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Die 5 Dinge die du mit Sicherheit bedauern wirst

Eine Krankenschwester für Palliativpflege in den USA hat eine Liste mit den 5 Dingen gemacht, die sterbende Menschen am meisten in ihrem Leben bereuen.

1. Ich wünschte ich hätte den Mut gehabt ein Leben zu leben, bei dem ich mir selbst treu bleibe, nicht das Leben das andere von mir erwartet haben.

Dies war das größte gemeinsame Bedauern. Wenn Menschen realisieren, dass ihr Leben fast vorbei ist und sie mit klarem Blick zurückschauen, ist es leicht zu sehen, wie viele Träume unerfüllt blieben. Die meisten der Befragten hatten nicht mal die Hälfte ihrer Träume umgesetzt und mussten in dem Wissen sterben, dass es aufgrund ihrer eigenen getroffenen oder eben nicht getroffenen Wahlen war.

2. Ich wünschte ich hätte nicht so hart gearbeitet.

Dies kam hauptsächlich von den männlichen Patienten. Sie verpassten wie ihre Kinder aufwuchsen oder bereuten nicht mehr Zeit mit ihren Frauen verbracht zu haben.

3. Ich wünschte ich hätte den Mut gehabt meine Gefühle auszudrücken.

Viele Menschen hatten ihre Gefühle unterdrückt um relativ friedlich mit anderen auszukommen. Dadurch konnten sie nie zu der Person werden, zu der sie sich in der Lage fühlten.

4. Ich wünschte ich wäre in Kontakt mit meinen Freunden geblieben.

Oft konnten die Patienten nicht zur Gänze die vollen Vorteile alter Freundschaften erkennen, bis zu dem Zeitpunkt an dem sie sterben mussten. Viele waren durch ihr eigenes Leben so eingenommen, dass sie die alten Freundschaften über die Jahre haben schleifen lassen.

5. Ich wünschte ich hätte mich selbst glücklicher sein lassen.

Dieser Satz hört sich vielleicht komisch an, aber am Ende des Lebens stellten viele fest, dass glücklich sein eine Wahl ist, die man treffen kann. Sie steckten fest in alten Mustern und Gewohnheiten. Der so genannte „Komfort“ der Vertrautheit schwappte in ihre Emotionen, wie auch ihr physisches Leben. Die Angst vor Veränderungen hat sie dazu veranlasst anderen Leuten und sich selbst gegenüber etwas vorzumachen und zufrieden zu tun. Dabei haben sie sich tief in sich danach gesehnt ordentlich zu lachen und wieder etwas Albernheit in ihrem Leben zu haben.

Diese 5 Punkte klingen für mich sehr plausibel und ich kann mich selbst in mindestens 4 wieder erkennen, wenn nicht in allen. Wenn man diese 5 Punkte in einen einzigen Ratschlag komprimieren wollte, könnte man sagen: Sei kein Zahnrad!

Das Alarmierende an diesen 5 Punkten des Bedauerns ist, dass es sich hierbei um Punkte des Unterlassens handelt. Man hat Dinge unterlassen, sie aktiv nicht gemacht. Man vergisst seine Träume, ignoriert seine Familie, unterdrückt seine Gefühle, vernachlässigt seine Freunde und vergisst glücklich zu sein. Fehler die man aufgrund von Unterlassung macht, sind besonders tückisch, weil man sie aus der „Standardeinstellung“ heraus macht.

Ich würde für mich diese Fehler gerne vermeiden. Aber wie vermeidet man Fehler die man standardmäßig macht? Idealerweise transformiert man sein Leben so, dass man andere Standardeinstellungen hat, aber vielleicht ist das gar nicht möglich. Solange diese Fehler standardmäßig passieren, muss man sich eben aktiv daran erinnern sie nicht zu machen. Und das ist verdammt schwierig, auch wenn sich das simpel anhört.

Wenn man die 5 Bedauern oder Fehler invertiert, dann bekommt man folgende Handlungsanweisungen:

Ignoriere nicht deine Träume, arbeite nicht zu viel, sage was du denkst, kultiviere Freundschaften, sei glücklich!

Wenn man sich jeden Tag nur diese Anweisungen auf seine To-Do Liste schreibt, wird man wohl am Ende nicht so viel zu bedauern haben.