Archiv für den Monat: Juli 2017

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Die Entdeckung und ihr Makel

Kürzlich haben meine Frau und ich einen Film auf Netflix gesehen – „The Discovery“.

Nein, das soll jetzt kein Filmreview werden. Ganz und gar nicht. Mir ist nur ein Aspekt in der Storyline aufgefallen, der so gar nicht behandelt wird und der mir einfach keine Ruhe gegeben hat. Damit ihr diesen Aspekt nachvollziehen könnt, muss ich doch etwas von der Story verraten.

Es geht um einen Wissenschaftler der „die Entdeckung“ gemacht hat, dass es nach dem Tod noch ein Leben gibt. Die Seele verlässt den Körper und wandert in ein neues Leben. Man stirbt also nicht wirklich. Nachdem der Wissenschaftler diese Entdeckung publik macht, begehen Millionen (!) Menschen Selbstmord, in der Hoffnung auf ein besseres Leben.

Dabei hat mich folgender Gedankengang nicht mehr losgelassen. Wenn jemand im aktuellen Leben nicht glücklich werden kann, nicht das bekommen, haben, tun, sein kann was derjenige will, was lässt diese Person dann davon ausgehen, dass sie es im neuen Leben schaffen kann?

Glücklich sein ist eine Einstellung und ein Skill den man üben muss! Wenn ich das in diesem Leben nicht schaffe, dann auch in keinem anderen. Zuerst muss ich die Entscheidung fällen glücklich sein zu wollen und dann muss ich mich darin üben mich immer wieder daran zu erinnern und glücklich zu bleiben.

Sicher gibt es Menschen die es schwer getroffen hat, mit ernsten Behinderungen oder Verletzungen, die tägliche, körperliche Leiden ertragen müssen. Aber das betrifft nicht zig Millionen Menschen. Die meisten trauen sich einfach viel zu wenig zu und sind der Meinung, dass sie leiden “müssen“, obwohl es dafür absolut keinen Grund auf der Welt gibt (körperliche Unversehrtheit vorausgesetzt).

Flucht ist niemals eine Lösung.

Jedesmal wenn ich mir denke „Mein Gott, muss das jetzt mir passieren? Wieso muss ausgerechnet ich durch diese Mühsal gehen? Kann es ausnahmsweise nicht jemand anderen treffen?“ schießt mir automatisch folgender Spruch in den Kopf:

„Wenn das Leben hart zu dir ist, wünsche es dir nicht leichter, wünsche dir stärker zu sein“.

Bring it on!

                            „Raise your Standard“ – Tony Robbins

Lessons Learned Business

Heute möchte ich mit euch mal über meine ganz persönlichen „Lessons Learned“ im Bereich Business sprechen. Im Nachhinein ist mir aufgefallen, dass diese eine spezifische Lehre nicht nur aufs Business anwendbar ist, sondern auch auf andere Bereiche im Leben.

Es geht darum wie man eine Produktidee (oder sonstige Idee) schnell und risikoarm testen kann, bevor man viel Geld, Zeit und Mühe investiert.

Auf die Idee bin ich durch das Buch von Eric Ries „The Lean Startup“ gekommen. Leider war es da für mich schon zu spät und ich habe eine nicht zu vernachlässigende Summe an Geld und viel Zeit in mein „Gedankenbaby“ investiert. Und genau das ist der Dreh- und Angelpunkt bei der Geschichte.

Oft haben wir Ideen und Gedanken in die wir uns mit der Zeit regelrecht verlieben. Das an sich ist noch nicht das Problem. Wenn wir dieses Gedankenbaby aber nicht auf Tauglichkeit in der harten Realität testen, kann es passieren dass wir damit ordentlich hinfallen.

Wie könnt ihr eure Gedankenbabys also schnell und effizient testen, bevor ihr damit ernst macht?

