Archiv für den Monat: Oktober 2017

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So kriegst du garantiert jeden Job

Neulich habe ich auf der Arbeit selbst beobachten dürfen was der Unterschied zwischen jemandem ist, der seine Arbeit zwar macht, diese ihm aber grundsätzlich am Arsch vorbei geht und jemandem dem wirklich etwas an seiner Arbeit liegt. Nicht in dem Sinne, dass der eine seine fachliche Tätigkeit besser ausführt als der andere. Nein, fachlich gibt es keine großen Unterschiede. In dem Sinne, dass der eine emotionale Arbeit leistet und der andere nicht. Letzterem ist eigentlich nur wichtig, dass er einen möglichst stressfreien Tag hat. Bloß alle unangenehme Arbeit von sich schieben und in keine Themen involviert werden, die es erfordern, dass man schwierige Gespräche führen muss, dass man andere Leute von etwas überzeugen, motivieren muss, dass man sich selbst einbringen muss.

Firmen und insbesondere Großkonzerne hängen heutzutage extrem von den Leuten ab die gewillt sind Risiken einzugehen, die sich einbringen und gewillt sind emotionale Arbeit zu leisten.

Emotionale Arbeit ist die Art von Arbeit die nur emphatische Menschen leisten können. Ich bin davon überzeugt, dass wir diese Art von Arbeit mehr denn je brauchen. Und für genau diese Art von Arbeit bezahlen uns Firmen auch, sie haben es uns nur noch nicht deutlich genug gesagt und dementsprechend wissen wir das auch nicht. Wir sind der Meinung, dass wir aufgrund unserer tollen fachlichen Kompetenz oder aufgrund unserer langjährigen Erfahrung bezahlt werden. Das halte ich für einen Trugschluss.

Emotionale Arbeit zu leisten, bedeutet sich schwierigen Aufgaben zu stellen, sich mit Menschen zu verbinden, ein Risiko einzugehen, Initiative zu ergreifen, zu erfinden, zu verkaufen, sich selbst zu strecken und zu wachsen.

Dazu gibt es eine nette Geschichte:

Eines Tages holt ein alter Bauer seine zwei Söhne zu sich, um ihnen zu verkünden, wer den Hof erben soll, wenn er sich zur Ruhe setzt. ‚Der jüngere Sohn soll den Hof übernehmen‘, sagte der alte Bauer. Der ältere Sohn war außer sich vor Wut: ‚Was meinst du damit? Ich bin der ältere und habe den größeren Anspruch.

Okay‘, sagte der alte Bauer. ‚Du musst etwas für mich tun. Wir brauchen mehr Bestände. Kannst du zu Cibis Hof gehen und schauen ob er ein paar Kühe zum Verkauf hat?

Der ältere Sohn kam bald zurück und sagte: ‚Vater, Cibi hat 6 Kühe zu verkaufen‘.

Der alte Bauer dankte seinem Sohn großzügig für seine Mühe und wandte sich an den jüngeren Sohn: ‚Du musst etwas für mich tun. Wir brauchen mehr Bestände. Kannst du zu Cibis Hof gehen und schauen ob er ein paar Kühe zum Verkauf hat?

Der Sohn ging fort und kam bald wieder: ‚Vater, Cibi hat 6 Kühe zu verkaufen. Jede Kuh soll 2.000 Rupien kosten. Wenn wir mehr als 6 Kühe kaufen wollen, wird Cibi um 100 Rupien pro Kuh runtergehen. Er sagte auch, dass er nächste Woche spezielle Jersey-Rinder reinbekommt. Wenn wir es nicht eilig haben, könnte es sich also lohnen eine Woche zu warten. Wenn wir die Kühe jedoch dringend brauchen, kann er sie uns morgen liefern.

Der Vater dankte seinem jüngeren Sohn großzügig für seine Mühe. Er wandte sich an seinen älteren Sohn und sagte: ‚Das ist der Grund wieso dein jüngerer Bruder den Hof bekommen wird.

Das ist eine Demonstration von emotionaler Arbeit. Der jüngere Sohn hat nicht nur das getan was ihm aufgetragen wurde, er hat Initiative ergriffen und Verantwortung übernommen. Er hat sich voll eingebracht.

