternehmen hast, dann gilt das für dich umso mehr.

Diese Art Arbeit ist emotionale Arbeit, die wir leisten müssen, wenn wir etwas von Wert erschaffen wollen.

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Wovon wir mehr brauchen

Was bedeutet „gutes“ Business?

Die Herausforderung der heutigen Zeit besteht nicht mehr darin sich Gedanken darüber zu machen was wir erschaffen oder produzieren können. Wir können nahezu alles was wir uns vorstellen können auch erschaffen oder produzieren. Dies ist nicht mehr das vorwiegende Problem unserer Zeit.

Die wahre Herausforderung besteht darin sich Gedanken über die Frage zu machen was wir erschaffen sollten. Wir müssen uns Fragen dazu stellen was wir in der heutigen Zeit wirklich benötigen und ob es sinnvoll ist, das, was auch immer uns vorschwebt, umzusetzen.

Produktionskapazitäten sind heute im Überfluss vorhanden. Viele Hersteller müssen heutzutage ihre Produktionskapazitäten extern anbieten und Aufträge für andere übernehmen, da sie durch eigene, interne Aufträge nicht mehr voll ausgelastet sind. Es ist relativ leicht einen Auftragshersteller für welches Produkt auch immer zu finden. Sogar wenn man sein eigenes, individuelles Auto haben möchte, muss man sich keines von der „Stange“ bei den etablierten Herstellern kaufen, sondern kann Auftragshersteller (die im übrigen auch für die etablierten Automarken ganze Modellreihen entwickeln und produzieren) beauftragen. Man braucht sich also nicht mehr die Frage zu stellen ob man ein neues Automodell auf die Welt loslassen sollte, sondern ob es Sinn macht ein neues Automodell auf den Markt zu bringen.

Jeder der Lust und den Mut hat ein eigenes Business mit welchem Produkt auch immer zu starten kann dies mit relativ wenig Kapital auch tun, da die eigentlichen Maschinen und Produktionsmittel nicht mehr beschafft werden müssen.

Als ich damals mein erstes Business mit KYG – Keeps You Going gestartet habe, habe ich meine Energieriegel bei einem Hersteller produzieren und verpacken lassen. Ich habe lediglich das Rezept und das Design für die Verpackung geliefert und habe 5 Tage später eine Palette mit sauber verpackten Riegeln vor meiner Haustür stehen gehabt. Ich musste mir keine Maschine kaufen, die die Zutaten vermengt, keine Maschine die die fertige Masse in eine Riegelform presst, keine Maschine die die Folie bedruckt und auch keine Maschine die die fertig gepressten Riegel in die bedruckte Folie einschweißt. Ich musste mir auch keine Maschinen kaufen und Mitarbeiter anheuern, die die eingeschweißten Riegel in eine mit meinem Design bedruckte Displaybox stapeln und eine Warenausgangskontrolle machen. All das war schon vorhanden. Die Firma war glücklich, dass sie einen Auftrag hatte mit dem sie ihre Maschinen und Mitarbeiter auslasten konnte und ich war glücklich, dass ich kein großes Kapital in Anlagen investieren musste um meinen Traum von einem eigenen Energieriegel zu verwirklichen.

Wenn die Produktionsmittel also nicht den Engpass darstellen und wir uns Gedanken machen müssen ob es sinnvoll ist einer Idee Leben einzuhauchen, wie können wir das dann entscheiden?

Über einen möglichen Ansatz hatte ich schon geschrieben. Anstatt die vorhandene Nachfrage nach noch mehr profanem zu bedienen, kann man seine eigne Nachfrage nach Substantiellem erschaffen, indem man das entsprechende Angebot erschafft. Nur wenn wir genug kreative Schöpfer in der Gesellschaft haben, die durch ihr unablässiges Tun sinnvolle Werte erschaffen, erzeugen wir genug Nachfrage nach dem Substantiellem – im Gegensatz zu der überhöhten Nachfrage unserer aktuellen Gesellschaft nach Oberflächlichkeiten.

Ein weiterer Ansatz wäre es sich zum Ziel zu setzen 80% seiner Geschäfte mit den 20% der höchsten Bedürfnisse zu machen.

Menschen haben unterschiedliche Bedürfnisse. Unternehmen tun nichts anderes als diese Bedürfnisse zu erfüllen. Es gibt nach der Theorie von Maslow eine Hierarchie der Bedürfnisse, die sogenannte Maslowsche Bedürfnispyramide. Ganz unten stehen die physiologischen Grundbedürfnisse wie Essen, Trinken, Schlafen, ein Dach über dem Kopf. Darüber kommen die Sicherheitsbedürfnisse nach körperlicher und mentaler Unversehrtheit. Es folgen die sozialen Bedürfnisse nach Liebe, Freundschaft und Gruppenzugehörigkeit. Auf der zweithöchsten Stufe stehen die Individualbedürfnisse nach Anerkennung und Geltung. Ganz oben an der Spitze steht das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung. Die ersten vier Stufen werden Defizitbedürfnisse genannt. Bei Nichtbefriedigung dieser Bedürfnisse können physische oder psychische Störungen auftreten. Die oberste Stufe der Selbstverwirklichung wird als Wachstumsbedürfnis definiert. Dieses kann nie wirklich befriedigt werden.