Zunächst einmal solltet ihr es ins kalte Wasser werfen. Das bedeutet im Klartext, dass ihr möglichst vielen anderen Leuten von eurer Idee erzählen sollt. Je mehr Skeptiker und „Nein-Sager“ unter ihnen desto besser (dass man von solchen Leuten prinzipiell wenig bis gar keine in seinem engeren Umfeld haben sollte, ist ein anderes Thema).

Das bedeutet, dass diese Leute alle möglichen Gegenargumente bringen, wieso eure Idee scheisse ist, wieso sie nicht funktionieren wird, wieso sie nicht profitabel ist, wieso das kein Mensch braucht, etc. Das hat mehrere Vorteile:

1.) Aufzeigen von Schwachstellen eurer Idee:

Ihr müsst diese Kritik als Herausforderung an eure eigene Kreativität sehen. Meistens werdet ihr viele der angebrachten Punkte schon bedacht und eine dementsprechende Antwort parat haben. Einige Punkte werden neu sein. Diese müsst ihr unbedingt ernst nehmen und gründlich darüber nachdenken, ob der hervorgebrachte Punkt ein „Job-Stopper“ ist oder euer Produkt/Dienstleistung/Konzept eine Lösung dafür hat. Einige Punkte werden einfach nur unkonstruktive Kritik sein. Auch diese hat ihre Berechtigung:

2.)  Der Test eures Glaubens:

Wenn ihr euch durch diese Kritik nämlich aus der Fassung bringen lasst und eure Idee vor euch selbst nicht mehr vertreten könnt, dann war es wohl doch keine gute Idee, sondern nur ein Hirngespinst. Das ist ein Test, ob ihr es wirklich ernst meint und ob ihr es mit dieser Idee auch in 1 oder 2 Jahren durch harte Zeiten schafft. Denn die werden so sicher wie das Amen in der Kirche kommen. Manchmal glaubt man, man ist etwas auf der Spur und hat eine Idee die einen total begeistert und mitreißt. Wenn diese Idee aber nichtmal der spontanen Kritik einiger Leute standhält, dann ist sie euch wohl doch nicht wert genug. Die Leidenschaft, die es benötigt eine Idee zu verfolgen, sollte nicht unterschätzt werden. In guten Zeiten kann jeder an etwas arbeiten, in harten Zeiten kann nur derjenige arbeiten der wirklich an sein Projekt glaubt und es mit Leidenschaft beschützt und wachsen lässt – „Labor of Love“.

Wenn eure Idee diese erste Feuertaufe übersteht, dann seid ihr bereit den nächsten Schritt zu wagen.

MVP – Minimum Viable Product. Dieser Begriff und die Idee stammen von Eric Ries (zumindest habe ich durch ihn von dieser Idee erfahren – kann gut sein, dass es dieses Konzept schon vorher gegeben hat).

Bei diesem Konzept geht es darum ein „minimales überlebensfähiges Produkt“ auf den Markt zu bringen. Es ist nicht das Endprodukt, es hat nicht alle Features die das Endprodukt mal haben soll. Es ist ein rudimentäres Produkt eurer Idee, welches manchmal nur eine einzige Funktion eurer Idee hat und mit wenig Zeit- und Geldaufwand auf die Beine zu stellen ist.

Das MVP soll eure erste und wichtigste These testen: „Es gibt da draußen Leute, die dieses Produkt brauchen oder haben wollen und mein Produkt löst deren Problem“. Oft operieren wir auf Grundlage von Thesen, von denen wir annehmen, dass diese wahr oder gesetzt sind. Doch ohne diese Thesen zu überprüfen laufen wir völlig ins Dunkle hinein.

Der Sinn des MVP ist es schnell durch die „Build-Measure-Learn“ Feedback Schleife zu gehen. Es geht darum möglich schnell Feedback von realen (bezahlenden) Kunden einzuholen und auf Grundlage dieses Feedbacks das MVP anzupassen, zu erweitern oder eben zu beerdigen.

