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Die 5 Schritte mit denen Du dein Leben endlich selbst in die Hand nimmst

Es ist schwer heutzutage sein Leben zu seinen eigenen Bedingungen zu leben. Es geht schon damit los, dass die erste Handlung nach dem Aufstehen darin besteht, sein Smartphone nach neuen Social Media Feeds zu checken – Facebook, Instagram, Snapchat, News Feeds. Damit starten wir unseren Tag nach der Agenda anderer Leute. Wir machen uns das gar nicht wirklich bewusst, aber in dem wir die erste, kostbare Zeit nach dem Aufwachen der Agenda anderer Leute widmen, bringen wir uns für den Rest des Tages in einen passiven, reaktiven Zustand.

Unser Gehirn verarbeitet Nachts, während wir schlafen, die Eindrücke und das Gelernte des Vortages. Meist sammeln wir viele unterschiedliche Eindrücke und lernen nicht nur eine, sondern mehrere, unterschiedliche Sachen. Diese stellen dann meistens viele „lose Enden“ in unserem Gehirn dar, die zunächst augenscheinlich nichts miteinander zu tun haben. Nachts jedoch sortiert unser Gehirn diese Eindrücke und versucht sie mit all den anderen Eindrücken abzugleichen oder in Verbindung zu bringen.

Wenn wir jetzt morgens aufwachen, sollten wir die ersten 30-60 Minuten des Tages uns und unseren Gedanken widmen. Die jetzt verarbeiteten Eindrücke des Vortages liegen noch in unserem Unterbewusstsein und sind noch nicht greifbar. Das heißt konkret, dass die losen Enden immer noch lose sind, wenn überhaupt nur durch einen seidenen Faden miteinander verbunden. Das Gehirn versucht die während des Schlafes im Unterbewusstsein verarbeiteten Daten ins Bewusstsein zu bringen. Wenn wir jetzt aber passiv konsumieren, unterdrücken wir diesen Vorgang. Wenn wir die Reflektion am Morgen nach dem Aufstehen auslassen, werden wir die losen Enden nicht fest miteinander verbinden können und werden auch zu keinen neuen, lebensverändernden Erkenntnissen kommen.

Um den Tag richtig zu starten, um proaktiv seine eigene Agenda und Ziele verfolgen zu können, ist es daher essentiell die ersten 30 bis 60 Minuten des Tages mit reflektierenden, erhebenden Dingen zu verbringen. Beispiele für solche Aktivitäten sind Meditation, einen Eintrag in dein Journal zu schreiben, leichte sportliche Aktivität, wie etwas Gymnastik oder einfach nur in Ruhe zu Frühstücken und darüber nachzudenken wie man seinen Tag gestalten möchte und was für den heutigen Tag deine persönliche Prio 1 ist, die dich deinem Lebensziel oder Traum näher bringt.

Wenn du diese kleinen, aber sehr wichtigen Dinge am Morgen bereits beachtest, bist du 90% deiner Mitmenschen voraus.

Aber du kannst noch viel mehr tun, um dein Leben ultimativ zu deinen Bedingungen zu leben.

Die 5 Schritte zur Selbstbestimmung

Wenn es dein Ziel ist, dein Leben selbst in die Hand zu nehmen und trotz der vielen Ablenkungen der heutigen Zeit, selbstbestimmt über deine Zeit zu verfügen, dann kannst du das mit folgenden Schritten realisieren.

  1. Schritt: Mache dir bewusst was du wirklich willst

Man kann heutzutage schnell seinen Fokus verlieren und sich zerstreuen. Das Problem dabei ist, dass man dann auch seine eigentlichen Ziele aus den Augen verliert. Mann kann in der Regel nicht alles gleichzeitig haben und in allen Lebensbereichen seinen Hauptfokus setzen. Mann muss Entscheidungen treffen (sich von Wegen scheiden und bewusst Türen zumachen) und sich diesen voll und ganz verschreiben. Wenn du z.B. unbedingt ein Musikinstrument beherrschen willst, dann musst du dir das auch mit allen Konsequenzen bewusst machen. Das bedeutet, dass du deinen Alltag so arrangieren musst, dass dieser es zulässt, dass du mehrere Stunden täglich übst. Wenn du unbedingt nebenbei ein Geschäft eröffnen möchtest, in welchem du deiner Leidenschaft und deiner Kreativität nachgehen willst oder dich mit einer Dienstleistung oder einem Produkt selbstständig machen willst, dann musst du dir das bewusst machen und dich dazu entscheiden und verpflichten.

