Archiv für den Monat: September 2017

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Die Macht der Gewohnheiten

Wieso tun wir das was wir tun?

Diese Frage stellen sich Menschen wahrscheinlich schon seit Anbeginn der Zeit.

Tun wir Sachen weil wir glauben, dass wir sie bewusst tun wollen? Auf einige Tätigkeiten trifft das mit Sicherheit zu. Wenn wir uns dafür entscheiden Currywurst mit Pommes zu essen, anstatt den Salat, ist das sicherlich eine bewusste Entscheidung. Dass wir überhaupt etwas essen wollen hängt eher von unseren Trieben ab – dass wir nämlich Nahrung brauchen um zu überleben.

Gewohnheiten bestimmen dein Leben

Die Triebfedern hinter vielen Entscheidungen die wir im Leben treffen sind unbewusst. Die meisten Entscheidungen die wir im alltäglichen Leben treffen, sind keine Entscheidungen im klassischen Sinne. Wir scheiden uns nicht bewusst von Optionen, um eine einzige zu wählen. Wir machen uns meist etwas vor, wenn wir wirklich glauben, dass unser aktives Bewusstsein diese Option gewählt hat. Die meisten Entscheidungen die wir treffen sind Konsequenzen aus unseren Gewohnheiten.

Tun wir also vielleicht bestimmte Dinge nicht, weil wir sie tun wollen, sondern weil unsere Gewohnheiten dafür sorgen, dass wir sie tun?

Wenn wir nach einem langen Arbeitstag nach Hause kommen und uns selbst vor die Wahl stellen, ob wir die Jogging Schuhe schnüren oder doch lieber auf der Couch unsere Lieblingsserie auf Netflix „binge-watchen“ wird höchstwahrscheinlich unsere bis dato eingefahrene Gewohnheit obsiegen. Als kleine Randnotiz: Wenn wir die Wahl zwischen einer „harten“ und einer „leichten“ Sache haben, dann sollten wir immer die „harte“ Sache bevorzugen. Die „leichte“ Option haben wir uns selbst sowieso nur gegeben, damit wir eine Wahlmöglichkeit haben. Aber eigentlich ist es die „harte“ Sache, die wir tun müssen. Im  obigen Beispiel führt an dem Joggen also kein Weg vorbei. Die Wahlmöglichkeit mit Couch+Netflix geben wir uns selber nur als Fluchtmöglichkeit davor unsere Gesundheit zu pflegen, was generell ein nicht leichtes Unterfangen ist.

Gewohnheit vs. Willenskraft

Wenn wir uns das Joggen nach der Arbeit also nicht zur Gewohnheit gemacht haben, werden wir uns immer für die Couch entscheiden. Die einzigen Ausnahmen sind, wenn wir noch genug Willenskraft haben. Das mit der Willenskraft ist aber so eine heikle und labile Sache, wie ich bereits in einem früheren Artikel erwähnt habe. Wenn du an dem Tag viele Entscheidungen auf der Arbeit treffen musstest, dann ist deine Willenskraft-Batterie leer und somit ist nicht genug „Saft“ da, um dich aktiv für das Joggen zu entscheiden. Vielleicht musstest du auch Überstunden schieben, weil dein Chef auf den letzter Drücker unbedingt noch eine wichtige Sache erledigt haben will. Vielleicht hattest auf der Arbeit auch einfach nur einen Disput mit einem Kollegen, der dich emotional mitgenommen hat. All diese Faktoren werden dafür sorgen, dass die Wahl zwischen Joggen und Couch jeden Tag auf’s neue ein Kampf wird. Und je öfter die Couch diesen Kampf gewinnt, desto schwieriger wird es auch in Zukunft für das Laufen die Oberhand zu gewinnen.

Wenn du dich jetzt aber bewusst dafür entschieden hast, einen gesunden und aktiven Lifestyle zu leben – vielleicht willst du ja 100 Jahre alt werden? – willst du in diesem Bereich ein selbstbestimmtes Leben zu deinen Bedingungen leben. Du kannst deine Psychologie dafür benutzen dir zu helfen. Das Laufen muss zu deiner Gewohnheit werden.

Gewohnheiten erkennen

Bevor du eine neue Gewohnheit installieren und zu deinem Vorteil nutzen kannst, musst du diese vorher erkennen. Es kann sein, dass du in gewissen Lebensbereichen aus dem Nichts eine völlig neue Gewohnheit erschaffen kannst. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass du mit der neuen Gewohnheit eine alte, bereits existierende, ablöst.

  1. Gewohnheit bewusst machen

Wenn man neue Gewohnheiten einsetzen möchte, muss man zuallererst alte Gewohnheiten erkennen. Gewohnheiten werden, wie der Name schon sagt, gewohnheitsmäßig, also in einer gewissen Regelmäßigkeit ausgeführt. Wenn wir jetzt z.B. feststellen, dass wir jeden Tag nach der Arbeit auf die Couch plumpsen und den Fernseher einschalten oder das Smartphone zücken und stundenlang durch unseren Social Media Feed scrollen, dann handelt es sich mit ziemlicher Sicherheit um eine Gewohnheit. Wenn wir uns das bewusst gemacht und vergegenwärtigt haben, ist der wichtigste Schritt schon getan. Wir können eine Gewohnheit nur ablegen oder durch eine neue ersetzen, wenn wir sie als solche erkennen.