Die Zukunft einer Firma hängt davon ab, ob sie eine Kultur erschaffen kann, die emotionale Arbeit fördert und fordert. Nur Firmen die genug „emotionale Arbeiter“ haben, werden den Konkurrenzkampf der Zukunft überleben. In der Gesellschaft von morgen ist kein Platz mehr für mehrere Großkonzerne, die alle das gleiche machen und sich durch nichts von ihren Mitstreitern abheben. Wir können unsere Konkurrenz nicht durch noch mehr Gehorsam ausstechen. Wenn es nur darum geht eine Aufgabe zu erledigen und man das Ergebnis dieser Aufgabe messen kann, dann wird es immer jemanden geben der diese Aufgabe gehorsamer und vor allem billiger erledigen kann. Den Kampf um die Abwärtsspirale gen Boden kann man nicht gewinnen.

In China und Indien werden gerade Schwärme von gut ausgebildeten Fachleuten auf den Arbeitsmarkt gespült, die das Spiel der urdeutschen Tugenden von Pünktlichkeit, Fleiß und Ordnung viel besser spielen als wir. Wenn Deutschland in der Zukunft eine Wirtschaftsmacht bleiben will, dann dürfen wir dieses Spiel nicht spielen. Wir müssen das nächste Level erklimmen. Das bedeutet, dass wir lernen müssen uns unseren Ängsten zu stellen. Wir müssen uns solange in die Probleme lehnen, bis wir neue Erkenntnisse erhalten um diese zu lösen, anstatt davor weg zu scheuen. Wir müssen emotionale Arbeit leisten.

Es gibt einen Spruch der zu diesem Thema passt: „Der Unterschied zwischen einem Genie und einer normalen Person ist der, dass das Genie niemals ganz aufgibt. Er legt das Problem irgendwo im Hinterkopf ab und hält daran fest. Ab und zu wird es nach vorne geholt um darüber nachzudenken. Im Kontext neuer Eindrücke – die mit dem ursprünglichen Problem nichts zu tun haben – stößt das Genie auf eine Lösung. Währenddessen gibt die „normale Person“ endgültig auf und lässt das Problem komplett los.“

Wir müssen auch endlich lernen mit Fehlern umzugehen.

Nach meiner Beobachtung werden Fehler in der deutschen Arbeitskultur unterdrückt und totgeschwiegen. Nein, wir machen keine Fehler. Niemals. Doch! Wir sind Menschen und keine Maschinen! Natürlich machen wir Fehler. Viele sogar und das ist auch gut so. Nur aus Fehlern können wir lernen. Wer nicht genug Fehler macht, geht nicht genug Risiken ein. Wir müssen Fehler endlich als das akzeptieren was sie sind. Wir müssen sie offen auf den Tisch legen und produktiv diskutieren, ohne nach einem Schuldigen zu suchen oder Anklagen zu erheben. Wir müssen nach den wahren Ursachen forschen und uns nicht oberflächlichen Eitelkeiten hingeben.

Ich bin der Überzeugung, dass wir gerade dafür bezahlt werden emotionale Arbeit zu leisten. Genau das ist es was der Markt braucht. Den Rest unserer Aktivitäten, auf die wir uns allzu gerne etwas einbilden, könnten sonst auch dressierte Affen erledigen.

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Wieso Dein Leben eine billige Ausrede ist

Wenn es darum geht anderen Leuten zu vermitteln, dass man grob gesagt in der heutigen Zeit machen kann was man will, dann wird es brenzlig.

Es ist schwierig geworden. Und ich frage mich wieso eigentlich.

Wenn man so gemütlich bei einem Bierchen zusammensitzt und man dringt in die tieferen Regionen über den Sinn und Unsinn des Lebens vor, dann fangen viele Leute recht schnell an zu blocken. Sie geraten in Verteidigungsmodus. Vielleicht ist es einfach zu schwer den Gedanken zu akzeptieren, dass es wahr ist. Wieso tut man dann selber nicht das was man will. Wieso ist man selber in diesem Job gefangen den man nicht mag oder mit den Kollegen die man nicht mag oder mit dem Chef den man nicht mag oder einfach auch nur in der Stadt die man nicht mag?