Die große Mehrheit der heutigen Unternehmen macht Geschäfte in einem von zwei Bereichen. Entweder in den unteren Rängen der Bedürfnispyramide – Wohnen, Transport, Essen, Energie. Die zweite Form ist das Geschäft nicht mit den Grundbedürfnissen der Menschen, sondern mit ihren Begehrlichkeiten und Sehnsüchten. Diese zwei Arten können sich z.B. überschneiden. Das Auto ist hier wieder ein gutes Beispiel. Wir haben ein Grundbedürfnis nach Mobilität, aber das findige Marketing der Autohersteller appelliert an unsere Sehnsüchte nach Status und Anerkennung und sorgt dafür, dass wir nicht irgendeine Mobilität wollen, sondern die Luxusvariante für 80.000€.

Wir Menschen können leider nicht sehr genau zwischen Bedürfnissen und Begehrlichkeiten unterscheiden und viele Unternehmen nutzen dies aus.

Wenn wir „gutes“ Business machen wollen, dann wären wir also gut beraten, wenn wir uns auf das Bedürfnis des Menschen nach Selbstverwirklichung konzentrieren würden. Es gibt noch viel Platz und Bedarf für Unternehmen die mit gutem Rat, psychologischer Unterstützung oder schön gestalteten Städten dienen können. Wir brauchen eine Gesellschaft in der es normal ist, dass wir uns mit unseren Emotionen beschäftigen und diese managen, dass wir starke Familien über Generationen hinweg aufbauen und erhalten, unseren Verstand kultivieren, Weisheit, Güte und Selbstbeherrschung erlangen.

Es kommt noch jede Menge Arbeit auf uns zu, verbreitete und umfassende Erfüllung zu erschaffen.

Das beste daran ist, wie ich schon weiter oben geschrieben habe, dass das Bedürfnis des Menschen nach Selbstverwirklichung nie wirklich befriedigt werden kann. Das heißt dass es jede Menge Platz und Arbeit für Unternehmen geben wird die sich auf dieses höchste Bedürfnis konzentrieren.

Also tu mir bitte einen Gefallen: Wenn du jemals etwas starten wolltest, wenn du jemals mehr mit deinem Leben anfangen wolltest als nur deinen Lebensunterhalt zu verdienen, dann starte ein „gutes“ Business. Ein toller Nebeneffekt ist, dass dieses Business gleichzeitig auch deine Selbstverwirklichung sein wird und du damit dein eigenes Bedürfnis danach befriedigst.

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So kriegst du garantiert jeden Job

Neulich habe ich auf der Arbeit selbst beobachten dürfen was der Unterschied zwischen jemandem ist, der seine Arbeit zwar macht, diese ihm aber grundsätzlich am Arsch vorbei geht und jemandem dem wirklich etwas an seiner Arbeit liegt. Nicht in dem Sinne, dass der eine seine fachliche Tätigkeit besser ausführt als der andere. Nein, fachlich gibt es keine großen Unterschiede. In dem Sinne, dass der eine emotionale Arbeit leistet und der andere nicht. Letzterem ist eigentlich nur wichtig, dass er einen möglichst stressfreien Tag hat. Bloß alle unangenehme Arbeit von sich schieben und in keine Themen involviert werden, die es erfordern, dass man schwierige Gespräche führen muss, dass man andere Leute von etwas überzeugen, motivieren muss, dass man sich selbst einbringen muss.

Firmen und insbesondere Großkonzerne hängen heutzutage extrem von den Leuten ab die gewillt sind Risiken einzugehen, die sich einbringen und gewillt sind emotionale Arbeit zu leisten.

Emotionale Arbeit ist die Art von Arbeit die nur emphatische Menschen leisten können. Ich bin davon überzeugt, dass wir diese Art von Arbeit mehr denn je brauchen. Und für genau diese Art von Arbeit bezahlen uns Firmen auch, sie haben es uns nur noch nicht deutlich genug gesagt und dementsprechend wissen wir das auch nicht. Wir sind der Meinung, dass wir aufgrund unserer tollen fachlichen Kompetenz oder aufgrund unserer langjährigen Erfahrung bezahlt werden. Das halte ich für einen Trugschluss.

Emotionale Arbeit zu leisten, bedeutet sich schwierigen Aufgaben zu stellen, sich mit Menschen zu verbinden, ein Risiko einzugehen, Initiative zu ergreifen, zu erfinden, zu verkaufen, sich selbst zu strecken und zu wachsen.

Dazu gibt es eine nette Geschichte:

Eines Tages holt ein alter Bauer seine zwei Söhne zu sich, um ihnen zu verkünden, wer den Hof erben soll, wenn er sich zur Ruhe setzt. ‚Der jüngere Sohn soll den Hof übernehmen‘, sagte der alte Bauer. Der ältere Sohn war außer sich vor Wut: ‚Was meinst du damit? Ich bin der ältere und habe den größeren Anspruch.