  1. Auslöser erkennen

Gewohnheiten werden durch einen „Trigger“ ausgelöst. Bleiben wir bei dem obigen Beispiel des nach Hause Kommens. Was kann der Auslöser für die Gewohnheit sein, die dann dafür sorgt, dass wir tun was wir zu tun pflegen? Oft ist es ganz einfach der Akt des nach Hause Kommens selber. Schlüssel ins Türschloss. Tür auf. Durchgehen. Tür zu. Schuhe aus, Jacke aus, Tasche in die Ecke schmeißen. KLICK, SWUSH. Das war’s schon. Der Auslöser dafür, dass wir zuerst in die Küche gehen, Kühlschrank auf, Getränk oder Essen raus, weiter auf die Couch, Smartphone in die Hand. Facebook App öffnen. ENDE.

Der Auslöser könnte aber auch die Fernbedienung sein, die in voller Pracht und sofort sichtbar auf der Couch liegt. Sobald du das Wohnzimmer betrittst, siehst du die Fernbedienung und denkst dir, dass jetzt eine kleine Ablenkung und Pause nach dem langen Arbeitstag ganz gut täte. KLICK, SWUSH. Fernbedienung in die Hand. Auf die Couch gesetzt, Fernseher an, das automatische, gedankenlose Zapping-Programm wird ausgespielt. ENDE.

Den Auslöser für deine Gewohnheiten zu finden ist gar nicht so einfach und Bedarf einer bewussten Analyse. Wenn man der Gewohnheit, die man ganz gerne ablegen möchte, auf die Spur kommen will, muss man seine Handlungen mit Achtsamkeit und Bedacht angehen.

  1. Neue Routine

Nach dem Auslöser folgt die Routine. Wenn man seinen Auslöser gefunden hat, kann man die alte Routine durch eine neue ersetzen. Wenn in unserem Musterbeispiel das nach Hause Kommen selber der Auslöser ist, dann ist die alte Routine das gedankenlose Konsumieren von Medien. Die neue Wunschroutine wäre dann das Laufen. Man kann sich die Entscheidung für das Joggen gerade am Anfang dadurch vereinfachen, dass man die Laufschuhe am Vorabend neben die Eingangstür bereitstellt. Damit ist sichergestellt, dass ich am nächsten Tag nach dem Heimkommen, als aller erstes die Schuhe zu Gesicht bekomme und gleich daran denken muss, dass ich laufen gehen werde. Eigentlich ist es keine Entscheidung. Es ist ein Muss. Es gibt keine Alternative. Keine Optionen zum Wählen. Laufen oder Nichts.

  1. Belohnung

Nach der Routine folgt als letzter Schritt die Belohnung. Gewohnheiten werden abgespult, weil am Ende eine Belohnung auf uns wartet. Wenn wir das Mittelstück der Gewohnheit, die Routine, ändern, so müssen wir die Belohnung beibehalten. Wenn die Belohnung in der alten Routine des Fernsehglotzens darin bestand, dass wir unseren Bewusstseinsstrom abschalten und relaxen konnten, so muss die neue Belohnung ähnlich gestaltet sein. Der Akt des Laufens an sich kann schon eine Art der Belohnung sein. Wenn wir laufen, lassen wir unseren Gedanken in der Regel freien Lauf. Die rhythmische, ständig wiederkehrende Bewegung kann uns in einen Zustand des Flows versetzen, in dem unsere Gedanken in ganz andere Sphären vordringen. Manchmal schaltet man einfach nur ab und schüttelt den Stress des Arbeitstages ab. Manchmal verknüpft man in seinem Kopf zwei lose, scheinbar voneinander unabhängige Gedanken zu einer neuen Erkenntnis. Und manchmal findet man die Lösung für ein Problem das man schon lange im Kopf wälzt.

Wem das Laufen an sich keine aussichtsreiche Belohnung ist, der kann sich auch andere Anreize schaffen. Du könntest dir z.B. nach dem Laufen einen leckeren und gesunden Früchte Smoothie gönnen. Oder eben eine Folge deiner Lieblingsserie.

Gewohnheit etablieren

Erst wenn du diese drei Stufen der Gewohnheit – Auslöser, Routine, Belohnung – oft genug ausführst, wird sich mit der Zeit eine wirkliche Gewohnheit ausbilden. Darüber wie oft dieser Ablauf durchgeführt werden muss gibt es verschiedene Studien und Erkenntnisse. Die Wahrheit müsste demnach irgendwo zwischen 21 und 66 mal liegen. 66 mal hört sich jetzt vielleicht viel an, aber wenn du es schaffst von Montag bis Freitag fünf mal die Woche laufen zu gehen, dann sind das 13 Wochen, also gerade mal drei Monate. Was sind schon drei Monate im Vergleich zum Rest deines Lebens, wenn du es schaffst eine gute, erhebende und lebensverbessernde Gewohnheit einzuführen?

Schlussfolgerung

Wenn du in deinem Leben also etwas verändern willst oder dir vorgenommen hast in einem gewissen Bereich deine Ziele wirklich zu erreichen – egal ob in Job, Liebe, Finanzen, Emotionen, Mentalität oder Spiritualität – wirst du um das Werkzeug der Gewohnheit nicht drum herum kommen. Vergiss Willenskraft. Wenn du dir bewusst gemacht hast, was du im Leben willst, dann gestalte dein Leben und dein Umfeld so, dass das Erreichen deiner Ziele unvermeidlich wird.

Circumstances do not make the man, they reveal him“ – James Allen

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Die 5 Schritte mit denen Du dein Leben endlich selbst in die Hand nimmst

Es ist schwer heutzutage sein Leben zu seinen eigenen Bedingungen zu leben. Es geht schon damit los, dass die erste Handlung nach dem Aufstehen darin besteht, sein Smartphone nach neuen Social Media Feeds zu checken – Facebook, Instagram, Snapchat, News Feeds. Damit starten wir unseren Tag nach der Agenda anderer Leute. Wir machen uns das gar nicht wirklich bewusst, aber in dem wir die erste, kostbare Zeit nach dem Aufwachen der Agenda anderer Leute widmen, bringen wir uns für den Rest des Tages in einen passiven, reaktiven Zustand.