Wieso sind wir unzufrieden?

Aber gehen wir nochmal in die Bier-Konversation zurück. Ich rede gerne über Themen der Selbstverwirklichung, Selbstverantwortung und Selbstbestimmung. Wenn ich dann mit Freunden in tiefere Regionen dieses Stoffs vordringe, dann landet man meist dabei dass meine Gesprächspartner mit irgendetwas in ihrem Leben nicht zufrieden sind. Was für eine Überraschung! Wir sind Menschen. Wir sind immer mit irgendetwas unzufrieden. Ich finde es aber erstaunlich wie viele Leute mit ihren Jobs unzufrieden sind oder generell mit ihrer Lebensgestaltung. So als hätten sie selber überhaupt nicht darüber bestimmt. Beraubt ihres Mitspracherechts. Als habe Gott oder eine sonstige höhere Macht ganz eigenständig darüber geboten. Wenn ich dann in mein Horn des „du kannst dein Leben selbst in die Hand nehmen und es zu deinen Bedingungen leben“ stoße, kommen die Proteste sehr schnell.

„Aber ich kann meinen Job nicht kündigen. Ich habe Rechnungen zu bezahlen.“

„Ich kann jetzt aber nicht meinen Traumkörper haben. Die Kinder nehmen mich zu sehr ein. Keine Zeit für Sport“.

„Ich kann jetzt nicht 5 Wochen nach Australien fliegen. Mein Chef gibt mir niemals so viel Urlaub am Stück und wer kümmert sich dann um meine Katze?“

Alles Ausreden.

Leute mit Leidenschaft suchen nach Wegen Dinge möglich zu machen“ – Seth Godin

Wenn man wirklich seinen Job hasst, so, dass es einem körperliche Schmerzen bereitet jeden Morgen aufzustehen und zur Arbeit zu gehen, dann findet man einen Weg seine Rechnungen zu bezahlen. Auch ohne diesen verhassten Job. Für mich bedeutet das meistens nur, dass die Leute entweder

  1. zu viel Langeweile haben und glauben ihren Job zu hassen, obwohl das in Wirklichkeit gar nicht stimmt

oder

  1. der Schmerz noch nicht groß genug ist – sie ihren Job also vielleicht nicht wirklich hassen, sondern einfach nur nicht mögen

oder

  1. voller Angst sind ein eigenverantwortliches Leben zu führen und die nötigen Veränderungen einzuleiten

Jede dieser drei Optionen habe ich bereits in Gesprächen erlebt, wenn Leute zugehört und sich darauf eingelassen haben ernsthaft über meine Fragen nachzudenken und diese auch ehrlich zu beantworten. Aber die weitaus interessantere Beobachtung für mich ist, dass die meisten Menschen gar nicht erst an diesen Punkt der Aufgeschlossenheit kommen. Viele fahren gleich die Mauern hoch und die Verteidigungsmaschinerie wird auf der Brustwehr aufgefahren. Man gerät schnell in Verteidigungsmodus und wenn man den Kampf erstmal begonnen hat, dann wird es umso schwieriger einen Rückzug zu machen. Verflucht sei unsere Sturheit und unsere Angst unser Gesicht zu verlieren!

Die bitter-süße Wahrheit

Vielleicht ist es einfach zu bitter zu akzeptieren, dass wir wirklich in einer Gesellschaft und in einer Zeit leben, in der wir buchstäblich machen können was wir wollen. Das würde nämlich bedeuten, dass es einen Grund hat wieso gerade wir nicht machen was wir wollen. Und der ist ziemlich hässlich und tut obendrein noch weh. Wir haben nicht den Mumm in den Knochen. Wir erstarren vor Angst bei dem ernsthaften Gedanken an eine einschneidende Veränderung in unserem Leben. Allein der Gedanke daran unsere gewohnte und lieb gewonnene Komfortzone zu verlassen treibt uns den Schweiß in kalten Kaskaden den Rücken runter. Und dann vergeht ein Tag, und dann noch einer, und noch einer, und noch einer, und wieder ist ein Jahr vergangen ohne dass wir unserem wirklichen Lebensziel auch nur einen Schritt näher gekommen wären.