  1. Schritt: Baue inneren Druck auf

Bleiben wir bei dem Beispiel, dass du deine Kreativität ausleben willst, dass du dein Leben so gestalten willst, dass es zu dir und deiner Person passt. Wenn du wie im 1. Schritt beschrieben, diese Entscheidung getroffen hast, dann musst du im 2. Schritt inneren Druck aufbauen. Das geht am besten, wenn du die beiden Emotionen Schmerz und Freude benutzt. Verbinde Schmerz mit deinem bisherigen Alltag, in dem es keinen Platz für deine kreative Seite gab, in dem du deine Zeit allen möglichen Menschen geschenkt hast, nur nicht dir selber und deinem Traum. Am besten stellst du dir bildlich unter Hinzunahme von allen möglichen, negativen Emotionen vor, was passiert, wenn du diesen Lebensstil und diesen Alltag weiter lebst. Wo wird dich dieses Leben in 10, 20, 30 Jahren hinbringen? Wer wirst du sein und was wirst du mit deinem Leben gemacht haben, wenn du weiterhin die Wünsche aller Leute erfüllst und bereitwillig für sie arbeitest, dich selbst und deine Wünsche jedoch nicht verwirklichst? Wird es ein erfülltes Leben sein? Wirst du zurückblicken können und dir in 30 Jahren sagen „Oh ja, das war ein Leben voller Sinn und Erfüllung. Ich habe mich selbst verwirklicht und gleichzeitig etwas Gutes zur Gesellschaft beigetragen.“

Wenn dem nicht so ist, dann musst du so großen inneren Druck aufbauen, dass es dich regelrecht körperlich schmerzt, nicht JETZT sofort damit anzufangen dein Leben umzugestalten.

Schmerz ist ein sehr großer Treiber und Motivator. Du solltest aber auch gleichzeitig Freude mit dem Gedanken an deinen neuen Lebensstil verknüpfen. Stelle dir in allen Details und Farben vor, wer du alles sein könntest, wenn du deiner Kreativität freien Lauf lässt. Träume ruhig groß und ohne dich selbst zu zensieren oder auszubremsen. Was deiner Meinung nach möglich oder realistisch ist, sollte völlig ausgeblendet werden. Es spielt überhaupt keine Rolle. Du kannst gar nicht wissen was alles möglich oder realistisch ist. Du musst immense Freude damit verbinden, dein Leben so einzurichten, dass du einer erfüllenden Tätigkeit nachgehst, dass du emotionale Arbeit leistest, die nicht nur dir von Vorteil ist, sondern die auch zum Allgemeinwohl beiträgt. Träume dir dein Wunschleben. Male dir aus, wer du in 10 Jahren sein könntest. Spüre bereits die Freude dort angekommen zu sein. Tue so, als ob du bereits alles erreichst hättest und es jetzt in diesem Augenblick genießt.

  1. Durchbreche alte Muster

Wenn du dir ausreichend inneren Druck mit Hilfe der beiden starken Emotionen Schmerz und Freude aufgebaut hast, musst du die alten, einengenden Muster durchbrechen und ablegen.

Damit meine ich zum Einen die Verhaltensmuster, welche deinen Alltag bestimmen. Wenn du bisher nach deinem Feierabend zuallererst aufs Sofa gegangen bist und erstmal 30 Minuten lang deinen Facebook Feed gecheckt hast, dann wird dich dieses Verhalten nicht gerade deinen erklärten Zielen näher bringen. Das sind Gewohnheiten die dich da hin gebracht haben, wo du gerade bist, dich aber nicht dahin bringen können, wo du hin willst.

Es gibt eine Definition von Verrücktheit: „Immer wieder die gleichen Dinge tun und unterschiedliche Ergebnisse erwarten“.

Wenn du also ein anderes Leben willst, als dein aktuelles, dann musst du auch andere Dinge tun, wie bisher. Erkenne die Auslöser, welche dazu führen, dass du in alte, unproduktive Muster verfällst und du kannst diese unterbrechen. Wenn du von der Arbeit nach Hause kommst und als erstes zum Smartphone greifst um Benachrichtigungen und Feeds zu checken, dann muss das der Auslöser sein, der bei dir die Warnlampen anspringen lässt. Gebe nicht dieser Versuchung nach. Mache dir auch nicht vor, dass du ja „nur mal eben kurz“ für 2 Minuten reinschauen willst. Facebook, Google und Co. sind Meister darin, deine Aufmerksamkeit bei sich zu behalten, da sie davon leben. Aus den 2 Minuten werden immer deutlich mehr. Verschwende diese Zeit nicht. Rufe dir kurz nochmal die aus Schritt 2 mit Schmerz und Freude beladenen Visionen und Vorstellungen in den Kopf. Mache dich sofort daran, deine Vision und deinen Lebenstraum zu verfolgen. Beschütze die Zeit dafür. Es geht schließlich um dein Leben! Arbeite für dich!