Was macht man also mit dem Feedback das man bekommt? Es kann vorkommen, dass unsere Idee ganz gut ist (Kunden kaufen das Produkt). In dem Fall können wir das Produkt aus dem vorhandenen Cash-Flow nach und nach aufstocken und es zu dem machen, was wir ursprünglich im Sinn hatten.

Es kann aber auch passieren, dass Kunden unser Produkt nicht kaufen, was unterschiedliche Gründe haben kann:

1.) Die falschen Kunden: Wir hatten die falschen Annahmen WER unser Produkt benötigt. In diesem Fall muss das Produkt in einem anderen Markt/Segment/Nische getestet werden.

2.) Das falsche Produkt: Das Produkt löst nicht das Problem der Kunden, weil es einfach nicht das richtige Produkt ist. In dem Fall kann man das MVP ändern (bis hin zu einem völlig anderen Produkt) oder es eben ganz begraben.

Nachdem ich etwas länger über das Konzept des MVP nachgedachte habe, ist mir aufgefallen, dass dieses Konzept auch auf andere Bereiche des Lebens übertragbar ist.

Nehmen wir mal an, dass ihr von einem recht teuren, sportlichen Auto träumt. Wir wollen mal klein anfangen. Nehmen wir mal einen R8. Einstiegspreis 166.000€. Das ist ein Batzen Geld.

Anstatt das Auto gleich zu kaufen, könnte man das Auto doch für eine Woche oder einen Monat leasen (Preise pro Woche liegen bei ca. 2.500€, pro Monat bei ca. 8.000€). Das ist zwar immer noch ein stattlicher Haufen Geld, aber der Vorteil liegt klar auf der Hand. Vielleicht stellt man ja nach einem Monat R8 im Alltag fest, dass das Auto total unpraktisch ist. Viel zu klein, total unübersichtlich zu fahren, viel zu laut und an jeder Zapfsäule ein Horror. Dann hat man eben „nur“ 8.000€ für eine Erfahrung ausgegeben und der „Test“ des MVP war negativ. Dann hat man sich 158.000€ und viele schlaflose Nächte gespart.

Falls man jedoch feststellt, dass das Auto genauso ist wie man es sich vorgestellt hat und der Traum bestätigt wird, dann hat man eben 174.000€ gezahlt (statt 166.000€).

In meinen Augen macht dieses Vorgehen viel mehr Sinn, als sich das Auto gleich zu kaufen.

Dieses Prinzip ist übrigens auf alle Konsumgüter mit Statussymbol anwendbar. Egal ob es um Luxusautos, -uhren oder -taschen geht. Das meisten kann man irgendwie mieten oder über längere Zeit testen. Vielleicht stellt ihr beim Testen fest, dass dieser Gegenstand der Sehnsucht nicht das Maß an Glückseligkeit bringt, welches ihr euch erträumt habt. Dann habt ihr diese Erfahrung in einem „sicheren“ Umfeld gemacht, ohne euch mit Geld und Zeit zu verpflichten.

Ein anderes Beispiel aus dem Alltag, was so intuitiv ist, dass wir es nicht mal bewusst wahrnehmen. Wenn ihr ein Date habt und es funkt, dann heiratet ihr den anderen ja nicht sofort vom Fleck weg. Man kommt erstmal zusammen und schaut ob man auch wirklich zusammenpasst, bevor man die nächsten Schritte geht.

Noch ein Beispiel aus der Arbeitswelt. Probezeit. Sowohl der Arbeitgeber, als auch der Arbeitnehmer wollen nicht die Katze im Sack kaufen. Deswegen arbeiten wir erstmal auf Probe, um unsere Annahme zu testen, dass wir unseren Wunscharbeitgeber bzw. Wunschmitarbeiter gefunden haben.

Wie ihr gesehen habt, wird euch das Anwenden des MVP auf jeden Fall viel Geld, Zeit und Mühe sparen. Falls und wenn ich jemals wieder ein Produkt/Dienstleistung ersinnen sollte, werde ich nicht den gleichen Fehler wieder machen und das Konzept des MVP übergehen.