Okay‘, sagte der alte Bauer. ‚Du musst etwas für mich tun. Wir brauchen mehr Bestände. Kannst du zu Cibis Hof gehen und schauen ob er ein paar Kühe zum Verkauf hat?

Der ältere Sohn kam bald zurück und sagte: ‚Vater, Cibi hat 6 Kühe zu verkaufen‘.

Der alte Bauer dankte seinem Sohn großzügig für seine Mühe und wandte sich an den jüngeren Sohn: ‚Du musst etwas für mich tun. Wir brauchen mehr Bestände. Kannst du zu Cibis Hof gehen und schauen ob er ein paar Kühe zum Verkauf hat?

Der Sohn ging fort und kam bald wieder: ‚Vater, Cibi hat 6 Kühe zu verkaufen. Jede Kuh soll 2.000 Rupien kosten. Wenn wir mehr als 6 Kühe kaufen wollen, wird Cibi um 100 Rupien pro Kuh runtergehen. Er sagte auch, dass er nächste Woche spezielle Jersey-Rinder reinbekommt. Wenn wir es nicht eilig haben, könnte es sich also lohnen eine Woche zu warten. Wenn wir die Kühe jedoch dringend brauchen, kann er sie uns morgen liefern.

Der Vater dankte seinem jüngeren Sohn großzügig für seine Mühe. Er wandte sich an seinen älteren Sohn und sagte: ‚Das ist der Grund wieso dein jüngerer Bruder den Hof bekommen wird.

Das ist eine Demonstration von emotionaler Arbeit. Der jüngere Sohn hat nicht nur das getan was ihm aufgetragen wurde, er hat Initiative ergriffen und Verantwortung übernommen. Er hat sich voll eingebracht.

Die Zukunft einer Firma hängt davon ab, ob sie eine Kultur erschaffen kann, die emotionale Arbeit fördert und fordert. Nur Firmen die genug „emotionale Arbeiter“ haben, werden den Konkurrenzkampf der Zukunft überleben. In der Gesellschaft von morgen ist kein Platz mehr für mehrere Großkonzerne, die alle das gleiche machen und sich durch nichts von ihren Mitstreitern abheben. Wir können unsere Konkurrenz nicht durch noch mehr Gehorsam ausstechen. Wenn es nur darum geht eine Aufgabe zu erledigen und man das Ergebnis dieser Aufgabe messen kann, dann wird es immer jemanden geben der diese Aufgabe gehorsamer und vor allem billiger erledigen kann. Den Kampf um die Abwärtsspirale gen Boden kann man nicht gewinnen.

In China und Indien werden gerade Schwärme von gut ausgebildeten Fachleuten auf den Arbeitsmarkt gespült, die das Spiel der urdeutschen Tugenden von Pünktlichkeit, Fleiß und Ordnung viel besser spielen als wir. Wenn Deutschland in der Zukunft eine Wirtschaftsmacht bleiben will, dann dürfen wir dieses Spiel nicht spielen. Wir müssen das nächste Level erklimmen. Das bedeutet, dass wir lernen müssen uns unseren Ängsten zu stellen. Wir müssen uns solange in die Probleme lehnen, bis wir neue Erkenntnisse erhalten um diese zu lösen, anstatt davor weg zu scheuen. Wir müssen emotionale Arbeit leisten.

Es gibt einen Spruch der zu diesem Thema passt: „Der Unterschied zwischen einem Genie und einer normalen Person ist der, dass das Genie niemals ganz aufgibt. Er legt das Problem irgendwo im Hinterkopf ab und hält daran fest. Ab und zu wird es nach vorne geholt um darüber nachzudenken. Im Kontext neuer Eindrücke – die mit dem ursprünglichen Problem nichts zu tun haben – stößt das Genie auf eine Lösung. Währenddessen gibt die „normale Person“ endgültig auf und lässt das Problem komplett los.“

Wir müssen auch endlich lernen mit Fehlern umzugehen.

Nach meiner Beobachtung werden Fehler in der deutschen Arbeitskultur unterdrückt und totgeschwiegen. Nein, wir machen keine Fehler. Niemals. Doch! Wir sind Menschen und keine Maschinen! Natürlich machen wir Fehler. Viele sogar und das ist auch gut so. Nur aus Fehlern können wir lernen. Wer nicht genug Fehler macht, geht nicht genug Risiken ein. Wir müssen Fehler endlich als das akzeptieren was sie sind. Wir müssen sie offen auf den Tisch legen und produktiv diskutieren, ohne nach einem Schuldigen zu suchen oder Anklagen zu erheben. Wir müssen nach den wahren Ursachen forschen und uns nicht oberflächlichen Eitelkeiten hingeben.

Ich bin der Überzeugung, dass wir gerade dafür bezahlt werden emotionale Arbeit zu leisten. Genau das ist es was der Markt braucht. Den Rest unserer Aktivitäten, auf die wir uns allzu gerne etwas einbilden, könnten sonst auch dressierte Affen erledigen.

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Wieso Dein Leben eine billige Ausrede ist

Wenn es darum geht anderen Leuten zu vermitteln, dass man grob gesagt in der heutigen Zeit machen kann was man will, dann wird es brenzlig.