Unser Gehirn verarbeitet Nachts, während wir schlafen, die Eindrücke und das Gelernte des Vortages. Meist sammeln wir viele unterschiedliche Eindrücke und lernen nicht nur eine, sondern mehrere, unterschiedliche Sachen. Diese stellen dann meistens viele „lose Enden“ in unserem Gehirn dar, die zunächst augenscheinlich nichts miteinander zu tun haben. Nachts jedoch sortiert unser Gehirn diese Eindrücke und versucht sie mit all den anderen Eindrücken abzugleichen oder in Verbindung zu bringen.

Wenn wir jetzt morgens aufwachen, sollten wir die ersten 30-60 Minuten des Tages uns und unseren Gedanken widmen. Die jetzt verarbeiteten Eindrücke des Vortages liegen noch in unserem Unterbewusstsein und sind noch nicht greifbar. Das heißt konkret, dass die losen Enden immer noch lose sind, wenn überhaupt nur durch einen seidenen Faden miteinander verbunden. Das Gehirn versucht die während des Schlafes im Unterbewusstsein verarbeiteten Daten ins Bewusstsein zu bringen. Wenn wir jetzt aber passiv konsumieren, unterdrücken wir diesen Vorgang. Wenn wir die Reflektion am Morgen nach dem Aufstehen auslassen, werden wir die losen Enden nicht fest miteinander verbinden können und werden auch zu keinen neuen, lebensverändernden Erkenntnissen kommen.

Um den Tag richtig zu starten, um proaktiv seine eigene Agenda und Ziele verfolgen zu können, ist es daher essentiell die ersten 30 bis 60 Minuten des Tages mit reflektierenden, erhebenden Dingen zu verbringen. Beispiele für solche Aktivitäten sind Meditation, einen Eintrag in dein Journal zu schreiben, leichte sportliche Aktivität, wie etwas Gymnastik oder einfach nur in Ruhe zu Frühstücken und darüber nachzudenken wie man seinen Tag gestalten möchte und was für den heutigen Tag deine persönliche Prio 1 ist, die dich deinem Lebensziel oder Traum näher bringt.

Wenn du diese kleinen, aber sehr wichtigen Dinge am Morgen bereits beachtest, bist du 90% deiner Mitmenschen voraus.

Aber du kannst noch viel mehr tun, um dein Leben ultimativ zu deinen Bedingungen zu leben.

Die 5 Schritte zur Selbstbestimmung

Wenn es dein Ziel ist, dein Leben selbst in die Hand zu nehmen und trotz der vielen Ablenkungen der heutigen Zeit, selbstbestimmt über deine Zeit zu verfügen, dann kannst du das mit folgenden Schritten realisieren.

  1. Schritt: Mache dir bewusst was du wirklich willst

Man kann heutzutage schnell seinen Fokus verlieren und sich zerstreuen. Das Problem dabei ist, dass man dann auch seine eigentlichen Ziele aus den Augen verliert. Mann kann in der Regel nicht alles gleichzeitig haben und in allen Lebensbereichen seinen Hauptfokus setzen. Mann muss Entscheidungen treffen (sich von Wegen scheiden und bewusst Türen zumachen) und sich diesen voll und ganz verschreiben. Wenn du z.B. unbedingt ein Musikinstrument beherrschen willst, dann musst du dir das auch mit allen Konsequenzen bewusst machen. Das bedeutet, dass du deinen Alltag so arrangieren musst, dass dieser es zulässt, dass du mehrere Stunden täglich übst. Wenn du unbedingt nebenbei ein Geschäft eröffnen möchtest, in welchem du deiner Leidenschaft und deiner Kreativität nachgehen willst oder dich mit einer Dienstleistung oder einem Produkt selbstständig machen willst, dann musst du dir das bewusst machen und dich dazu entscheiden und verpflichten.

  1. Schritt: Baue inneren Druck auf

Bleiben wir bei dem Beispiel, dass du deine Kreativität ausleben willst, dass du dein Leben so gestalten willst, dass es zu dir und deiner Person passt. Wenn du wie im 1. Schritt beschrieben, diese Entscheidung getroffen hast, dann musst du im 2. Schritt inneren Druck aufbauen. Das geht am besten, wenn du die beiden Emotionen Schmerz und Freude benutzt. Verbinde Schmerz mit deinem bisherigen Alltag, in dem es keinen Platz für deine kreative Seite gab, in dem du deine Zeit allen möglichen Menschen geschenkt hast, nur nicht dir selber und deinem Traum. Am besten stellst du dir bildlich unter Hinzunahme von allen möglichen, negativen Emotionen vor, was passiert, wenn du diesen Lebensstil und diesen Alltag weiter lebst. Wo wird dich dieses Leben in 10, 20, 30 Jahren hinbringen? Wer wirst du sein und was wirst du mit deinem Leben gemacht haben, wenn du weiterhin die Wünsche aller Leute erfüllst und bereitwillig für sie arbeitest, dich selbst und deine Wünsche jedoch nicht verwirklichst? Wird es ein erfülltes Leben sein? Wirst du zurückblicken können und dir in 30 Jahren sagen „Oh ja, das war ein Leben voller Sinn und Erfüllung. Ich habe mich selbst verwirklicht und gleichzeitig etwas Gutes zur Gesellschaft beigetragen.“

Wenn dem nicht so ist, dann musst du so großen inneren Druck aufbauen, dass es dich regelrecht körperlich schmerzt, nicht JETZT sofort damit anzufangen dein Leben umzugestalten.