Jeder darf (und sollte sogar) Fehler machen. Sie sind dazu da, uns etwas beizubringen.

„Wenn du keine Fehler machst, gehst du nicht genug Risiken ein“

Habt ihr noch andere Beispiele wo man das Konzept des MVP im Alltagsleben anwenden kann?

Das Leben ist simpel: die Macht der Klischees

Es gab mal eine Zeit da haben Menschen eine grundlegende, innere Weisheit besessen. Sie wussten instinktiv was richtig und was falsch ist. Die besonders Fähigen unter Ihnen hatten die Begabung diese Lebensweisheiten in ganz einfachen und prägnanten Aussprüchen festzuhalten.

Heutzutage haben wir die Fähigkeit verloren, die schönen und tiefen Wahrheiten hinter diesen Sprüchen zu erkennen. Entweder denken wir nicht gründlich über diese Sprüche nach und reflektieren Sie nicht anhand von konkreten Beispielen am täglichen Leben, um ihren tiefen Sinn darin zu erkennen, oder wir tun die Sprüche als bereits bekannt und somit profan ab. Der letztere Fall führt dann dazu, dass wir nicht wirklich daran glauben. Wir denken, dass das Leben doch nicht wirklich so einfach sein kann. Irgendwo muss es doch eine total raffinierte Formel geben, die nur die klügsten Köpfe dieser Welt verstehen und DIESE beinhaltet die wahre Essenz des Lebens. Doch das stimmt nicht, denn auch der Spruch „Das Leben ist simpel“ hat seine Berechtigung. Wir tendieren dazu das Leben überproportional komplex zu machen, weil wir meinen, dass etwas nur von Wert sein kann, wenn es möglichst komplex bzw. raffiniert ist. Dabei vergessen wir, dass die Schönheit meist in der Einfachheit liegt.

Die meisten Dinge im Leben sind simpel: einfach, unkompliziert, schlicht und leicht. Die Wahrheit des Lebens liegt in den Klischees. Das Problem an Klischees ist, dass wir sie zu solchen gemacht haben. Wir haben die schönen und simplen Wahrheiten von einst so überansprucht, dass es uns zu einfach vorkommt daran zu glauben, geschweige denn danach zu handeln. Und genau darauf kommt es im Leben an. Wissen existiert nur um Handlung zu implizieren. Ohne die Aktion ist jedes Wissen unnütz.

Schauen wir uns doch im Folgenden einige dieser „Klischees“ oder einfachen Sprüche an, die es wert sind tatsächlich befolgt zu werden oder zumindest in Ruhe über ihre tiefere Bedeutung reflektiert zu werden.

Carpe diem: Übersetzt eigentlich „Genieße den Tag“. Im allgemeinen Volksmund wird dieser Ausspruch jedoch als „Nutze den Tag“ gebraucht.

„Genieße den Tag“ hat eine wahrlich tiefe Bedeutung. In erster Linie steht es für eine möglichst einfache Lebensweise. Der größte Faktor, wieso wir Menschen (meist) nicht glücklich sind und nie genug haben, besitzen oder sind, ist unsere Vorstellungskraft. Wir leben in unserem Kopf eigentlich ständig in der Zukunft. Wir malen uns permanent Szenarien aus, die in der Zukunft liegen, und entweder eine übertriebene Wunschvorstellung (im positiven Sinne) oder ein düsteres Katastrophenszenario (im negativen Sinne), darstellen.

„Wenn ich noch dieses eine Projekt erfolgreich abschließe, dann werde ich die Gehaltserhöhung bekommen, dann werde ich endlich glücklich und zufrieden sein“.

„Wenn ich noch 5kg abnehme, dann werde ich endlich schlank sein und kann mein Leben genießen“.