Es ist schwierig geworden. Und ich frage mich wieso eigentlich.

Wenn man so gemütlich bei einem Bierchen zusammensitzt und man dringt in die tieferen Regionen über den Sinn und Unsinn des Lebens vor, dann fangen viele Leute recht schnell an zu blocken. Sie geraten in Verteidigungsmodus. Vielleicht ist es einfach zu schwer den Gedanken zu akzeptieren, dass es wahr ist. Wieso tut man dann selber nicht das was man will. Wieso ist man selber in diesem Job gefangen den man nicht mag oder mit den Kollegen die man nicht mag oder mit dem Chef den man nicht mag oder einfach auch nur in der Stadt die man nicht mag?

Wieso sind wir unzufrieden?

Aber gehen wir nochmal in die Bier-Konversation zurück. Ich rede gerne über Themen der Selbstverwirklichung, Selbstverantwortung und Selbstbestimmung. Wenn ich dann mit Freunden in tiefere Regionen dieses Stoffs vordringe, dann landet man meist dabei dass meine Gesprächspartner mit irgendetwas in ihrem Leben nicht zufrieden sind. Was für eine Überraschung! Wir sind Menschen. Wir sind immer mit irgendetwas unzufrieden. Ich finde es aber erstaunlich wie viele Leute mit ihren Jobs unzufrieden sind oder generell mit ihrer Lebensgestaltung. So als hätten sie selber überhaupt nicht darüber bestimmt. Beraubt ihres Mitspracherechts. Als habe Gott oder eine sonstige höhere Macht ganz eigenständig darüber geboten. Wenn ich dann in mein Horn des „du kannst dein Leben selbst in die Hand nehmen und es zu deinen Bedingungen leben“ stoße, kommen die Proteste sehr schnell.

„Aber ich kann meinen Job nicht kündigen. Ich habe Rechnungen zu bezahlen.“

„Ich kann jetzt aber nicht meinen Traumkörper haben. Die Kinder nehmen mich zu sehr ein. Keine Zeit für Sport“.

„Ich kann jetzt nicht 5 Wochen nach Australien fliegen. Mein Chef gibt mir niemals so viel Urlaub am Stück und wer kümmert sich dann um meine Katze?“

Alles Ausreden.

Leute mit Leidenschaft suchen nach Wegen Dinge möglich zu machen“ – Seth Godin

Wenn man wirklich seinen Job hasst, so, dass es einem körperliche Schmerzen bereitet jeden Morgen aufzustehen und zur Arbeit zu gehen, dann findet man einen Weg seine Rechnungen zu bezahlen. Auch ohne diesen verhassten Job. Für mich bedeutet das meistens nur, dass die Leute entweder

  1. zu viel Langeweile haben und glauben ihren Job zu hassen, obwohl das in Wirklichkeit gar nicht stimmt

oder

  1. der Schmerz noch nicht groß genug ist – sie ihren Job also vielleicht nicht wirklich hassen, sondern einfach nur nicht mögen

oder

  1. voller Angst sind ein eigenverantwortliches Leben zu führen und die nötigen Veränderungen einzuleiten

Jede dieser drei Optionen habe ich bereits in Gesprächen erlebt, wenn Leute zugehört und sich darauf eingelassen haben ernsthaft über meine Fragen nachzudenken und diese auch ehrlich zu beantworten. Aber die weitaus interessantere Beobachtung für mich ist, dass die meisten Menschen gar nicht erst an diesen Punkt der Aufgeschlossenheit kommen. Viele fahren gleich die Mauern hoch und die Verteidigungsmaschinerie wird auf der Brustwehr aufgefahren. Man gerät schnell in Verteidigungsmodus und wenn man den Kampf erstmal begonnen hat, dann wird es umso schwieriger einen Rückzug zu machen. Verflucht sei unsere Sturheit und unsere Angst unser Gesicht zu verlieren!

Die bitter-süße Wahrheit

Vielleicht ist es einfach zu bitter zu akzeptieren, dass wir wirklich in einer Gesellschaft und in einer Zeit leben, in der wir buchstäblich machen können was wir wollen. Das würde nämlich bedeuten, dass es einen Grund hat wieso gerade wir nicht machen was wir wollen. Und der ist ziemlich hässlich und tut obendrein noch weh. Wir haben nicht den Mumm in den Knochen. Wir erstarren vor Angst bei dem ernsthaften Gedanken an eine einschneidende Veränderung in unserem Leben. Allein der Gedanke daran unsere gewohnte und lieb gewonnene Komfortzone zu verlassen treibt uns den Schweiß in kalten Kaskaden den Rücken runter. Und dann vergeht ein Tag, und dann noch einer, und noch einer, und noch einer, und wieder ist ein Jahr vergangen ohne dass wir unserem wirklichen Lebensziel auch nur einen Schritt näher gekommen wären.

Sich selbst zu verteidigen und sich viele Ausreden einfallen zu lassen und gegen meine Weltsicht zu argumentieren ist vielleicht immer noch einfacher zu ertragen als der Gedanke, dass man sich selbst hat hängen lassen. Dass man sich selbst versagt hat. Dass die eigenen Träume und Wünsche einem selber nichtmal so viel bedeuten, dass man gewillt ist für sie zu kämpfen. Oder auch nur etwas Ungemach in Kauf zu nehmen. Traurig. Schmerzhaft. Aber dennoch nicht weniger wahr.