Schmerz ist ein sehr großer Treiber und Motivator. Du solltest aber auch gleichzeitig Freude mit dem Gedanken an deinen neuen Lebensstil verknüpfen. Stelle dir in allen Details und Farben vor, wer du alles sein könntest, wenn du deiner Kreativität freien Lauf lässt. Träume ruhig groß und ohne dich selbst zu zensieren oder auszubremsen. Was deiner Meinung nach möglich oder realistisch ist, sollte völlig ausgeblendet werden. Es spielt überhaupt keine Rolle. Du kannst gar nicht wissen was alles möglich oder realistisch ist. Du musst immense Freude damit verbinden, dein Leben so einzurichten, dass du einer erfüllenden Tätigkeit nachgehst, dass du emotionale Arbeit leistest, die nicht nur dir von Vorteil ist, sondern die auch zum Allgemeinwohl beiträgt. Träume dir dein Wunschleben. Male dir aus, wer du in 10 Jahren sein könntest. Spüre bereits die Freude dort angekommen zu sein. Tue so, als ob du bereits alles erreichst hättest und es jetzt in diesem Augenblick genießt.

  1. Durchbreche alte Muster

Wenn du dir ausreichend inneren Druck mit Hilfe der beiden starken Emotionen Schmerz und Freude aufgebaut hast, musst du die alten, einengenden Muster durchbrechen und ablegen.

Damit meine ich zum Einen die Verhaltensmuster, welche deinen Alltag bestimmen. Wenn du bisher nach deinem Feierabend zuallererst aufs Sofa gegangen bist und erstmal 30 Minuten lang deinen Facebook Feed gecheckt hast, dann wird dich dieses Verhalten nicht gerade deinen erklärten Zielen näher bringen. Das sind Gewohnheiten die dich da hin gebracht haben, wo du gerade bist, dich aber nicht dahin bringen können, wo du hin willst.

Es gibt eine Definition von Verrücktheit: „Immer wieder die gleichen Dinge tun und unterschiedliche Ergebnisse erwarten“.

Wenn du also ein anderes Leben willst, als dein aktuelles, dann musst du auch andere Dinge tun, wie bisher. Erkenne die Auslöser, welche dazu führen, dass du in alte, unproduktive Muster verfällst und du kannst diese unterbrechen. Wenn du von der Arbeit nach Hause kommst und als erstes zum Smartphone greifst um Benachrichtigungen und Feeds zu checken, dann muss das der Auslöser sein, der bei dir die Warnlampen anspringen lässt. Gebe nicht dieser Versuchung nach. Mache dir auch nicht vor, dass du ja „nur mal eben kurz“ für 2 Minuten reinschauen willst. Facebook, Google und Co. sind Meister darin, deine Aufmerksamkeit bei sich zu behalten, da sie davon leben. Aus den 2 Minuten werden immer deutlich mehr. Verschwende diese Zeit nicht. Rufe dir kurz nochmal die aus Schritt 2 mit Schmerz und Freude beladenen Visionen und Vorstellungen in den Kopf. Mache dich sofort daran, deine Vision und deinen Lebenstraum zu verfolgen. Beschütze die Zeit dafür. Es geht schließlich um dein Leben! Arbeite für dich!

Auf der anderen Seite gibt es noch Gedankenmuster, die ebenfalls durchbrochen und abgelegt werden sollten. Nachdem man die Übung aus Schritt 2 gemacht hat, ist man meist voller Euphorie und Tatendrang. Man legt sofort los und hat ein gutes Gefühl. Doch nach ein, zwei oder ein paar Tagen, verblassen diese Emotionen und die alten Zweifel und negativen Fragen kehren wieder zurück. Genau das sind die einengenden Gedankenmuster, die wir ablegen wollen.

Am besten gelingt uns das Durchbrechen der Gedankenmuster, wenn wir unsere Gefühle durcheinander würfeln. Wenn uns deprimierende Gedanken und Zweifel überkommen, dann müssen wir das sofort unterbinden. Wir Menschen sind holistische Wesen. Wenn unser Geist durch unsere eigenen, negativen Emotionen heruntergezogen wird, dann können wir unseren Körper dazu benutzen unseren Geist wieder in die richtige, positive Spur zu bringen. Jedesmal wenn wir Gefahr laufen einer negativen Emotion zu erliegen, müssen wir sofort handeln. Lache! Lache wie verrückt. Einfach so. Keiner sagt, dass du das in aller Öffentlichkeit machen musst, so dass andere dich für einen verrückten Spinner halten können. Fake dein Lachen solange zu Hause vor deinem Spiegel, bis du merkst, dass es zu einem echten Lachen übergeht. Manchmal hat man dabei das Gefühl, dass es in hysterisches Gelächter übergeht, aber genau das ist gut. Damit begeben wir uns in einen emotional erhobenen Zustand. Aus diesem high heraus können wir viel besser entscheiden und uns aus den alten Denkmustern befreien.

Wenn du nicht aus vollem Hals lachen willst oder dich in der Öffentlichkeit befindest, dann lächle. Grinse bis über beide Ohren. Schon eine Minute grinsen reicht aus, um zu merken wie sich die Physiologie deines Körpers verändert. Dein Körper fängt tatsächlich an positive Hormone auszuschütten. Du wirst förmlich merken wie du wieder gute Laune bekommst und dich voller Tatendrang auf deine Projekte stürzen kannst.

Du kannst deinen Körper auch auf andere Weise dazu benutzen, dir positive, erhebende Emotionen zu verschaffen. Mache Sport. Du kannst entweder Laufen gehen, ins Fitnessstudio oder deiner sonstigen, bevorzugten Sportart nachgehen. Es reicht aber auch oft eine kurze, schnelle Gymnastikeinheit einzulegen. Mache ein paar Hampelmänner, springe wie verrückt herum, ein paar Kniebeuge, gefolgt von ein paar Liegestützen, benutze den Schwung deiner Arme wie Ausleger um deinen Unter- und Oberkörper gegeneinander zu verdrehen und mache davon einige Wiederholungen. Komme außer Atem. Du wirst sofort merken, wie diese paar Minuten oder gar Sekunden helfen dich in einen anderen emotionalen Zustand zu versetzen. Aus dieser positiven Stimmung heraus wird es dir gleich viel leichter fallen, dich deinen Vorhaben zu widmen und sofort mit ihnen anzufangen, anstatt zu prokrastinieren (Aufschieberitis).