„Wenn ich dieses und jenes für mein/e Haus/Wohnung besorge, dann fühle ich mich endlich angekommen.“

„Wenn ich noch 20.000€ spare, dann kann ich mir endlich mein Traumauto kaufen und dann werde ich glücklich sein.“

„Nur noch 5 Wochen durchhalten, dann ist endlich Urlaub und ich kann für 2 Wochen mein leben genießen“.

„Nur noch 25 Jahre arbeiten, dann kann ich endlich in Rente gehen und anfangen mein Leben zu leben.“

Kommt dir irgendwas davon bekannt vor? Das Problem dabei: Das wird NIE passieren.

Unser Gehirn ist nicht dazu programmiert, das Hier und Jetzt wahrzunehmen. Wir leben ständig entweder in der Vergangenheit oder in der Zukunft. Ein Moment ist unendlich kurz und gehört schon direkt der Vergangenheit an, sobald wir ihn auch nur wahrnehmen. Unser Gehirn erinnert sich dann daran. Jedoch können wir uns an Ereignisse nicht EXAKT so erinnern wie sie tatsächlich passiert sind. Wir verzerren sie in unserer Erinnerung unbewusst und vermischen sie mit unseren Emotionen und unserer ganz subjektiven Bewertung dieser Erinnerung. Unser Gehirn gaukelt uns aber vor, dass es sich um eine EXAKTE Reproduktion handelt. Diese verzerrte Erinnerung an Vergangenes bildet dann unsere Absprungbasis für die Projektion der Zukunft. Wir bilden uns ein, dass wir die Zukunft mit der gleichen Genauigkeit vorhersehen können, wie wir uns an vergangene Momente erinnern können. Und weil unsere Erinnerungen schon korrumpiert sind, sind unsere „Zukunfsvisionen“ auch verfälscht.

Im Moment zu leben, diesen wirklich zu fühlen und ihn zu genießen ist ein Grundpfeiler des Ausspruchs „Carpe diem“ und des Stoizismus im Allgemeinen. Dazu gehört viel Achtsamkeit und Bewusstsein. Meditation z.B. fördert die Achtsamkeit, damit unsere Fähigkeit im Moment zu leben und letztendlich unser Glücksempfinden.

„Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus“: Die Bedeutung dieses Spruchs liegt eigentlich auf der Hand. So wie man andere Menschen behandelt, so wird man selber auch behandelt. Das liegt völlig klar auf der Hand und doch halten sich nur die wenigsten daran. Wenn man sich in seinem unmittelbaren, sozialen Umfeld umschaut, dann wundert es einen manchmal wie Menschen miteinander umgehen. Sogar unter Freunden oder Familienmitgliedern wird sich verbale, mentale Gewalt angetan, wo man sich nur fragen kann wieso und warum?

Dabei ist es so einfach. Wenn wir unsere Mitmenschen mit Respekt behandeln, ihnen immer Mut zusprechen und nur das Allerbeste von ihnen erwarten, dann werden sie 1.) diesem Anspruch gerecht und 2.) uns genauso behandeln.

Mit folgender Situationen im Job seid ihr bestimmt vertraut:

„Mein Gott, Kollege (oder Kunde) Schmidt ist einfach ein unausstehliches Aas. Ich komme mit dem einfach nicht zurecht. Wieso muss ausgerechnet ich mit dem zusammenarbeiten? Andere Leute haben es viel einfacher. Die haben nur die netten Kollegen (oder Kunden) abbekommen. So würde ich auch Höchstleistungen bringen können.“

Die Lösung ist ganz simpel. Ob bewusst oder unbewusst, merkt Kollege (oder Kunde) Schmidt, dass ihr mit ihm nicht richtig grün seid. Das wird er euch unterbewusst auch im direkten Umgang entgegenbringen. Wenn wir andere Menschen ändern wollen, dann müssen wir uns zuallererst selber ändern. Erst DANN ändern sich auch die anderen Menschen in unserem Umfeld.