Niemand zwingt dich eine gewisse Arbeit zu machen

Ich kann nachvollziehen wenn Leute sich wehren und als letzten Rückzugsort folgenden Spruch herunterleiern:

„Nicht jeder kann machen was er will.“

Oft in einem Atemzug mit:

„Irgendwer muss den Job machen“

Das sehe ich anders. Jeder kann heutzutage sprichwörtlich machen was er will. Ich rede von jungen, gebildeten Menschen die in der westlichen Hemisphäre leben. West-Europa, Amerika. Ich rede nicht von den Sklavenarbeitern in den Diamantenminen im Kongo oder den Strafarbeitern in den Gulags Russlands, die es anscheinend leider immer noch gibt. Wenn du wirklich Verantwortung für dein Leben übernimmst und dich deinen Ängsten stellst, weil es dir wichtig genug ist, dann kannst du das hier und jetzt.

Bezüglich der zweiten Aussage bin ich der Meinung, dass nicht jeder Job gemacht werden muss. Wir haben uns als Menschheit und Gesellschaft in den letzten 100 Jahren sehr stark entwickelt. Wir haben gute, neue Jobs geschaffen und das Bildungswesen stark vorangetrieben. Wir haben viele soziale Probleme gelöst und noch mehr neue geschaffen. Der Gesundheits- und Bildungsstandard sind enorm gewachsen und im Allgemeinen kann man als Einwohner eines Wohlstandslandes behaupten, dass es einem sehr gut geht und wir im wahrsten Sinne des Wortes in Wohlstand und Komfort leben.

Und die Zeiten werden noch besser werden. Wir befinden uns aktuell in Zeiten des exponentiellen Wachstums. Wir sind als Menschheit auf dem Sprung unser Leben immens zu verlängern – wer weiß vielleicht sogar bis zu Unsterblichkeit. Wir sind dabei eine multiplanetare Spezies zu werden und gottgleiche Fähigkeiten zu erwerben, der Symbiose aus Biotechnologie und Computerwissenschaften sei Dank.

Was sind „menschenwürdige“ Jobs?

Dementsprechend verschiebt sich auch die Grenze dessen was wir noch als einen menschenwürdigen Job ansehen. Viele Berufe werden aufgrund der stetig wachsenden Automatisierung und Vernetzung wegfallen. Auch diejenigen die heute als „sicher“ gelten und für die man eine hohe Qualifikation benötigt. Viele Jobs werden entweder von Maschinen ausgeführt oder wir werden lernen müssen ohne diesen „Service“ auszukommen. Noch im 19. Jahrhundert war es für viele gut betuchte aristokratische Familien undenkbar ohne einen Hausdiener auszukommen. Ich persönlich kenne keinen der so einen Job hat, einen solchen anstrebt oder zu so einem gezwungen wird.

Noch in den 1980’er Jahren hieß es dass LKW-Fahrer der sicherste Job überhaupt sei. Die Komplexität die es erfordert einen LKW sicher durch den chaotischen Straßenverkehr zu steuern und an sein Ziel zu bringen, sei so hoch, dass keine Maschine jemals diese Aufgabe so gut wie ein Mensch verrichten werden könne. Und doch sind die LKWs heute die ersten Vehikel die auf das autonome Fahren getestet werden und ich bin mir ziemlich sicher, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis es für LKW Fahrer keine Jobs mehr geben wird. Und das ist auch gut so. Diese haben dann Zeit sich mit anderen Dingen zu beschäftigen, neue Sachen zu lernen und Fähigkeiten zu erwerben die der Gesellschaft auf andere weise dienen. Fähigkeiten die sie persönlich und die Gesellschaft als Ganzes voran bringen können.

Wenn du deinen Job also nicht magst, mit deinem Körperbild unzufrieden bist, deine Beziehung dich annervt oder du sonstige Pläne für dein Leben hast, die für dich unerreichbar erscheinen – du hast es selbst in der Hand.

Kündige. Mach Sport. Arbeite an deiner Beziehung oder mach Schluss. Buche den Flug. Was auch immer du dir von deinem Leben erwartest. Pack deine Träume an. Mach dir einen Plan und setze diesen um. Schritt für Schritt. Eins nach dem anderen.

„Du musst nicht großartig sein, um zu starten. Aber du musst starten um großartig sein zu können.“ – Zig Ziglar

Memento mori. Gedenke zu sterben. Du hast nur dieses eine Leben. Nutze es. Verschwende es also nicht mit Dingen die dich unglücklich machen. Lebe!

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Vergiss deine Leidenschaft! Finde deinen Purpose

Heutzutage will dir jeder verklickern, dass du deine Arbeit mit Leidenschaft zu tun hast. Wenn du nicht mit Leidenschaft dabei bist, dann stimmt mit dir etwas nicht.