Sich selbst zu verteidigen und sich viele Ausreden einfallen zu lassen und gegen meine Weltsicht zu argumentieren ist vielleicht immer noch einfacher zu ertragen als der Gedanke, dass man sich selbst hat hängen lassen. Dass man sich selbst versagt hat. Dass die eigenen Träume und Wünsche einem selber nichtmal so viel bedeuten, dass man gewillt ist für sie zu kämpfen. Oder auch nur etwas Ungemach in Kauf zu nehmen. Traurig. Schmerzhaft. Aber dennoch nicht weniger wahr.

Niemand zwingt dich eine gewisse Arbeit zu machen

Ich kann nachvollziehen wenn Leute sich wehren und als letzten Rückzugsort folgenden Spruch herunterleiern:

„Nicht jeder kann machen was er will.“

Oft in einem Atemzug mit:

„Irgendwer muss den Job machen“

Das sehe ich anders. Jeder kann heutzutage sprichwörtlich machen was er will. Ich rede von jungen, gebildeten Menschen die in der westlichen Hemisphäre leben. West-Europa, Amerika. Ich rede nicht von den Sklavenarbeitern in den Diamantenminen im Kongo oder den Strafarbeitern in den Gulags Russlands, die es anscheinend leider immer noch gibt. Wenn du wirklich Verantwortung für dein Leben übernimmst und dich deinen Ängsten stellst, weil es dir wichtig genug ist, dann kannst du das hier und jetzt.

Bezüglich der zweiten Aussage bin ich der Meinung, dass nicht jeder Job gemacht werden muss. Wir haben uns als Menschheit und Gesellschaft in den letzten 100 Jahren sehr stark entwickelt. Wir haben gute, neue Jobs geschaffen und das Bildungswesen stark vorangetrieben. Wir haben viele soziale Probleme gelöst und noch mehr neue geschaffen. Der Gesundheits- und Bildungsstandard sind enorm gewachsen und im Allgemeinen kann man als Einwohner eines Wohlstandslandes behaupten, dass es einem sehr gut geht und wir im wahrsten Sinne des Wortes in Wohlstand und Komfort leben.

Und die Zeiten werden noch besser werden. Wir befinden uns aktuell in Zeiten des exponentiellen Wachstums. Wir sind als Menschheit auf dem Sprung unser Leben immens zu verlängern – wer weiß vielleicht sogar bis zu Unsterblichkeit. Wir sind dabei eine multiplanetare Spezies zu werden und gottgleiche Fähigkeiten zu erwerben, der Symbiose aus Biotechnologie und Computerwissenschaften sei Dank.

Was sind „menschenwürdige“ Jobs?

Dementsprechend verschiebt sich auch die Grenze dessen was wir noch als einen menschenwürdigen Job ansehen. Viele Berufe werden aufgrund der stetig wachsenden Automatisierung und Vernetzung wegfallen. Auch diejenigen die heute als „sicher“ gelten und für die man eine hohe Qualifikation benötigt. Viele Jobs werden entweder von Maschinen ausgeführt oder wir werden lernen müssen ohne diesen „Service“ auszukommen. Noch im 19. Jahrhundert war es für viele gut betuchte aristokratische Familien undenkbar ohne einen Hausdiener auszukommen. Ich persönlich kenne keinen der so einen Job hat, einen solchen anstrebt oder zu so einem gezwungen wird.

Noch in den 1980’er Jahren hieß es dass LKW-Fahrer der sicherste Job überhaupt sei. Die Komplexität die es erfordert einen LKW sicher durch den chaotischen Straßenverkehr zu steuern und an sein Ziel zu bringen, sei so hoch, dass keine Maschine jemals diese Aufgabe so gut wie ein Mensch verrichten werden könne. Und doch sind die LKWs heute die ersten Vehikel die auf das autonome Fahren getestet werden und ich bin mir ziemlich sicher, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis es für LKW Fahrer keine Jobs mehr geben wird. Und das ist auch gut so. Diese haben dann Zeit sich mit anderen Dingen zu beschäftigen, neue Sachen zu lernen und Fähigkeiten zu erwerben die der Gesellschaft auf andere weise dienen. Fähigkeiten die sie persönlich und die Gesellschaft als Ganzes voran bringen können.