  1. Entwickle eine Alternative

Wenn du jetzt wie im dritten Schritt deine alten, einengenden Handels- und Gedankenmuster durchbrochen und abgelegt hast, musst du diese durch neue, erhebende und kraftvolle Alternativen ersetzen.

Wenn es z.B. dein altes Verhalten war deine Zeit mit Facebook Feeds zu verschwenden, du dieses Verhalten aber erfolgreich entdecken und unterbinden kannst, dann musst du es durch ein neues Verhalten ersetzen. Du kannst dich z.B. sofort deiner Arbeit widmen, welche deine Kreativität fördert oder dein Geschäft aufbaut, so dass du an dem Leben baust, welches du dir schon immer erträumt hast. Du kannst aber auch erhebende Literatur lesen. Es gibt da draußen jede Menge gute Bücher, die deine Kreativität fördern und dir neue Einsichten liefern, die du für dein Leben benutzen kannst. Mit Autoren wie Steven Covey, Seth Godin, Tony Robbins (der diesen Artikel inspiriert hat), Tim Ferris, Ryan Holiday, Steven Pressfield, Dale Carnegie, Napoleon Hill oder Robert Greene kann man nichts falsch machen. Sie schreiben erhebende Bücher, die einen dazu inspirieren über sein Leben nachzudenken und die Dinge anzufangen, die man schon lange ignoriert oder aufgeschoben hat. Aber auch unter den Bloggern kann man sich viel Inspiration und erhebende Texte abholen (so wie hoffentlich dieser).

Man muss diese Aktivität jedoch mit etwas Vorsicht genießen. Das Lesen von Büchern und Blog Artikeln, soll uns Inspiration verschaffen, uns auf neue Denkansätze bringen und uns bei unseren Problemen helfen. Es darf jedoch nicht dazu führen, dass wir damit eine neue Sucht entwickeln und jeden Tag stundenlang mit lesen von Büchern und erhebenden Artikeln verbringen. Wir sollten eine sinnvolle Grenze finden, so dass wir den positiven Schwung der Texte zwar mitnehmen, aber nicht in ausufernden Input verfallen, ohne Output zu generieren. Wir müssen immer noch unser übergeordnetes Ziel im Auge behalten – unser Leben so umzugestalten, dass wir unsere Ziele verfolgen. Und diese werden immer durch Taten, das beherzte Handeln erreicht.

  1. Festige das neue Muster

Damit die ersten vier Schritte sich fest verankern und zu einer Gewohnheit werden, müssen diese möglichst oft wiederholt werden. Wenn wir nur ab und zu unsere alten Muster durchbrechen und durch neue, verstärkende Muster ersetzen, wird diese Handlung irgendwann abklingen und nie zu einer Gewohnheit werden. So werden wir keine wahre Veränderung herbeiführen und uns irgendwann nach Monaten auf einmal fragen, wie es passieren konnte, dass wir mit unserem Vorhaben immer noch keinen Schritt weitergekommen sind.

Am besten ist es, wenn man die in Schritt 4 neu eingeführte alternative Verhaltensweise immer wieder mit großer emotionaler Intensität ausführt. Unser Gehirn kann nicht unterscheiden zwischen realen Situationen und solchen, die wir uns lebhaft in allen Details vorstellen. Deshalb funktioniert auch die Methode der Autosuggestion. Ein essentieller Punkt bei der Einführung einer neuen Gewohnheit ist die Belohnung. Wenn wir wollen, dass unsere neue Verhaltensweise zu einer echten Gewohnheit wird, die wir automatisch ausführen, ohne dafür Willenskraft aufzuwenden, dann müssen wir uns auch bei jedem erfolgreichen Einsatz belohnen. Wenn wir mit der Belohnung erst darauf warten, bis wir unser Ziel erreicht haben, bis wir endlich unser Leben nach unseren Wünschen umgestaltet haben, ist die Chance, dass wir gar nicht erst so weit kommen, sehr groß. Die Belohnung kann in Form eines guten, gesunden und leckeren Essens sein, dass wir uns für unsere Arbeit gönnen. Es kann eine Folge unserer Lieblingsserie am Abend sein, es kann ein gutes Buch sein oder ein schönes Bad. Solange die Belohnung nicht im krassen Gegensatz zu unserem Hauptziel und unseren Nebenzielen steht (gesunder, fiter Körper, gute Beziehungen, stabile Finananzen, etc.), sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Jedes Verhaltens- und Gedankenmuster welches wir bekräftigen, wird verstärkt und somit zu einer automatischen Gewohnheit. Wenn wir diesen letzten Schritt auslassen, laufen wir Gefahr wieder in alte Muster zu verfallen.