Das ist zum Teil richtig. Nur wer seine Arbeit gerne macht, macht sie auch gut. Wer seine Arbeit leidenschaftlich macht, wird sogar großartig darin werden und diese Arbeit unter Umständen nicht mehr sehr lange machen. Leute die großartige Arbeit leisten, waren, sind und werden immer folgendes bleiben: selten. Deshalb ist es oft so, dass du befördert oder abgeworben wirst, wenn Leute merken, dass du zu einer unverzichtbaren Person innerhalb deiner Organisation geworden bist.

Die spannende Frage ist, ob man zuerst Leidenschaft haben muss um hervorragende Arbeit zu leisten oder ob man erst hervorragende Arbeit leistet und dadurch Leidenschaft entwickelt. Das bekannte Henne-Ei Prinzip.

Wie entwickelt man Leidenschaft?

Cal Newport, der Autor des Buches „So Good They Can’t Ignore You“ vertritt die Meinung, dass man erst Leidenschaft für eine Sache entwickelt, wenn man wirklich hervorragend in ihr wird. Er meint, dass man nicht nur Spitzenleistungen in Jobs bringen kann, die auf dem Papier augenscheinlich gut aussehen, akademische Jobs wie Ingenieure, Wissenschaftler, Ärzte, Manager, Schauspieler, Musiker, Autoren, etc., sondern auch bei ganz „profanen“ und normalen Jobs wie Sekretär/innen, Mechaniker, Tischler, etc.

Nach Newport muss ein Job, zunächst einmal folgende Kriterien erfüllen, damit er in das Raster eines Jobs mit Erfüllungspotential fällt:

  1. Der Job muss einem Entwicklungsmöglichkeiten bieten, so dass man Fähigkeiten entwickeln kann, die einen von seinen Kollegen, Mitarbeitern oder Konkurrenten abheben
  2. Man muss etwas tun, von dem man überzeugt ist, dass es bedeutsam oder gut für die Welt ist.
  3. Man muss mit seinen Kollegen / Mitarbeitern gut auskommen

Kleine Randnotiz: Wenn man einen Job hat der gegen ein oder mehrere dieser Kriterien verstößt, sollte man kündigen.

Wenn man jetzt einen Job hat der die obigen Kriterien erfüllt, dann kann man viel Zeit in die bedachtsame Übung seiner Fähigkeiten stecken, die einen zu einem wertvollen und unverzichtbaren Teil seiner Organisation machen. Mit diesen neu entwickelten Fähigkeiten, kann man mehr Kontrolle in seinem Job einfordern. Dies ist essentiell um sich erfüllt oder glücklich zu fühlen. Man muss das Gefühl der Kontrolle haben, über das was man macht. Mit dem Mehr an Kontrolle ergeben sich wiederum neue Möglichkeiten und Gelegenheiten durch eine Beförderung oder einen neuen Job, der die logische Konsequenz und Fortführung der bereits eingeschlagenen Karriere darstellt, mit denen man noch mehr Kontrolle und Freiheit erlangen kann.

Mit diesem Ansatz ist es sehr viel wahrscheinlicher (berufliche) Erfüllung und Glück zu erlangen, als z.B. das bis dahin in einem Job erworbene Karrierekapital über Bord zu werfen und in einer völlig neuen Branche anzufangen.

„Richtig zu arbeiten“ schlägt die „richtige Arbeit“.

Das Handwerker Mindset

Wenn man dieser Philosophie folgt, dann muss man das „Leidenschafts-Mindset“ aktiv aufgeben und das „Handwerker-Mindset“ annehmen.

Beim Handwerker-Mindset konzentriert man sich darauf, was man selber der Welt zu bieten hat, wogegen das Leidenschafts-Mindset darauf abzielt was die Welt einem selber bieten kann. Das Handwerker-Mindset hat etwas Befreiendes: man lässt Selbstzentriertes hinter sich und anstatt sich zu fragen ob der Job das „Richtige“ ist, steckt man einfach die harte Arbeit rein um verdammt gut zu werden. Niemand schuldet einem eine großartige Karriere, man muss sich diese verdienen – und der Prozess ist nicht einfach.

Leidenschaft durch Erfolg

Wenn man dann mit dem richtigen Mindset und bedachtsamen Üben genug Fähigkeiten und Karrierekapital aufgebaut hat, welches man gegen mehr Kontrolle und Freiheit eintauschen kann, wird man auch ein erfülltes Arbeitsleben haben. Erst wenn man sich durch Kompetenz die Unabhängigkeit aufgebaut hat, wird man eine Leidenschaft für seine Arbeit entwickeln und dieser mit großer Freude nachgehen, da man in ihr einen höheren Sinn gefunden hat. Man muss erstmal in etwas gut sein, bevor man einen guten Job erwarten kann. Nicht umgekehrt.

