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Sei schlau und stelle Fragen wie der Teufel

„Die Qualität deiner Fragen bestimmt die Qualität deines Lebens“ – Tony Robbins

Welche Eigenschaften sorgen für ein erfolgreiches Leben?

Was ist überhaupt ein erfolgreiches Leben für mich?

Habt ihr euch diese Fragen auch schon gestellt? Ich habe in letzter Zeit vermehrt festgestellt, dass die Fragen die man sich in einem ruhigen Moment selber stellt, darüber bestimmen wo unser Fokus hingeht. Egal ob um zu reflektieren oder ein Problem zu lösen. Je mehr man darüber nachdenkt, welche Fragen man stellen sollte (und diese dann auch tatsächlich stellt), desto wahrscheinlicher, dass man die richtigen Antworten findet.

Das klingt im ersten Moment vielleicht kontra-intuitiv. Die meisten Menschen denken hart über möglich Lösungsansätze nach, wenn sie vor ein schwieriges Problem gestellt werden. Man kann Probleme aber oft viel eleganter lösen, wenn man zuerst darüber nachdenkt, welche Fragen man zu diesem Problem überhaupt stellen sollte. Oft sind es dann die offensichtlich ganz trivialen und „blöden“ Fragen, die die besten sind und zu der einfachsten Lösung führen.

Stelle „dumme“ Fragen

Die meisten Leute denken im ersten Schritt aber schon viel zu weit und überspringen die ersten paar, sehr wichtigen und anscheinend „offensichtlichen“ Fragen, die es sich nicht zu stellen lohnt.

Manchmal haben wir auch Angst diese „dummen“ Fragen zu stellen. Wir haben Angst uns zu blamieren, haben Angst, dass unsere Reputation oder Expertise leiden könnte. Vor allem aber haben wir Angst davor, was andere Leute über uns denken könnten oder uns sogar auslachen und hinter unserem Rücken über unsere „Dummheit“ lästern.

Ein paar Beispiele für solche Fragen:

„Wieso muss ich mich (müssen wir uns) überhaupt mit diesem Problem beschäftigen?“

„Wieso habe ich (haben wir) dieses Problem?“

„Wieso muss ich (müssen wir) das SO machen?“

„Welche Sache kann ich (können wir) angehen, die zunächst nichts mit meinem (unserem) konkreten Problem zu tun hat, die dieses aber als „Nebeneffekt“ löst?“

Euch werden sicherlich Situationen einfallen, in denen euch eine Frage auf der Zunge gebrannt hat, die ihr dann aber nicht gestellt habt, weil diese unangenehm erschien. Ein gutes Indiz ist immer euer Unbehagen. Je größer euer Unbehagen bei dem Gedanken eine Frage öffentlich zu stellen, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass es eine wirklich wichtige Frage ist, die unbedingt gestellt werden muss. Wenn ihr es nicht macht, wer dann?

Die 5 Wieso’s

Eine gute Möglichkeit den wahren Engpässen hinter den offensichtlichen Problemen (die vielleicht gar nicht das wahre Problem sind) auf die Schliche zu kommen, ist die Methode der „5 Wieso’s“.

Wenn man mit etwas konfrontiert wird, egal ob von außerhalb oder mit einem inneren Konflikt, sollte man fünf mal „Wieso“ fragen. Aus meiner eigenen Erfahrung weiß man spätestens nach dem dritten mal keine Antwort mehr und es kommen Sätze wie „Das haben wir schon immer so gemacht“ oder „Weil Herr Schmidt (Autoritätsperson) das so gesagt hat“.

Das sind die schlechtesten Antworten überhaupt und ein Warnzeichen dafür, dass es in Wahrheit keinen guten Grund gibt.

Kinder machen das intuitiv. Manchmal fühlen wir uns so genervt von ihren vielen „Wieso’s“ und „Warum’s“, dass wir irgendwann einen Schlussstrich ziehen, indem wir eine Autorität zitieren, meistens uns selbst, wenn wir die Eltern sind. Diese „bewährte“ Taktik zieht sich dann bis ins Erwachsenenleben durch und wird auch dort gerne angewandt.

Kinder haben auf ihre Art eine gewisse Weisheit, die uns mit in die Wiege gelegt wurde. Beim erwachsen werden, geben wir uns aber meist dem sozialen Druck hin und reihen uns in die gesellschaftlichen Konventionen ein, die uns per ungeschriebenem Gesetz verbieten, unangenehme Fragen zu stellen. Wir wollen unseren sozialen Status wahren und nicht aus der „Herde“ ausscheren, weswegen wir uns willig fügen.

Wenn uns jedoch etwas wirklich am Herzen liegt, dann sollten wir Mut beweisen und solange „Wieso“ fragen, bis wir die tatsächliche Ursache aufgedeckt haben.

Mut bedeutet nicht, dass man keine Angst verspürt, ganz im Gegenteil. Es bedeutet zu handeln, obwohl man Angst hat.

Wenn du in deinem Leben außergewöhnliche Resultate erzielen willst, dann musst du außergewöhnliche Fragen stellen. Diese sind meist die einfachsten Fragen überhaupt und so offensichtlich, dass wir sie nicht stellen oder uns aus falschen Gründen zieren sie zu stellen.

Wenn dich dieser Artikel dazu angeregt hat ein paar „unangenehme“ Fragen zu stellen, und du bereit bist dein Leben selbst in die Hand zu nehmen, dann hole dir mein kostenloses Manifest zum Leben.

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