Zusammenfassung

Mit den 5 Schritten zur Selbstbestimmung kannst du dein Leben selbst in die Hand nehmen und es zu deinen Bedingungen leben. Du kannst endlich die kreativen Projekte anpacken, die du schon immer durchziehen wolltest, aber dir bisher eingeredet hast, dass du es aus welchen Gründen auch immer nicht schaffst. Egal ob es um eine neue Fertigkeit geht, die du lernen willst, oder ob du eine bereits existierende Fertigkeit oder Interesse dazu nutzen willst dich nebenbei oder hauptberuflich selbstständig zu machen. Jede Veränderung beginnt mit dem ersten Schritt, sich klar zu machen was du genau willst. Als nächstes solltest du den nötigen inneren Druck aufbauen, um deine Träumen zu verwirklichen. Du musst Schmerzen mit der alten Verhaltensweise und immense Freude mit der neuen Verhaltensweise verknüpfen. Im dritten Schritt durchbrichst du die alten Verhaltens- und Denkmuster und ersetzt sie im vierten Schritt durch neue, kraftvolle Alternativen. Im fünften und letzten Schritt musst du die neuen, erhebenden Muster verstärken, damit sie sich in dein Gehirn brennen und zu einer Gewohnheit werden.

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Wie Du andere dazu bringst das zu tun was Du willst

Oder die Regel des Social Proof

Wenn wir uns in einer Situation befinden, die uns fremd ist und in der wir uns unsicher fühlen, dann tendieren wir dazu uns an unserer Umgebung zu orientieren. Wir halten Ausschau nach anderen Menschen in unserer unmittelbaren Umgebung. Wir schauen was diese Menschen machen und ahmen sie dann unbewusst nach.

Dieses Phänomen wird „Social Proof“ genannt.

Wenn wir nicht wissen wie wir uns verhalten sollen, dann holen wir uns die Bestätigung aus unserer Umgebung und überprüfen an dieser welche Verhaltensweise angebracht ist.

Angenommen ihr seid auf einer fremden Insel und werdet von den Inselbewohnern zum Essen eingeladen. Alle hocken sich auf den Boden rund um das Essen. Ihr macht meist nicht den ersten Schritt. Ihr schaut erstmal wie die Einheimischen sich verhalten und ihr Essen zu sich nehmen und macht es ihnen dann nach. Je mehr Leute eine bestimmte Verhaltensweise zeigen, desto wahrscheinlicher, dass es sich um die Korrekte handelt.

Noch wirkungsvoller ist der Social Proof, wenn die Gruppe an der wir uns orientieren uns ähnelt. Je mehr wir uns mit den anderen die wir für den Social Proof identifizieren können, desto eher glauben wir daran, dass es sich um die korrekte Verhaltensweise handelt.

Anderes Beispiel. Nehmen wir an, wir wurden nicht von Inselbewohnern eingeladen, sondern sind mit einer Gruppe Gleichaltriger (die Fremde sind) auf einem Konzert. Wenn auf der Bühne etwas abgezogen wird, mit dem wir nichts anfangen können, dann schauen wir uns bei unseren direkten Nachbarn nach einer angebrachten Verhaltensweise um. Wenn die anderen um uns herum anfangen zu pfeifen und zu buhen, dann steigen wir ein. Wenn die anderen anfangen wie verrückt herumzuspringen, machen wir natürlich auch mit. Wenn um uns herum nur Rentner sein würden und wir als Jugendliche dazwischenstehen, wäre die Wahrscheinlichkeit, dass wir das Verhalten dieser Gruppe imitieren viel geringer.

Situation erkennen und vermeiden

Der Mechanismus des Social Proof leistet uns meist gute Dienste. Er stellt uns in vielen sinnvollen Situationen, wie die oben von mir angeführten Beispiele, auf einen Autopilot Modus. Das hat den Vorteil, dass wir unser Gehirn nicht ständig mit allen möglichen Entscheidungen überfrachten müssen und viele unbewusste „Abkürzungen“ nehmen können. Das mindert unsere Gehirn-Last und lässt uns mehr Kapazitäten um wichtigere Entscheidungen treffen zu können.

Doch es gibt auch Situationen in denen wir den Automatismus des Social Proof vermeiden wollen. Wenn geschickte Marketer nämlich versuchen diesen Mechanismus für ihre Zwecke auszunutzen. Wenn uns in Werbungen sogenannte Testimonials von ganz gewöhnlichen Menschen wie Du und ich, von scheinbar realen Personen gezeigt werden, gehen wir unbewusst davon aus, dass dieses Produkt auch etwas für uns sein könnte, da es ja der durchschnittliche Franz von nebenan, mit dem wir uns für gewöhnlich vergleichen, ja auch benutzt. Ganz nebenbei erliegen wir dabei einer einseitigen Neigung, da uns bewusst nur positive Testimonials gezeigt werden, wodurch wir ein übertriebenes Bewusstsein für diese entwickeln und ein untertriebenes Bewusstsein für die negativen Seiten. Soweit, dass wir manchmal nicht einmal an diese denken.

Wie erkennt man also solch eine Situation, um sie vermeiden zu können? Starke Anzeichen sind meist Situationen mit großer Unsicherheit, mit denen wir nicht angenehm vertraut sind. Wenn wir das Gefühl haben, dass eine Reaktion erforderlich wäre, wir aber nicht wissen welche angebracht ist und anfangen uns nach anderen Leuten umzuschauen. Das sind starke Indikatoren für eine Social Proof Umgebung. Wenn wir um die Mechanismen dieses Phänomens der menschlichen Handlungsweise Bescheid wissen, können wir diese Situationen auch triggern und uns bewusst machen, dass wir uns in einer Social Proof Situation befinden.

Dieser erste Schritt ist auch der wichtigste. Damit unterbrechen wir nämlich den Autopiloten unseres Gehirn und können die Situation aktiv evaluieren. Wollen wir uns weiterhin von unserem Autopiloten steuern lassen, da es unseren Interessen entgegenkommt und angenehm ist oder spüren wir, dass etwas „faul“ ist? Dann können wir aktiv entgegensteuern, indem wir bewusst anders handeln.

Wenn wir unser Leben selbstbestimmt leben wollen, dann gehört es auch dazu, dass wir selbstbestimmt handeln. Das geht nur mit einem bewussten, überlegtem und reflektiertem Handeln.