Leidenschaft hält dich von deinem Potential ab

Wenn wir nur Sachen machen für die wir eine Leidenschaft hegen, dann besteht die Gefahr, dass wir anmaßend und selbstgefällig werden. Einmal an diesem Punkt angekommen, sind wir davon überzeugt, dass gewisse Arbeiten unter unserem Niveau liegen und von anderen Leuten erledigt werden sollten. Wir sind nicht mehr bereit die emotionale Arbeit zu leisten. Emotionale Arbeit zu leisten ist jedoch immens wichtig. Nur durch emotionale Arbeit (z.B. unangenehme Gespräche führen, die anderen Leuten zu blöd erscheinen, um sie selbst zu erledigen) beschäftigen wir uns mit allen Aspekten unserer Arbeit und werden zu einem absoluten Experten auf unserem Gebiet. Und noch viel wichtiger: man wird zu einer beliebten Anlaufstelle für Kollegen, Vorgesetzte und Mitarbeiter.

Nur so können wir unser volles Potential ausschöpfen. Wenn wir uns zu sehr auf unsere Leidenschaft konzentrieren, auf das was die Welt uns bieten kann, anstatt auf das was wir der Welt bieten können, werden wir immer hinter unseren Möglichkeiten zurückbleiben.

Finde deine Bestimmung und Bedeutung

Wie kann man jetzt also an den Punkt kommen, an dem man großartige Arbeit abliefert und dadurch ultimativ glücklich und erfüllt wird?

Anstatt sich auf Dinge zu konzentrieren für die man Leidenschaft hegt, kann man sich folgende Fragen stellen:

Womit kann ich etwas Bedeutendes leisten, dass anderen Menschen einen Nutzen bringt, glücklich macht oder sie einfach nur unterhält?

Welche Sache ist für mich so bedeutend, dass ich es anderen Menschen unbedingt sagen, zeigen oder sonst irgendwie vermitteln muss, weil ich davon überzeugt bin, dass es einen Nutzen bringt oder Mehrwert schafft?

Welche Fähigkeiten oder Talente habe ich, die sich weiter vertiefen und zu einem einzigartigen Skillset kombinieren lassen, die niemand anderes besitzt und wie kann ich diese nutzbringend einsetzen?

Wenn dich das Leben fragen würde was der Sinn deines Lebens ist, was würdest du dann antworten?

Um diese Frage beantworten zu können, musst du wissen was dein spezieller Sinn des Lebens ist. Du kannst dem Leben diese Frage nur durch deine Taten beantworten. Indem du Verantwortung für deine Taten und dein Leben übernimmst.

Mit dieser Lebensphilosophie werden wir uns vielleicht nicht nur immer mit Dingen beschäftigen für die wir vor Leidenschaft sprühen, aber wir werden wertvolle und nützliche Erfahrungen sammeln, die uns als Person wachsen lassen. Das ist die einzige Möglichkeit wirklich etwas zur Gesellschaft beizutragen. Und nur wenn wir einen echten Mehrwert für die Gesellschaft schaffen wird uns diese dafür entlohnen.

Auf welche Weise auch immer.

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Du hast keinen Mentor? Ich kenne einen Trick

Alle Welt spricht davon, dass man einen Mentor braucht, wenn man es auf einem Gebiet zur Meisterschaft bringen will. Das ist einer der meist gegebenen Tipps im Bereich „Erfolg“, der meiner Meinung auch wirklich sinnvoll ist.

Wenn man eine bestimmte Sache – schreiben, filmen, zeichnen, öffentliche Reden halten, ein Business gründen, ein erfülltes Leben führen – lernen will, dann geht es am schnellsten wenn man sich von jemandem unterrichten lässt der bereits ein Meister in dem Gebiet ist in dem man es selber zur Meisterschaft bringen will. Das macht gleich mehrfach Sinn.

Vorteile eines Mentors

Der Mentor kann dir zum einen beibringen auf welche Techniken und Dinge du dich konzentrieren sollst um schnellstmöglich zum gewünschten Erfolg zu kommen. Gerade am Anfang weiß man nicht so recht wo man anfangen soll und die Tipps die man in seinem Metier im Internet so zu lesen bekommt sind meist noch vielfältiger. Entweder wird man so verwirrt, dass man erst gar nicht anfängt oder man fängt zwar an, springt dann aber wie ein Kaninchen auf der Flucht vor dem Fuchs wild von einem Thema zum nächsten. Das demotiviert einen so schnell, dass man es gar nicht schafft auf ein Level zu kommen, wo es erst richtig anfängt spannend zu werden. Das ist nicht nur sehr schade für dich persönlich, sondern auch für alle anderen die dann der Kunst beraubt werden, welche du hervorbringen könntest.

Never ask advice of someone with whom you wouldn’t want to trade places“ – Darren Hardy

Zum anderen bewahrt dich ein Mentor davor die typischen Anfängerfehler zu machen. Er hat die Erfahrung in jahrelanger Arbeit selbst gemacht (oder von seinem Mentor gelernt). Er kann dir diese  kostbare Zeit ersparen und dich in wenigen Jahren dahin bringen, wofür du alleine 20 Jahre gebraucht hättest. Das ist quasi so, als würdest du durch ein Wurmloch in die Zukunft reisen. Du ersparst dir viele Jahre deines Lebens in denen du deine Kunst weiter verfeinern und auf Stufen bringen kannst von denen selbst dein Mentor träumt oder andere und neue Dinge lernen kannst. Du lebst länger, weil dein Mentor dich schneller leben lässt.