Wenn du deinen Job also nicht magst, mit deinem Körperbild unzufrieden bist, deine Beziehung dich annervt oder du sonstige Pläne für dein Leben hast, die für dich unerreichbar erscheinen – du hast es selbst in der Hand.

Kündige. Mach Sport. Arbeite an deiner Beziehung oder mach Schluss. Buche den Flug. Was auch immer du dir von deinem Leben erwartest. Pack deine Träume an. Mach dir einen Plan und setze diesen um. Schritt für Schritt. Eins nach dem anderen.

„Du musst nicht großartig sein, um zu starten. Aber du musst starten um großartig sein zu können.“ – Zig Ziglar

Memento mori. Gedenke zu sterben. Du hast nur dieses eine Leben. Nutze es. Verschwende es also nicht mit Dingen die dich unglücklich machen. Lebe!

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Vergiss deine Leidenschaft! Finde deinen Purpose

Heutzutage will dir jeder verklickern, dass du deine Arbeit mit Leidenschaft zu tun hast. Wenn du nicht mit Leidenschaft dabei bist, dann stimmt mit dir etwas nicht.

Das ist zum Teil richtig. Nur wer seine Arbeit gerne macht, macht sie auch gut. Wer seine Arbeit leidenschaftlich macht, wird sogar großartig darin werden und diese Arbeit unter Umständen nicht mehr sehr lange machen. Leute die großartige Arbeit leisten, waren, sind und werden immer folgendes bleiben: selten. Deshalb ist es oft so, dass du befördert oder abgeworben wirst, wenn Leute merken, dass du zu einer unverzichtbaren Person innerhalb deiner Organisation geworden bist.

Die spannende Frage ist, ob man zuerst Leidenschaft haben muss um hervorragende Arbeit zu leisten oder ob man erst hervorragende Arbeit leistet und dadurch Leidenschaft entwickelt. Das bekannte Henne-Ei Prinzip.

Wie entwickelt man Leidenschaft?

Cal Newport, der Autor des Buches „So Good They Can’t Ignore You“ vertritt die Meinung, dass man erst Leidenschaft für eine Sache entwickelt, wenn man wirklich hervorragend in ihr wird. Er meint, dass man nicht nur Spitzenleistungen in Jobs bringen kann, die auf dem Papier augenscheinlich gut aussehen, akademische Jobs wie Ingenieure, Wissenschaftler, Ärzte, Manager, Schauspieler, Musiker, Autoren, etc., sondern auch bei ganz „profanen“ und normalen Jobs wie Sekretär/innen, Mechaniker, Tischler, etc.

Nach Newport muss ein Job, zunächst einmal folgende Kriterien erfüllen, damit er in das Raster eines Jobs mit Erfüllungspotential fällt:

  1. Der Job muss einem Entwicklungsmöglichkeiten bieten, so dass man Fähigkeiten entwickeln kann, die einen von seinen Kollegen, Mitarbeitern oder Konkurrenten abheben
  2. Man muss etwas tun, von dem man überzeugt ist, dass es bedeutsam oder gut für die Welt ist.
  3. Man muss mit seinen Kollegen / Mitarbeitern gut auskommen

Kleine Randnotiz: Wenn man einen Job hat der gegen ein oder mehrere dieser Kriterien verstößt, sollte man kündigen.

Wenn man jetzt einen Job hat der die obigen Kriterien erfüllt, dann kann man viel Zeit in die bedachtsame Übung seiner Fähigkeiten stecken, die einen zu einem wertvollen und unverzichtbaren Teil seiner Organisation machen. Mit diesen neu entwickelten Fähigkeiten, kann man mehr Kontrolle in seinem Job einfordern. Dies ist essentiell um sich erfüllt oder glücklich zu fühlen. Man muss das Gefühl der Kontrolle haben, über das was man macht. Mit dem Mehr an Kontrolle ergeben sich wiederum neue Möglichkeiten und Gelegenheiten durch eine Beförderung oder einen neuen Job, der die logische Konsequenz und Fortführung der bereits eingeschlagenen Karriere darstellt, mit denen man noch mehr Kontrolle und Freiheit erlangen kann.

