Photo by Brandon Morgan on Unsplash

Wie du unersetzlich wirst in dem was du tust – Oder belügst du dich selber?

Sich mit dem identifizieren was man macht. Wirklich davon überzeugt sein und daran glauben. Wie wichtig das ist, habe ich erst nach dem Untergang von KYG schmerzlich lernen müssen.

Einer meiner letzten Artikel war über das Hochstapler Syndrom, welches eng mit diesem Thema der eigenen Konsistenz verbunden ist.

Ich hatte mir auf die Fahne geschrieben, ein Missionar für gesunde und gute Ernährung zu werden. Natürlich interessiere ich mich dafür, natürlich lebe ich auch danach und ich halte das nach wie vor für ein sehr wichtiges Thema. Erst im Nachhinein habe ich gemerkt, dass ich mir irgendwie wie ein „falscher Fuffi“ vorkam. Ich war nicht konsistent zu dem Bild das ich damals vermittelt hatte. Damals konnte ich noch nicht in Worte fassen was es war, dass mich gestört hatte, ja teilweise sogar innerlich zerrissen hat. In der späteren Reflexion wurde mir schlagartig klar, wo der „Fehler“ lag.

Da ich genauso ein Mensch bin wie du und jeder andere, habe auch ich meine Fehler und Schwächen. Hier mal eine Pizza (immerhin selbst gemacht), dort mal ein paar Chips, hier mal etwas  Schoki. Ab und zu den Sport sausen lassen, da Business Prio 1 war.

Wenn man natürlich gleichzeitig versucht andere Menschen von einer gesunden, starken Lebensweise zu überzeugen (mit Hilfe von gesunder Ernährung und Sport) geht das nicht 100%-ig Hand in Hand. Wir müssen als Menschen konsistent mit unseren Worten und unseren Taten sein. Menschen die das nicht sind und nicht spüren, dass etwas nicht in Ordnung ist (oder sich selber belügen und das Gefühl unterdrücken) müssen Psychopathen sein (das Wort Psychopathie kommt übrigens aus dem Griechischen und bedeutet soviel wie „leidende Seele“).

Der Fehler lag in meinen Glaubensprinzipien, welche damals nicht richtig eingestellt waren. Erst später ist mir klar geworden, dass das Eine (ab und zu Pizza oder Sport sausen lassen) das Andere nicht ausschließt (einen gesunden Lifestyle zu pflegen). Wir müssen konsistent sein in dem was wir sagen und dem was wir tun, ja. Aber das bedeutet nicht, dass wir fortan dazu verdammt sind Musterschüler zu sein und uns keine Fehltritte mehr erlauben dürfen.

Da wir Menschen holistische (ganzheitliche) Wesen sind, gilt das übrigens auch für alle andere Lebensbereiche.

Jeder Bereich unseres Lebens beeinflusst jeden anderen Bereich

Wenn wir im Job etwas machen, von dem wir nicht ultimativ überzeugt sind, dass es einem (sinnvollen) Zweck dient, werden wir unseren Job niemals gut machen, weil wir ihn nicht „gerne“ machen. Und wenn wir etwas nicht gerne machen, werden wir niemals gut darin werden. Man muss erst im Inneren, tief und fest davon überzeugt sein, dass die Tätigkeit die man ausübt sinnvoll ist und einen Nutzen bringt. Erst dann werden wir in unserer Arbeit voll aufgehen und zu jemandem werden der unersetzlich ist.

Gerade als „Wissensarbeiter“ muss man sich diese Einstellung aneignen. Wir müssen vor allem die emotionale Arbeit leisten. Wir müssen auf zwischenmenschlicher Ebene mit Leuten fair umgehen, wir müssen mit anderen Leuten Projekte ins Ziel bringen, die wir alleine nie schaffen würden. Das geht nicht, wenn man nur auf seine Karriere aus ist, nur nach seinem Vorteil jagt oder einfach nur seinen Kopf durchsetzen will. Das geht nur, wenn wir bereit sind „emotionale Arbeit“ zu leisten.

Und die Vorarbeit für gute, emotionale Arbeit ist die richtige Einstellung zu dem was wir machen. Nur wenn wir uns mit dem identifizieren können, was wir machen und davon überzeugt sind werden wir zu unersetzlichen Menschen.

Wenn dir dieser Artikel gefallen hat und du auch einen „Blick hinter den Vorhang des wahren Lebens“ werfen willst, dann trag dich in meinen Newsletter ein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*