Fehler die man durch einen Mentor vermeiden kann müssen aber nicht immer unbedingt Erfahrungen sein, die man vermeidet. Viele Sachen sind beim Erlernen einer neuen Fähigkeit sinnvoll, aber die Reihenfolge spielt eine genauso wichtige Rolle. Dein Mentor kann dir die benötigten Skills in der richtigen Reihenfolge beibringen und so ebenfalls für eine immense Verkürzung deines Lernprozesses sorgen.

Großmeister im Schach bringen Neulingen z.B. nicht als erstes mögliche Eröffnungszüge mit Bauern und einem vollen Spielbrett bei, sondern wie man spielt wenn beide Spieler nur noch den König und einen Bauern haben. Das überfordert die Neulinge nicht mit zunächst unnötigen Details, sondern bringt ihnen ein tieferes Verständnis des Kerns vom Spiel.

Wie du also siehst, macht es sehr viel Sinn dir einen Mentor zu suchen und ihn zu beknien dich aufzunehmen und zu unterrichten, wenn du es mit einer Sache richtig ernst meinst. Viele Leute haben aber das Problem, dass sie in ihrem Umfeld niemanden kennen der zufällig ein Meister auf dem Gebiet der Kunst ist, das man sich ausgesucht hat.

Der Trick

Zum Glück für dich gibt es einen kleinen Trick den du anwenden kannst, der wie folgt geht:

Suche dir auf deinem Gebiet einen Mentor aus, der ausgewiesener Experte ist. Jeder Experte hat meistens Bücher oder andere Formen von zusammengestelltem Wissen veröffentlicht (Artikel, Videos, etc.). Besorge dir zunächst das Einsteigerwerk und lese bzw. arbeite es durch. Expertise alleine reicht aber noch nicht. Wenn du jemanden gefunden hast, stelle etwas Hintergrundrecherche über ihn an. Wer ist er, wie lebt er? Versuche so viel wie möglich über ihn herauszufinden. Mache dir ein Bild von ihm (oder ihr). Kannst du dich mit dieser Person identifizieren? Würdest du gerne so leben wie diese Person? Wenn ja, dann gehe den nächsten Schritt und besorge dir ALLES was er oder sie jemals veröffentlicht hat. Lese jedes Buch, schaue jedes Video, jeden Film, höre alle Reden, Interviews und Podcasts. Versuche so gut wie es geht in den Geist deines neu erkorenen Mentors einzudringen und seine Art zu denken so gut wie möglich zu verstehen.

Dieses Wissen um die Denk- und Lebensweise deines neuen Mentors muss dich fortan bei jeder Entscheidung begleiten, egal ob im Privat- oder Berufsleben.

Wenn du vor einer schwierigen Entscheidung stehst und nicht sicher bist, welches die für dich beste Lösung ist, mache Folgendes. Stelle dir vor du kennst deinen Mentor persönlich. Stell dir weiter vor, dass du ihn auf einen Kaffee eingeladen hast, weil du seinen Rat brauchst. Ihr sitzt gemütlich über einen schönen Tasse heißen Kaffees und du erzählst deinem Mentor von deiner Zwickmühle. Mit all den möglichen Entscheidungswegen und den jeweiligen Vor- und Nachteilen. Jetzt lasse den Mentor in deiner Phantasie einfach auf deine Fragen antworten. Du hast dir soviel Wissen über deinen Mentor angeeignet, dass du dir auch einen Gutteil seiner Art zu denken und Probleme anzugehen einverleibt hast.

Am besten funktioniert diese Methode für mich, wenn ich das Ganze schriftlich in einer Art Journal  Eintrag mache. Je realistischer ich die Szenerie beschreibe, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass ich während des Schreibprozesses zu erstaunlichen Einsichten gelange. Wenn ich meine Mentoren sprechen lasse, dann bekomme ich manchmal einen Rat, der mich selbst verwundert, obwohl ich ihn ja offensichtlich die Ganze Zeit in mir gehabt habe.

Der Trick besteht darin, dass man sich emotional von seinem Problem löst und dieses aus den Augen eines Außenstehenden betrachtet. Je mehr du über diesen Außenstehenden (den Mentor) weißt, desto höher die Erfolgswahrscheinlichkeit auf einen guten Rat. Wenn dieser Mentor auch noch genau das erreicht hat, was du auch erreichen willst, umso besser.

Dieses kleine Gedankenexperiment ist natürlich nicht so gut, wie das originale Mentoring. Am besten wäre es natürlich wenn man seine Vorbilder oder Leute die das Ganze auch erreicht haben, ohne (mehr oder weniger) in der Öffentlichkeit zu stehen, persönlich kennen würde und um Rat fragen könnte. Da das aber leider vielen von uns, in der aktuellen Lage in der man sich befindet (meist zu Beginn seiner Unternehmungen) nicht möglich ist, empfinde ich diesen kleinen Trick als hilfreichen ersten Start.

Viele Spaß beim „herumspinnen“.

Starte JETZT

Wenn du dich dazu entschlossen hast, dein Leben selbst in die Hand zu nehmen, und dich von der Hürde eines fehlenden Mentors nicht abbringen lässt, dann starte JETZT mit dem Manifest zum Leben.