Mit diesem Ansatz ist es sehr viel wahrscheinlicher (berufliche) Erfüllung und Glück zu erlangen, als z.B. das bis dahin in einem Job erworbene Karrierekapital über Bord zu werfen und in einer völlig neuen Branche anzufangen.

„Richtig zu arbeiten“ schlägt die „richtige Arbeit“.

Das Handwerker Mindset

Wenn man dieser Philosophie folgt, dann muss man das „Leidenschafts-Mindset“ aktiv aufgeben und das „Handwerker-Mindset“ annehmen.

Beim Handwerker-Mindset konzentriert man sich darauf, was man selber der Welt zu bieten hat, wogegen das Leidenschafts-Mindset darauf abzielt was die Welt einem selber bieten kann. Das Handwerker-Mindset hat etwas Befreiendes: man lässt Selbstzentriertes hinter sich und anstatt sich zu fragen ob der Job das „Richtige“ ist, steckt man einfach die harte Arbeit rein um verdammt gut zu werden. Niemand schuldet einem eine großartige Karriere, man muss sich diese verdienen – und der Prozess ist nicht einfach.

Leidenschaft durch Erfolg

Wenn man dann mit dem richtigen Mindset und bedachtsamen Üben genug Fähigkeiten und Karrierekapital aufgebaut hat, welches man gegen mehr Kontrolle und Freiheit eintauschen kann, wird man auch ein erfülltes Arbeitsleben haben. Erst wenn man sich durch Kompetenz die Unabhängigkeit aufgebaut hat, wird man eine Leidenschaft für seine Arbeit entwickeln und dieser mit großer Freude nachgehen, da man in ihr einen höheren Sinn gefunden hat. Man muss erstmal in etwas gut sein, bevor man einen guten Job erwarten kann. Nicht umgekehrt.

Leidenschaft hält dich von deinem Potential ab

Wenn wir nur Sachen machen für die wir eine Leidenschaft hegen, dann besteht die Gefahr, dass wir anmaßend und selbstgefällig werden. Einmal an diesem Punkt angekommen, sind wir davon überzeugt, dass gewisse Arbeiten unter unserem Niveau liegen und von anderen Leuten erledigt werden sollten. Wir sind nicht mehr bereit die emotionale Arbeit zu leisten. Emotionale Arbeit zu leisten ist jedoch immens wichtig. Nur durch emotionale Arbeit (z.B. unangenehme Gespräche führen, die anderen Leuten zu blöd erscheinen, um sie selbst zu erledigen) beschäftigen wir uns mit allen Aspekten unserer Arbeit und werden zu einem absoluten Experten auf unserem Gebiet. Und noch viel wichtiger: man wird zu einer beliebten Anlaufstelle für Kollegen, Vorgesetzte und Mitarbeiter.

Nur so können wir unser volles Potential ausschöpfen. Wenn wir uns zu sehr auf unsere Leidenschaft konzentrieren, auf das was die Welt uns bieten kann, anstatt auf das was wir der Welt bieten können, werden wir immer hinter unseren Möglichkeiten zurückbleiben.

Finde deine Bestimmung und Bedeutung

Wie kann man jetzt also an den Punkt kommen, an dem man großartige Arbeit abliefert und dadurch ultimativ glücklich und erfüllt wird?

Anstatt sich auf Dinge zu konzentrieren für die man Leidenschaft hegt, kann man sich folgende Fragen stellen:

Womit kann ich etwas Bedeutendes leisten, dass anderen Menschen einen Nutzen bringt, glücklich macht oder sie einfach nur unterhält?

Welche Sache ist für mich so bedeutend, dass ich es anderen Menschen unbedingt sagen, zeigen oder sonst irgendwie vermitteln muss, weil ich davon überzeugt bin, dass es einen Nutzen bringt oder Mehrwert schafft?

Welche Fähigkeiten oder Talente habe ich, die sich weiter vertiefen und zu einem einzigartigen Skillset kombinieren lassen, die niemand anderes besitzt und wie kann ich diese nutzbringend einsetzen?

Wenn dich das Leben fragen würde was der Sinn deines Lebens ist, was würdest du dann antworten?