Und wenn wir es einfach mit einem von Natur aus renitenten Menschen zu haben, gilt das gleiche Prinzip. Erst wenn wir wirklich daran glauben, dass dieser Mensch uns im Inneren wohl gesonnen ist und uns in Wirklichkeit nicht in die Pfanne hauen will, sondern produktiv mit uns zusammenarbeiten will, wir daraufhin unsere Einstellung und unser Verhalten gegenüber diesem Menschen ändern und ihn entsprechend behandeln, wird es Früchte tragen und nach einer gewissen Zeit wird uns dieser Mensch genauso behandeln. Es nützt aber nichts nur oberflächlich so zu tun und diesen Menschen für ein paar Tage nett zu behandeln und dann wieder in alte Umgangsformen und Muster zu verfallen. Unsere Mitmenschen sind schließlich nicht dumm und merken das.

Wenn wir unsere EINSTELLUNG von Grund auf positiv und optimistisch halten, dann wird das unausweichlich dazu führen, dass wir genauso behandelt werden wie wir andere behandeln.

Menschen die solche Eigenschaften besitzen, nennt man übrigens „charismatisch“. Das sind Leute zu denen wir uns hingezogen fühlen, von denen wir total begeistert sind und denen wir überall hin folgen würden. Wenn DAS keine erstrebenswerte Charaktereigenschaft ist, dann ist keine erstrebenswert.

„It’s your attitude, not your aptitude, which determines your altitude“

(Es ist deine Einstellung, nicht deine Begabung, welche deine Größe bestimmt).

„Iss’ mehr Gemüse“: Wenn man mit seinem Gewicht kämpft und um’s Verrecken nicht abnimmt, dann ist die Lösung einfach. Iss’ mehr Gemüse! Das ist nicht nur ein Klischee. Das ist eine Wahrheit! Wer mindestens eine Mahlzeit pro Tag durch eine Gemüse/Salat Mahlzeit ersetzt und regelmäßig Sport treibt (2-3mal pro Woche à 30-45 Minuten, so dass man auf 90 Minuten wöchentlich kommt, reichen schon aus!), wird unausweichlich abnehmen.

Niemand braucht eine Atkins Diät, Weightwatchers oder sonstigen, vermeintlich komplizierten Kram mit einem Plan. Verzichte einfach auf industriell hergestellte Lebensmittel. Am besten stellst du dir bei jedem Lebensmittel die Frage ob es dieses auch ohne die Lebensmittelindustrie gegeben hätte – falls die Antwort „Nein“ ist, Finger weg! Leg dir weniger auf den Teller. Iss’ langsam, kaue bedacht. Genieße dein Essen. Wenn die Portion aufgegessen ist und du satt bist, nimm dir keinen Nachschlag mehr. Bewege dich. Höre auf dein Bauchgefühl und deine Intuition. Wenn du nur diese einfachen Dinge beachtest und sonst nichts, bist du schon auf einem verdammt guten Weg.

Ich hoffe ich konnte euch zeigen, dass hinter den vermeintlich profanen Sprüchen sehr viel Wahrheit und Weisheit steckt. Es lohnt sich, sich für einen Moment die Zeit zu nehmen und über die tiefere Bedeutung dieser Sprüche nachzudenken. Und am allermeisten wird derjenige entlohnt, der sie auch anwendet und nach ihnen lebt.

Wollt ihr noch weitere Beispiele und Erläuterungen solcher Sprüche lesen? Kennt ihr selber vermeintlich einfache Sprüche, die in Wirklichkeit Lebensweisheiten sind?

Lasst mir gerne einen Kommentar dazu da.

Wer schneller lebt, lebt länger

Der Titel des heutigen Posts hört sich irgendwie komisch an, aber schauen wir uns doch mal folgenden Vergleich an:

Zwei identische Zwillinge benötigen um ein und die selbe Sache zu lernen unterschiedlich viel Zeit. Einer benötigt einen Tag und der andere benötigt ein Jahr. Derjenige der nur einen Tag benötigt um diese Sache zu lernen, hat 364 Tage mehr Zeit, andere, neue Dinge zu machen, zu lernen, zu meistern, zu unternehmen.