Situation zu seinem Vorteil nutzen

Wenn wir jetzt im ersten Schritt die Social Proof Situation erkannt und entschieden haben, dass wir den Autopilot abschalten und den Steuerknüppel wieder selbst in die Hand nehmen wollen, können wir die Situation im nächsten Schritt zu unserem Vorteil nutzen.

Nehmen wir an wir befinden uns in einer Menschenmenge, in der sich alle einander ähneln und die sich allesamt in einer ihnen fremden, unsicheren Situation befinden. Die Regel des Social Proof besagt, dass wir uns dann alle an unserer Umgebung orientieren und Ausschau danach halten, was eine korrekte Verhaltensweise sein könnte. Jetzt verhält es sich zusätzlich noch so, dass wir unter Fremden immer als ruhig und Herr der Lage wahrgenommen werden wollen. Deswegen schauen wir uns nur ruhig um und versuchen keinerlei Emotionen zu zeigen, die vielleicht Rückschlüsse darauf zulassen, dass wir uns unsicher oder gar ängstlich fühlen.

Das Problem dabei ist, dass es allen anderen auch so geht! Jeder schaut sich passiv und offenkundig emotionslos, unbeeindruckt um und sucht nach Hinweisen für ein angebrachtes Verhalten. Wenn das jeder macht, dann braucht es nur ein oder zwei Personen, die nicht nach diesem Muster reagieren, um eine ganze Menge zu einer kollektiven Reaktion zu bringen.

Wieso sollen nicht wir dieser eine Mutige sein? Wenn wir wie Eingangs beschrieben, die Situation erkannt haben, dann können wir eine Reaktion oder ein  Verhalten initiieren, welchem die anderen Menschen in dieser Situation mit großer Wahrscheinlichkeit folgen werden.

Dazu ein konkretes Beispiel. Wir sind auf einem Open Air Konzert, bei dem alle auf der Wiese hocken, vielleicht noch Picknicken und den Musikern auf der Bühne zuhören. Die Musik gefällt uns wirklich sehr gut und unser ganzer Körper ist voller Energie und wir würden diese am Liebsten herauslassen. Doch alle um uns herum sitzen nur da und hören leise zu, einige quatschen vielleicht sogar miteinander. Was also machen? Sei der Initiator! Stehe auf, fange an den Körper etwas locker zu machen, Wippe etwas und schaukle vor und zurück. Leute fangen an dich zu beobachten und sich die Frage zu stellen, was du da treibst. Wenn nach einer Minute keiner reagiert und mitmacht, dann fordere jemand Konkreten (vielleicht einen Freund oder Freundin mit der du bei diesem Event bist) auf, mitzumachen. Dann noch jemanden. Jemanden anzuschauen und versuchen verbal zu überreden nützt nichts. Du musst auf den Menschen zugehen, ihm deine Hand geben, ihn anfassen und mit leichtem Druck hochziehen. Wenn erstmal 3 Leute stehen und tanzen, ist der Rest erledigt. In kürzester Zeit werden alle tanzen als befände man sich in der Disko.

Du wolltest bei dem Open Air Konzert deine Emotionen ausleben. Du hattest keine Lust dich an der vorherrschenden Norm der Besucher zu orientieren – passiv auf der Wiese zu sitzen. Du wolltest diesen Moment deines Lebens zu deinen Bedingungen leben. Du hast dir die Regel des Social Proof zu Nutze gemacht und damit dein Ziel realisiert.

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Nimm dir einen Augenblick Zeit und reflektiere die Regel des Social Proof für dich. Wo gab es oder gibt es immer wieder Situationen in deinem Leben, in denen du die Regel des Social Proof für deine Vorteile nutzen kannst?

Wenn du bereit bist mit Hilfe dieser Regel dein Leben zu deinen Bedingungen zu leben, dann hole dir jetzt mein Manifest zum wahren Leben.

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Ersetze dein Selbstwertgefühl durch Selbst-Akzeptanz

Vergiss dein Selbstwertgefühl.

Dieses ist meist nicht verlässlich, sondern trügerisch. Wenn du eine Aufgabe erledigst, dann richtet sich dein Selbstwertgefühl danach, ob du selbst subjektiv von deiner Arbeit überzeugt bist. Wenn du dir einredest, dass du es hättest besser machen können, dass du dir keine Mühe gegeben hast, dann wird sich ein niedriges Selbstwertgefühl einstellen. Dieses Gefühlsniveau wird in deinem Unterbewusstsein abgespeichert und bildet die Basis für alle deine nächsten Vorhaben. Wenn du schon mit einem negativen Gefühl in die neuen Unternehmungen startest, dann sind sie schon von Anfang an zum Scheitern verurteilt.

Akzeptiere dich wie du bist

Eine geeignetere Methode ist die Selbst-Akzeptanz. Anstatt sein Selbstwertgefühl über die subjektive Beurteilung seines Schaffens zu erzeugen, sollte man lernen sich selbst so zu akzeptieren wie man ist. Man widmet sich nach wie vor seiner Arbeit, beurteilt diese aber unter einem ganz anderen Gesichtspunkt. Egal ob man selbst mit seiner Arbeit zufrieden ist oder nicht. Man akzeptiert, dass es das beste ist was man zum aktuellen Zeitpunkt produzieren kann. Der Ort an dem man sich gerade in seiner Persönlichkeitsentwicklung befindet und die Fähigkeiten die man an diesem Ort besitzt, bestimmen über die Qualität der Arbeit.

Wenn man seine Arbeit an einem Qualitätsmaßstab misst, von welchem man zwar träumen mag, den man selber aber noch nicht erreicht hat, führt das nur zu Unzufriedenheit.