Auf der anderen Seite gibt es noch Gedankenmuster, die ebenfalls durchbrochen und abgelegt werden sollten. Nachdem man die Übung aus Schritt 2 gemacht hat, ist man meist voller Euphorie und Tatendrang. Man legt sofort los und hat ein gutes Gefühl. Doch nach ein, zwei oder ein paar Tagen, verblassen diese Emotionen und die alten Zweifel und negativen Fragen kehren wieder zurück. Genau das sind die einengenden Gedankenmuster, die wir ablegen wollen.

Am besten gelingt uns das Durchbrechen der Gedankenmuster, wenn wir unsere Gefühle durcheinander würfeln. Wenn uns deprimierende Gedanken und Zweifel überkommen, dann müssen wir das sofort unterbinden. Wir Menschen sind holistische Wesen. Wenn unser Geist durch unsere eigenen, negativen Emotionen heruntergezogen wird, dann können wir unseren Körper dazu benutzen unseren Geist wieder in die richtige, positive Spur zu bringen. Jedesmal wenn wir Gefahr laufen einer negativen Emotion zu erliegen, müssen wir sofort handeln. Lache! Lache wie verrückt. Einfach so. Keiner sagt, dass du das in aller Öffentlichkeit machen musst, so dass andere dich für einen verrückten Spinner halten können. Fake dein Lachen solange zu Hause vor deinem Spiegel, bis du merkst, dass es zu einem echten Lachen übergeht. Manchmal hat man dabei das Gefühl, dass es in hysterisches Gelächter übergeht, aber genau das ist gut. Damit begeben wir uns in einen emotional erhobenen Zustand. Aus diesem high heraus können wir viel besser entscheiden und uns aus den alten Denkmustern befreien.

Wenn du nicht aus vollem Hals lachen willst oder dich in der Öffentlichkeit befindest, dann lächle. Grinse bis über beide Ohren. Schon eine Minute grinsen reicht aus, um zu merken wie sich die Physiologie deines Körpers verändert. Dein Körper fängt tatsächlich an positive Hormone auszuschütten. Du wirst förmlich merken wie du wieder gute Laune bekommst und dich voller Tatendrang auf deine Projekte stürzen kannst.

Du kannst deinen Körper auch auf andere Weise dazu benutzen, dir positive, erhebende Emotionen zu verschaffen. Mache Sport. Du kannst entweder Laufen gehen, ins Fitnessstudio oder deiner sonstigen, bevorzugten Sportart nachgehen. Es reicht aber auch oft eine kurze, schnelle Gymnastikeinheit einzulegen. Mache ein paar Hampelmänner, springe wie verrückt herum, ein paar Kniebeuge, gefolgt von ein paar Liegestützen, benutze den Schwung deiner Arme wie Ausleger um deinen Unter- und Oberkörper gegeneinander zu verdrehen und mache davon einige Wiederholungen. Komme außer Atem. Du wirst sofort merken, wie diese paar Minuten oder gar Sekunden helfen dich in einen anderen emotionalen Zustand zu versetzen. Aus dieser positiven Stimmung heraus wird es dir gleich viel leichter fallen, dich deinen Vorhaben zu widmen und sofort mit ihnen anzufangen, anstatt zu prokrastinieren (Aufschieberitis).

  1. Entwickle eine Alternative

Wenn du jetzt wie im dritten Schritt deine alten, einengenden Handels- und Gedankenmuster durchbrochen und abgelegt hast, musst du diese durch neue, erhebende und kraftvolle Alternativen ersetzen.

Wenn es z.B. dein altes Verhalten war deine Zeit mit Facebook Feeds zu verschwenden, du dieses Verhalten aber erfolgreich entdecken und unterbinden kannst, dann musst du es durch ein neues Verhalten ersetzen. Du kannst dich z.B. sofort deiner Arbeit widmen, welche deine Kreativität fördert oder dein Geschäft aufbaut, so dass du an dem Leben baust, welches du dir schon immer erträumt hast. Du kannst aber auch erhebende Literatur lesen. Es gibt da draußen jede Menge gute Bücher, die deine Kreativität fördern und dir neue Einsichten liefern, die du für dein Leben benutzen kannst. Mit Autoren wie Steven Covey, Seth Godin, Tony Robbins (der diesen Artikel inspiriert hat), Tim Ferris, Ryan Holiday, Steven Pressfield, Dale Carnegie, Napoleon Hill oder Robert Greene kann man nichts falsch machen. Sie schreiben erhebende Bücher, die einen dazu inspirieren über sein Leben nachzudenken und die Dinge anzufangen, die man schon lange ignoriert oder aufgeschoben hat. Aber auch unter den Bloggern kann man sich viel Inspiration und erhebende Texte abholen (so wie hoffentlich dieser).