Um diese Frage beantworten zu können, musst du wissen was dein spezieller Sinn des Lebens ist. Du kannst dem Leben diese Frage nur durch deine Taten beantworten. Indem du Verantwortung für deine Taten und dein Leben übernimmst.

Mit dieser Lebensphilosophie werden wir uns vielleicht nicht nur immer mit Dingen beschäftigen für die wir vor Leidenschaft sprühen, aber wir werden wertvolle und nützliche Erfahrungen sammeln, die uns als Person wachsen lassen. Das ist die einzige Möglichkeit wirklich etwas zur Gesellschaft beizutragen. Und nur wenn wir einen echten Mehrwert für die Gesellschaft schaffen wird uns diese dafür entlohnen.

Auf welche Weise auch immer.

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Du hast keinen Mentor? Ich kenne einen Trick

Alle Welt spricht davon, dass man einen Mentor braucht, wenn man es auf einem Gebiet zur Meisterschaft bringen will. Das ist einer der meist gegebenen Tipps im Bereich „Erfolg“, der meiner Meinung auch wirklich sinnvoll ist.

Wenn man eine bestimmte Sache – schreiben, filmen, zeichnen, öffentliche Reden halten, ein Business gründen, ein erfülltes Leben führen – lernen will, dann geht es am schnellsten wenn man sich von jemandem unterrichten lässt der bereits ein Meister in dem Gebiet ist in dem man es selber zur Meisterschaft bringen will. Das macht gleich mehrfach Sinn.

Vorteile eines Mentors

Der Mentor kann dir zum einen beibringen auf welche Techniken und Dinge du dich konzentrieren sollst um schnellstmöglich zum gewünschten Erfolg zu kommen. Gerade am Anfang weiß man nicht so recht wo man anfangen soll und die Tipps die man in seinem Metier im Internet so zu lesen bekommt sind meist noch vielfältiger. Entweder wird man so verwirrt, dass man erst gar nicht anfängt oder man fängt zwar an, springt dann aber wie ein Kaninchen auf der Flucht vor dem Fuchs wild von einem Thema zum nächsten. Das demotiviert einen so schnell, dass man es gar nicht schafft auf ein Level zu kommen, wo es erst richtig anfängt spannend zu werden. Das ist nicht nur sehr schade für dich persönlich, sondern auch für alle anderen die dann der Kunst beraubt werden, welche du hervorbringen könntest.

Never ask advice of someone with whom you wouldn’t want to trade places“ – Darren Hardy

Zum anderen bewahrt dich ein Mentor davor die typischen Anfängerfehler zu machen. Er hat die Erfahrung in jahrelanger Arbeit selbst gemacht (oder von seinem Mentor gelernt). Er kann dir diese  kostbare Zeit ersparen und dich in wenigen Jahren dahin bringen, wofür du alleine 20 Jahre gebraucht hättest. Das ist quasi so, als würdest du durch ein Wurmloch in die Zukunft reisen. Du ersparst dir viele Jahre deines Lebens in denen du deine Kunst weiter verfeinern und auf Stufen bringen kannst von denen selbst dein Mentor träumt oder andere und neue Dinge lernen kannst. Du lebst länger, weil dein Mentor dich schneller leben lässt.

Fehler die man durch einen Mentor vermeiden kann müssen aber nicht immer unbedingt Erfahrungen sein, die man vermeidet. Viele Sachen sind beim Erlernen einer neuen Fähigkeit sinnvoll, aber die Reihenfolge spielt eine genauso wichtige Rolle. Dein Mentor kann dir die benötigten Skills in der richtigen Reihenfolge beibringen und so ebenfalls für eine immense Verkürzung deines Lernprozesses sorgen.

Großmeister im Schach bringen Neulingen z.B. nicht als erstes mögliche Eröffnungszüge mit Bauern und einem vollen Spielbrett bei, sondern wie man spielt wenn beide Spieler nur noch den König und einen Bauern haben. Das überfordert die Neulinge nicht mit zunächst unnötigen Details, sondern bringt ihnen ein tieferes Verständnis des Kerns vom Spiel.