Glück ist gleich Realität minus Erwartung“ -Unbekannt

Selbst-Akzeptanz schließt große Ziele nicht aus

Diese Methode schließt nicht aus, dass man nach Höherem strebt. Man kann trotzdem große Ziele verfolgen, wenn man sich selbst so akzeptiert wie man ist, egal wo man sich gerade auf dem Weg zu seinem Ziel befindet. Selbst-Akzeptanz bedeutet nicht, dass man sich der Mittelmäßigkeit hingibt und akzeptiert, dass man niemals in etwas gut und erfolgreich werden kann.

Wenn man den Fokus von dem subjektiven Selbstwertgefühl auf die Selbst-Akzeptanz verlagert, dann nimmt man sich selbst den Druck dem Bild gerecht zu werden, welches wir von uns selber haben. Dadurch wird es ungemein leichter bessere Arbeit zu leisten und unserer Kreativität freien Lauf zu lassen. Wir sprengen die Fesseln der Erwartung und befreien uns von unserem fiktiven Alter Ego.

Quantität führt zu Qualität

Ohne die einengenden Erwartungen an die Qualität unserer eigenen Arbeit, sind wir in der Lage wahrlich Großartiges zu leisten. Wenn alle Hemmungen von einem abgefallen sind, können wir uns voll und ganz unserer Kreativität hingeben und Massen an Arbeiten hervorbringen.

Der Weg zu Qualität führt oft über die Quantität.

Plant a lot, harvest a few“ – Seth Godin

Um irgendwann eine Qualität zu erreichen, von der andere nur träumen, muss man zunächst eine Unmenge an Inhalten produzieren. Irgendwann findet man zu seiner eigenen Stimme, die man im weiteren Prozess wie einen Diamanten stetig schleifen muss.

Um seine Stimme zu finden ist man jedoch auf das Feedback seiner Kunden oder seiner Zielgruppe angewiesen. Dafür muss man seine Unmengen an Arbeiten auch alle liefern. Egal ob du Texte schreibst, Bilder malst, YouTube Videos kreierst, fotografierst, Produkte erschaffst oder eine Dienstleistung anbietest. Du musst immer liefern und Feedback einholen. Dieses Feedback lässt du in deine neuen Arbeiten einfließen, wodurch sie besser werden. Am Anfang steht die schiere Quantität die dich mit der Zeit zu Qualität führt, wenn du dem Prozess folgst.

Jeden Tag 1% besser werden

Die meisten Menschen konzentrieren sich auf die großen Erfolge im Leben. Man nimmt sich etwas vor, ist am Anfang ganz enthusiastisch und voller Eifer. Mit der Zeit sinkt die Motivation, weil man keine Erfolge sieht. Man hat dieses große Ziel vor Augen, aber der Abgleich zwischen der momentanen Realität und diesem Ziel in der Zukunft passt einfach nicht zusammen. Man hat das Gefühl, dass man diesem Ziel nicht näher kommt, was dann dazu führt, dass man noch unmotivierter wird. Zunächst lassen wir den einen oder anderen Tag die Zügel schleifen. Dann werden es mehrere Tage hintereinander und irgendwann ist unsere Begeisterung total abgeflacht, so dass wir uns fragen wieso wir überhaupt jemals so voller Enthusiasmus und Aufbruchstimmung waren.

„If you can’t measure it, you can’t improve it“ -Peter Drucker

Wenn wir ein großes Ziel haben, dann müssen wir dieses herunterbrechen in kleine, schaffbare und messbare Aufgaben. Idealerweise kann man es auf eine Tages- oder Wochenaufgabe herunterbrechen.

Nehmen wir mal an dein Ziel ist es einen Halbmarathon laufen zu können. Zunächst könntest du die Zeit in der du das schaffen möchtest völlig ausblenden und dich einzig und allein darauf konzentrieren die 21km zu schaffen.

Wenn du jetzt versuchst gleich in der ersten Laufeinheit die vollen 21km zu laufen, wirst du scheitern. Und zwar so gründlich, dass du deine Laufschuhe wahrscheinlich für eine sehr lange Zeit meiden wirst.

Stattdessen wäre es besser klein anzufangen. Man läuft beim ersten mal nur 30 min. Beim nächsten mal steigert man um 1%, also grob 30min. 20sek., beim nächsten mal nochmal 1%, also 30min. 40sek. und immer so weiter. Wenn man 3-4 Laufeinheiten pro Woche nach dieser Methode absolviert, sollte man nach spätestens einem Jahr in der Lage sein einen Halbmarathon zu laufen. Das Gute dabei: man sieht jedesmal Fortschritte und hat ein System dem man folgen kann. Es gibt sicherlich viel bessere Methoden um schneller in der Lage zu sein, einen Halbmarathon zu laufen, aber das Beispiel mit dem Laufen soll nur das Prinzip verdeutlichen.

Irgendwann greift der Effekt der Aufzinsung (compounding) und liefert nach anfänglich kleinen, kaum wahrnehmbaren Ergebnisse, riesige Fortschritte, die andere Leute vor Neid erblassen lassen.

Wichtig hierbei ist, dass wir unsere Ziele in so kleine Etappen wie nur möglich herunterbrechen und sie quantifizierbar, sprich messbar machen. Denn nur was mir messen können, können wir auch verbessern.

Schlussfolgerung

Wenn wir die Bewertung unserer Arbeit vom klassischen Selbstwertgefühl zur Selbst-Akzeptanz ändern, werden wir schlussendlich bessere Arbeit machen. Wir werden uns von unseren selbstauferlegten Fesseln an unsere Kreativität loslösen und in neue Regionen der Selbstverwirklichung vordringen können. Wenn wir dann beständig und zuverlässig neue Werke schaffen, werden wir automatisch zu einer Qualität kommen, von der wir einst nur zu träumen gewagt hätten.

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