Man muss diese Aktivität jedoch mit etwas Vorsicht genießen. Das Lesen von Büchern und Blog Artikeln, soll uns Inspiration verschaffen, uns auf neue Denkansätze bringen und uns bei unseren Problemen helfen. Es darf jedoch nicht dazu führen, dass wir damit eine neue Sucht entwickeln und jeden Tag stundenlang mit lesen von Büchern und erhebenden Artikeln verbringen. Wir sollten eine sinnvolle Grenze finden, so dass wir den positiven Schwung der Texte zwar mitnehmen, aber nicht in ausufernden Input verfallen, ohne Output zu generieren. Wir müssen immer noch unser übergeordnetes Ziel im Auge behalten – unser Leben so umzugestalten, dass wir unsere Ziele verfolgen. Und diese werden immer durch Taten, das beherzte Handeln erreicht.

  1. Festige das neue Muster

Damit die ersten vier Schritte sich fest verankern und zu einer Gewohnheit werden, müssen diese möglichst oft wiederholt werden. Wenn wir nur ab und zu unsere alten Muster durchbrechen und durch neue, verstärkende Muster ersetzen, wird diese Handlung irgendwann abklingen und nie zu einer Gewohnheit werden. So werden wir keine wahre Veränderung herbeiführen und uns irgendwann nach Monaten auf einmal fragen, wie es passieren konnte, dass wir mit unserem Vorhaben immer noch keinen Schritt weitergekommen sind.

Am besten ist es, wenn man die in Schritt 4 neu eingeführte alternative Verhaltensweise immer wieder mit großer emotionaler Intensität ausführt. Unser Gehirn kann nicht unterscheiden zwischen realen Situationen und solchen, die wir uns lebhaft in allen Details vorstellen. Deshalb funktioniert auch die Methode der Autosuggestion. Ein essentieller Punkt bei der Einführung einer neuen Gewohnheit ist die Belohnung. Wenn wir wollen, dass unsere neue Verhaltensweise zu einer echten Gewohnheit wird, die wir automatisch ausführen, ohne dafür Willenskraft aufzuwenden, dann müssen wir uns auch bei jedem erfolgreichen Einsatz belohnen. Wenn wir mit der Belohnung erst darauf warten, bis wir unser Ziel erreicht haben, bis wir endlich unser Leben nach unseren Wünschen umgestaltet haben, ist die Chance, dass wir gar nicht erst so weit kommen, sehr groß. Die Belohnung kann in Form eines guten, gesunden und leckeren Essens sein, dass wir uns für unsere Arbeit gönnen. Es kann eine Folge unserer Lieblingsserie am Abend sein, es kann ein gutes Buch sein oder ein schönes Bad. Solange die Belohnung nicht im krassen Gegensatz zu unserem Hauptziel und unseren Nebenzielen steht (gesunder, fiter Körper, gute Beziehungen, stabile Finananzen, etc.), sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Jedes Verhaltens- und Gedankenmuster welches wir bekräftigen, wird verstärkt und somit zu einer automatischen Gewohnheit. Wenn wir diesen letzten Schritt auslassen, laufen wir Gefahr wieder in alte Muster zu verfallen.

Zusammenfassung

Mit den 5 Schritten zur Selbstbestimmung kannst du dein Leben selbst in die Hand nehmen und es zu deinen Bedingungen leben. Du kannst endlich die kreativen Projekte anpacken, die du schon immer durchziehen wolltest, aber dir bisher eingeredet hast, dass du es aus welchen Gründen auch immer nicht schaffst. Egal ob es um eine neue Fertigkeit geht, die du lernen willst, oder ob du eine bereits existierende Fertigkeit oder Interesse dazu nutzen willst dich nebenbei oder hauptberuflich selbstständig zu machen. Jede Veränderung beginnt mit dem ersten Schritt, sich klar zu machen was du genau willst. Als nächstes solltest du den nötigen inneren Druck aufbauen, um deine Träumen zu verwirklichen. Du musst Schmerzen mit der alten Verhaltensweise und immense Freude mit der neuen Verhaltensweise verknüpfen. Im dritten Schritt durchbrichst du die alten Verhaltens- und Denkmuster und ersetzt sie im vierten Schritt durch neue, kraftvolle Alternativen. Im fünften und letzten Schritt musst du die neuen, erhebenden Muster verstärken, damit sie sich in dein Gehirn brennen und zu einer Gewohnheit werden.

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