Wie du also siehst, macht es sehr viel Sinn dir einen Mentor zu suchen und ihn zu beknien dich aufzunehmen und zu unterrichten, wenn du es mit einer Sache richtig ernst meinst. Viele Leute haben aber das Problem, dass sie in ihrem Umfeld niemanden kennen der zufällig ein Meister auf dem Gebiet der Kunst ist, das man sich ausgesucht hat.

Der Trick

Zum Glück für dich gibt es einen kleinen Trick den du anwenden kannst, der wie folgt geht:

Suche dir auf deinem Gebiet einen Mentor aus, der ausgewiesener Experte ist. Jeder Experte hat meistens Bücher oder andere Formen von zusammengestelltem Wissen veröffentlicht (Artikel, Videos, etc.). Besorge dir zunächst das Einsteigerwerk und lese bzw. arbeite es durch. Expertise alleine reicht aber noch nicht. Wenn du jemanden gefunden hast, stelle etwas Hintergrundrecherche über ihn an. Wer ist er, wie lebt er? Versuche so viel wie möglich über ihn herauszufinden. Mache dir ein Bild von ihm (oder ihr). Kannst du dich mit dieser Person identifizieren? Würdest du gerne so leben wie diese Person? Wenn ja, dann gehe den nächsten Schritt und besorge dir ALLES was er oder sie jemals veröffentlicht hat. Lese jedes Buch, schaue jedes Video, jeden Film, höre alle Reden, Interviews und Podcasts. Versuche so gut wie es geht in den Geist deines neu erkorenen Mentors einzudringen und seine Art zu denken so gut wie möglich zu verstehen.

Dieses Wissen um die Denk- und Lebensweise deines neuen Mentors muss dich fortan bei jeder Entscheidung begleiten, egal ob im Privat- oder Berufsleben.

Wenn du vor einer schwierigen Entscheidung stehst und nicht sicher bist, welches die für dich beste Lösung ist, mache Folgendes. Stelle dir vor du kennst deinen Mentor persönlich. Stell dir weiter vor, dass du ihn auf einen Kaffee eingeladen hast, weil du seinen Rat brauchst. Ihr sitzt gemütlich über einen schönen Tasse heißen Kaffees und du erzählst deinem Mentor von deiner Zwickmühle. Mit all den möglichen Entscheidungswegen und den jeweiligen Vor- und Nachteilen. Jetzt lasse den Mentor in deiner Phantasie einfach auf deine Fragen antworten. Du hast dir soviel Wissen über deinen Mentor angeeignet, dass du dir auch einen Gutteil seiner Art zu denken und Probleme anzugehen einverleibt hast.

Am besten funktioniert diese Methode für mich, wenn ich das Ganze schriftlich in einer Art Journal  Eintrag mache. Je realistischer ich die Szenerie beschreibe, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass ich während des Schreibprozesses zu erstaunlichen Einsichten gelange. Wenn ich meine Mentoren sprechen lasse, dann bekomme ich manchmal einen Rat, der mich selbst verwundert, obwohl ich ihn ja offensichtlich die Ganze Zeit in mir gehabt habe.

Der Trick besteht darin, dass man sich emotional von seinem Problem löst und dieses aus den Augen eines Außenstehenden betrachtet. Je mehr du über diesen Außenstehenden (den Mentor) weißt, desto höher die Erfolgswahrscheinlichkeit auf einen guten Rat. Wenn dieser Mentor auch noch genau das erreicht hat, was du auch erreichen willst, umso besser.

Dieses kleine Gedankenexperiment ist natürlich nicht so gut, wie das originale Mentoring. Am besten wäre es natürlich wenn man seine Vorbilder oder Leute die das Ganze auch erreicht haben, ohne (mehr oder weniger) in der Öffentlichkeit zu stehen, persönlich kennen würde und um Rat fragen könnte. Da das aber leider vielen von uns, in der aktuellen Lage in der man sich befindet (meist zu Beginn seiner Unternehmungen) nicht möglich ist, empfinde ich diesen kleinen Trick als hilfreichen ersten Start.

Viele Spaß beim „herumspinnen“.

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Wenn du dich dazu entschlossen hast, dein Leben selbst in die Hand zu nehmen, und dich von der Hürde eines fehlenden Mentors nicht abbringen lässt, dann starte JETZT mit dem Manifest zum Leben.