Für mich bedeutet das: Wer bereit ist immer mehr und schneller neue Sachen zu lernen und sich weiter zu entwickeln, hat mehr Zeit und lebt somit quasi länger. Oder um es an Einsteins Relativitätstheorie anzulehnen: Je schneller man sich bewegt, desto langsamer vergeht die Zeit, desto länger lebt man.

Ziemlich cool, was? Wie ist eure Meinung dazu?

Die lebensverändernde Magie des Scheiß-was-drauf

Kühlschranktür auf. Scheisse! Kein Käse mehr da. Der Laden um die Ecke hat noch 10 Minuten auf. Ein Blick nach unten. Klar, was auch sonst: die bequemste und damit schlabberigste Couch-Potato Shorts die man besitzt.

Scheiss was drauf. Ich muss niemandem gefallen, also renne ich eben schnell so in den Laden um meinen Käse zu holen. Kennst du das auch?

Einige Leute mögen zwar dumm schauen, aber was soll’s. Der Tag ist gelaufen, es ist Abend und ich will verdammt nochmal meinen Käse und habe keine Lust mir vorher eine ordentliche Jeans anzuziehen.

So oder so ähnliche Situationen gibt es zu Hauf in unser aller Leben. Oft schämt man sich für Sachen, für die man sich gar nicht schämen sollte. Die Gesellschaft schreibt sich selbst Konventionen vor, die auch nichts anderes sind. Eine gemeinsame Übereinkunft für eine Verhaltensregel, eine Vorgehensweise oder Norm. Das bedeutet aber nicht gleich, dass es Sinn machen muss oder gar für jeder Mann (oder Frau) gleichermaßen passend ist.

Konventionen sollten dich nicht davon abhalten dir selbst Gedanken darüber zu machen, was für dich passend oder unpassend ist, was gut mit deinem Charakter zusammen geht oder eben nicht.

Dafür gibt es ein ganz einfaches Heilmittel: Die lebensverändernde Magie des Scheiß-was-drauf. Oder noch viel schöner auf Englisch: The Life Changing Magic of Not Giving A Fuck!

Also, was brauchst du um dir diesen „Lebensstil“ anzueignen?

Kenne dich selber! Wenn du weißt wer du bist, für was du stehst und was du im Leben erreichen willst, dann handle auch danach! Wenn dir Klamotten, Autos, Uhren (oder im allgemeinen Statussymbole) scheiss egal sind, dann darfst du das ab und zu ruhig auch mal zeigen. Sich diese Lebenseinstellung anzueignen kann ungemein befreiend wirken.

Letztens waren meine Frau und ich in der Stadt unterwegs. Wir hatten unsere Kamera dabei und wollten ein paar coole Fotos und Videos machen. Klar, einige Leute mögen vielleicht dumm schauen, wenn man sich (z.B. als vlogger) ständig eine Kamera ins Gesicht hält oder für seine Insta Story andere Sachen abfilmt und dabei (scheinbar) wirres Zeug in die Kamera oder in das Smartphone spricht. Who cares? Leben und leben lassen sollte das Motto sein.

Wenn du Lust hast deine Kreativität auszuleben, dann mach das eben, ungeachtet dessen was andere Leute über dich denken könnten. Die meisten Leute in der Öffentlichkeit kennt man sowieso nicht, dann sollten wir auch nicht probieren ihnen zu imponieren, auf andere Art und Weise zu gefallen oder sie möglichst „ungestört“ zu lassen.

Ich denke wir sind nicht auf der Welt, um anderen Leuten zu gefallen. Wir haben unsere Zeit bekommen und diese sollten wir dafür verwenden unser „Ding“ zu machen.

Wollt ihr auch Mitglied im SWD-Club (Scheiß was drauf) werden?